Jugend

Unis gegen Krieg und Aufrüstung: Über 60 Studierende und Beschäftigte vernetzen sich

Während der russische Angriffskrieg in der Ukraine weiter anhält, will die Bundesregierung 100 Milliarden in die Bundeswehr investieren. Mehr Waffen helfen weder der ukrainischen Bevölkerung, noch schaffen sie einen langfristigen Frieden. Wir wollen eine Kampagne an den Unis aufbauen, die sich gegen Krieg und Aufrüstung stellt. Wir laden alle Gruppen und Aktivist:innen ein, sich daran zu beteiligen.

Unis gegen Krieg und Aufrüstung: Über 60 Studierende und Beschäftigte vernetzen sich
Foto: Tabea Krug

Studierende und Uni-Beschäftige aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich zusammengefunden, um darüber zu diskutieren, was an den Unis getan werden kann, um Aufrüstung und Krieg zu stoppen.

Seit der Invasion Russlands in die Ukraine fragten sich viele an der Uni, was jetzt zu tun ist. Eine klare Positionierung der meisten Studierendenvertretungen gegen den Krieg fehlt leider bisher. Die Initiativen, die es gab, beschränken sich häufig auf humanitäre Hilfe, also die direkte Unterstützung der Geflüchteten mit Unterkünften oder Lebensmitteln. Es ist richtig und wichtig, den Menschen, die jetzt vor Krieg und Zerstörung fliehen zu helfen. Diese Hilfe kann jedoch höchstens ein erster Schritt sein, da sie weder die systemischen Ursachen des Krieges, noch die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts durch Militarisierung und Kriegspropaganda tatsächlich angeht. Etliche Studierende werden auch an den großen Demonstrationen teilgenommen haben, die es in ganz Deutschland in den letzten Wochen gab. Große Teile dieser „Friedens“proteste fordern aber mehr Militarisierung in Deutschland, Sanktionen gegen Russland und Waffenlieferungen in die Ukraine. Diese Forderungen können jedoch kein Frieden schaffen, nicht in der Ukraine und erst recht nicht weltweit.

Eine Position, die den russischen Angriffskrieg klar verurteilt und sich trotzdem nicht hinter die NATO und die weitere Militarisierung von Deutschland stellt, ist an den Universitäten bisher kaum sichtbar. Als Klasse gegen Klasse haben wir deshalb den Vorschlag gemacht eine bundesweite Vernetzung von Studierenden und Beschäftigten an den Unis ins Leben zu rufen. Wir wollen gemeinsam zu diskutieren, welche Schritte wir an den Unis jetzt gehen können, um gegen Krieg und Aufrüstung aktiv zu werden. Besonders richten wir unseren Vorschlag auch an Genoss:innen aus anderen Organisationen, Fachschaften und Hochschulgruppen. Wir denken, dass es notwendig ist unsere Kräfte jetzt in einer gemeinsamen Kampagne zu bündeln, auch wenn es inhaltliche Differenzen in einigen Punkten zwischen uns gibt.

Bei einem ersten Treffen diskutierten über 60 Leute darüber, wie eine solche Anti-Kriegsbewegung an den Universitäten aufgebaut werden kann. Auf der bundesweiten Onlineversammlung waren Menschen aus Berlin, München, Jena, Leipzig, Kassel, Rostock, Potsdam und aus weiteren Städten. Besonders freuen wir uns auch über die Genoss:innen des SDS und der Linksjugend solid, die sich an dem Treffen beteiligt haben. Sie alle sagen: Wir als Studierende und Beschäftigte wollen uns gegen den Krieg und die Aufrüstung stellen.

Wir als KGK fordern:

  • Russische Truppen raus aus der Ukraine!
  • Schluss mit NATO-Kriegsvorbereitungen!
  • Keine Aufrüstung der Bundeswehr! Milliarden für die Pflege, Bildung und Klima statt für Kriege!
  • Keine Waffenlieferungen oder Sanktionen von EU und USA!
  • Für die Aufnahme ALLER Geflüchteten!
  • Solidarität mit den Protesten in Russland gegen den Krieg!

Wir wollen uns an den Orten, an denen wir uns täglich aufhalten, organisieren. Schließlich ist die Universität kein neutraler Raum, auch an unseren Unis wird für militärische Zwecke geforscht. Die meisten Unis haben jegliche Kooperationen mit russischen Universitäten eingestellt. Die 100 Milliarden, die zusätzlich kurzfristig dem Militär bereitgestellt werden, fehlen schon lange in der Bildung und Forschung. Wir wollen für unsere Zukunft kämpfen. Das heißt, sich gegen die Uni- und Regierungspolitik zu stellen und jetzt eine Antikriegsbewegung aufzubauen.

Wir laden nach wie vor alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen mitzudiskutieren und sich an dem Aufbau einer gemeinsamen Bewegung zu beteiligen.

Mach mit!

Du willst teil der Kampagne an den Universitäten sein? Dann vernetze dich mit Studierenden aus ganz Deutschland! Hier gehts zu unserem Vernetzungschat: https://t.me/+K-7xfrFyuptiZGZi

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