Deutschland

Ein Überblick zu DDR, kapitalistischer Wiedervereinigung und revolutionärem Sozialismus heute

Heute vor 30 Jahren trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei, womit der endgültige Sieg der kapitalistischen Restauration über den bürokratisch deformierten Arbeiter:innenstaat DDR besiegelt wurde. Während heute in ganz Deutschland diese „Wiedervereinigung“, die eher eine Annexion war, gefeiert wird, geben wir hier einen anderen – revolutionären und sozialistischen – Überblick darüber, was die DDR war, wie die kapitalistische Restauration stattfand und welche Folgen sie hatte — und wie wir heute einen revolutionären Sozialismus aufbauen können.

Ein Überblick zu DDR, kapitalistischer Wiedervereinigung und revolutionärem Sozialismus heute
Bild von Hubert Link, Urheber: Bundesarchiv

Was war die DDR?

Die DDR war eine bürokratische Diktatur, allerdings auf der sozialen Grundlage der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln.

War die DDR sozialistisch?

Zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung schallt es über alle Kanäle: „Der Unrechtsstaat ist gefallen.“ Im Triumphgeheul der BRD bleibt eine ernste historische Einordnung auf der Strecke. Was bedeutete der entstellte Sozialismus der DDR wirklich?

Lasst uns über die DDR sprechen – aber ehrlich

Mauerfall und kapitalistische Wiedervereinigung

Unmittelbarer Anlass des Mauerfalls, der zum Zusammenbruch des stalinistischen Regimes führte, waren demokratische Fragen wie der Wahlbetrug im Frühjahr 1989 und die Forderungen nach Reisefreiheit, Pressefreiheit, Organisationsfreiheit usw. Demgegenüber stand die Frage der Wiedervereinigung zunächst nicht im Vordergrund der Proteste. Im Hintergrund der demokratischen Forderungen lag jedoch die wirtschaftliche Entwicklung der DDR, die sich immer mehr in der Krise befand.

Eine kurze Geschichte des Mauerfalls

Kohl versprach „blühende Landschaften“, doch dieses Versprechen entpuppte sich bald als Mauerblümchen auf den Ruinen der ehemaligen Volksbetriebe. Eine ganze Volkswirtschaft wurde in wenigen Monaten über den Haufen geworfen.

Die „Wende“: der Weg von einer Revolution zur historischen Niederlage der Arbeiter:innen und Linken

Letztes Jahr feierte Deutschland 30 Jahre Mauerfall. Zu diesem Anlass hat sich Anja Bethaven mit den KgK-Redakteur:innen Stefan Schneider und Robert Müller zusammen gesetzt, um über bürgerliche Restauration zu reden.

Podcast #roterFaden: Von Chile bis zum Mauerfall – Was ist eigentlich bürgerliche Restauration? [Audio]

Es sieht düster aus zu den offiziellen Feierlichkeiten, die 30 Jahre Betrug an der ostdeutschen Bevölkerung zelebrieren. Im Kontrast dazu stehen die weltweiten Aufstände gegen die Folgen des Neoliberalismus. In seinem Diskussionsbeitrag vollzieht Oskar Fischer die Wunden nach, die das 20. Jahrhundert im Bewusstsein hinterlassen hat – und gibt Gründe für einen Optimismus der neuen Generation.

30 Jahre lang betrogen: Rechtsruck, Massentrauma und eine neue Hoffnung

Die nächste rechte Terrorzelle ist ausgehoben worden – nach NSU, “Oldschool Society“ und “Gruppe Freital“. Doch die Wurzeln dieser Gruppen gehen weiter zurück. Sie sind das Produkt der bürgerlichen Restauration.

Die Wende und die Nazis: Gespenster der bürgerlichen Restauration

Was für einen Sozialismus brauchen wir?

Die globale Wirtschaftskrise in Folge der Corona-Pandemie zeigt das Versagen des Kapitalismus. Der Sozialismus wird für viele als Alternative wieder interessanter. Sein Name ist aber mit dem Makel der stalinistischen Diktaturen behaftet. Es ist eine historische Aufgabe der Revolutionär:innen, den Marxismus aus der stalinistischen Verfälschung zu befreien und eine revolutionäre Strategie aufzustellen.

30 Jahre Mauerfall: Warum brauchen wir heute umso mehr den Sozialismus?

Stefan Schneider und Oskar Fischer sind zu Gast im KGK-Podcast Roter Faden und sprechen über die DDR, den Stalinismus und unsere Perspektive.

Podcast #roterFaden: 30 Jahre „Wiedervereinigung“

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