Frauen und LGBTI*

[Video] 1917 und 2017 – Vom Frauenstreik zur Revolution

Am 18.3. diskutierten Lilly Freytag und Tabea Winter zum Thema 1917 und 2017 - vom Frauenstreik zur Revolution. Hier gibt es den Videomitschnitt der Veranstaltung.

[Video] 1917 und 2017 – Vom Frauenstreik zur Revolution

Und hier gibt’s den Vortrag in drei Teilen zum Selbst Lesen:

1917 und 2017: Frauen im Kampf

Die Errungenschaften der Frauen nach der Russischen Revolution – und unsere Situation heute

Was die Frauenbewegung von den Frauen von 1917 lernen kann

One thought on “[Video] 1917 und 2017 – Vom Frauenstreik zur Revolution

  1. Nora sagt:

    Hallo. Danke für das Hochladen eures Diskussionsbeitrages! Die Themen bleiben ja relevant.

    Ich habe einige Nachfragen/ Kommentare:

    1. Könnt ihr die Literaturliste online stellen wo ihr eure Informationen her bezieht? Dann kann mensch das besser selber nachverfolgen.

    2. Auch schon unter Lenin gab es reaktionäre Rückschritte: zB beschreibt Srećko Horvat in „The radicality of love“ sehr eindrücklich wie politisches Theater unter Lenin in die ganze Soviet Union gebracht wurde. Hier wurden vor allem „moralische Themen“ bearbeitet als auch „sexuelle Aufklärung“ betrieben: die Notwendigkeit von Monogamie und die Schädlichkeit von Masturbation wurde so den Arbeiter*innen und den Bäuer*innen beigebracht. Nicht ganz so emanzipatorisch. Es gibt weitere Beispiele bei Horvat und sicher auch bei anderen. Was habt ihr bei eurer Recherche dazu herausgefunden? Was war die Rolle Lenins im reaktionär-institutionellem Flashback?

    3. Natürlich ist euer Vortrag oberflächlich, weil man in der Zeit nur wenige Aspekte ansprechen, nicht tief beleuchten kann. Trotzdem vermittelt ihr wichtige und zentrale Punkte. Trotzdem: es wirkt so als ob die emanzipatorischen und radikalen Schritte die die junge Soviet Union durchlebte von allen einfach getragen wurden. Alle haben sich die Gleichstellung der Frau in der Arbeitswelt und vor dem Recht gewünscht und das auch unterstützt. Ähnlich mit Trans*geschlechtlichkeit oder nicht-homo Beziehungen. Fanden alle einfach gut. Klingt anachronistisch für mich, daher: Was waren die Hindernisse auf die die Revolutionär*innen gestoßen sind? Welchen internen Widerstand gab es bei den Bolschewiki gegen die Gleichstellung der Frau vor dem Gesetz und auf dem Arbeitsmarkt? Gegen die zivile Ehe? Gegen die institutionelle Dekriminalisierung von nicht-ehelichen Beziehungen? Von Homosexualität? Ich meine, Russland war ein krass konservatives und wirtschaftlich wenig entwickeltes Land. Haben einfach alle „Hurra“ gerufen als diese institutionellen Veränderungen eintraten? Wohl kaum?! Und neben dem Gesetz: Wie sah es de facto aus: Gab es wirklich weniger Belästigungen für Frauen*, weniger Vergewaltigungen (innerhalb und außerhalb von Partner*inschaften, innerhalb und außerhalb der Bolschewiki) etc. in den ersten Revolutionsjahren? Könnt ihr da ein differenzierteres Bild zeichnen?

    4. Ihr benennt Alexandra Kollontai als Vorkämpferin. Das war sie sicher. Trotzdem hat sie die reaktionären Veränderungen in der SU auch schon unter Lenin mitgetragen und war dann unter Stalin auch weiterhin Botschafterin für die stalinisierte SU. Könnt ihr dies nochmal beleuchten bzw. viell. eine Quelle nennen, die sich wohlwollend-kritisch mit Kollontai (statt glorifizierend) auseinandersetzt?

    5. Ihr sprecht von „Frauen und andere solidarische Menschen“. Wer waren diese anderen solidarischen Menschen? Und was war die Rolle im Kampf gegen patriarchale Strukturen von Männern in der jungen SU? Stechen da einige Revolutionäre heraus? In der Ersten Internationale stach zB Bakhunin heraus. In starker Zusammenarbeit mit seiner Partnerin Antonina Kwiatkowska gehörten sie einer anarchistisch-kollektivistischen Strömung an, die radikale anti-patriarchale Forderungen vetraten. Hier lohnt sich das Studieren seiner Artikel zum Thema Patriarchat/Kapitalismus. Auch für Marxist*innen.

    6. Ihr benennt im Nebensatz, dass heute die Reproarbeit von reicheren Familien meist auf Migrantinnen abgeladen wird und diese dann stärker ausgebeutet seien. Ihr erklärt dies aber nicht. Was ist der Hintergrund dieser „stärkeren“ Ausbeutung“?

    Ich würde mich freuen wenn als Antwort auf meine Fragen viell. ein neuer Diskussionbeitrag von euch entsteht.

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