Geschichte und Kultur

Rosa Luxemburg, Adler der Revolution

Rosa Luxemburg war eine der hervorragendsten revolutionären Anführer*innen des 20. Jahrhunderts. Sie führte ein Leben für die sozialistische Revolution. Am 15. Januar jährt sich zum 100. Mal ihre Ermordung durch protofaschistische Milizen im Dienst der SPD-Regierung. Am 13. Januar gehen wir ihr zu Ehren und zur Verteidigung ihres Erbes gegen reformistische und stalinistische Vereinnahmung auf die Luxemburg-Liebknecht-Demo.

Rosa Luxemburg, Adler der Revolution

Am 5. März 1871 wurde Rosa Lux­em­burg in Polen geboren. Am 15. Jan­u­ar 1919 wurde sie ermordet. Sie war eine her­aus­ra­gende rev­o­lu­tionäre Per­sön­lichkeit.

Mit 15 Jahren begann sie ihre poli­tis­che Aktiv­ität in Warschau. Ihre Aktiv­ität ging in Zürich weit­er, wo sie kurze Zeit später zu ein­er Anführerin der Sozial­is­tis­chen Partei Polens und Litauens wurde. Am Ende des 19. Jahrhun­derts zog sie nach Berlin, um dort Teil der Sozialdemokratis­chen Partei Deutsch­lands zu wer­den, dem Herzstück der Zweit­en Inter­na­tionale. Dort kon­fron­tierte sie mit ihrer Broschüre „Sozial­re­form oder Rev­o­lu­tion?“ auf the­o­retis­ch­er Ebene den reformistis­chen Revi­sion­is­mus von Eduard Bern­stein.

Der Aus­bruch der ersten Rus­sis­chen Rev­o­lu­tion 1905 beeindruckte​ Rosa Lux­em­burg stark. Sie versuchte​, den deutschen Arbeiter*innen diesen rev­o­lu­tionären Geist zu ver­mit­teln, ent­ge­gen der kon­ser­v­a­tiv­en Hal­tung der SPD-Führung. In den fol­gen­den Jahren stellte​ sich Rosa der par­la­men­tarischen, evo­lu­tiv­en und pas­siv­en Strate­gie der SPD-Führung ent­ge­gen.

Am 4. August 1914 stimmten die sozialdemokratis­chen Abge­ord­neten im Par­la­ment für die Kred­ite für den Ersten Weltkrieg. Die europäis­che Sozialdemokratie ver­ri­et die Sache der Arbeiter*innenklasse und unterstützte​ in jedem Land ihre eigene impe­ri­al­is­tis­che Bour­geoisie. Die Zweite Inter­na­tionale hat­te sich in den Worten Rosa Lux­em­burgs in einen „stink­enden Kadav­er“ ver­wan­delt. Rosa indessen führte​ ihre inter­na­tion­al­is­tis­che Arbeit weit­er, gemein­sam mit Clara Zetkin, Karl Liebknecht, Lenin und Leo Trotz­ki.

Im Jahr 1917 unterstützte​ sie entschlossen die Rus­sis­che Rev­o­lu­tion und die Bolschewi­ki. Ohne auf Dif­feren­zen und Kri­tiken zu verzicht­en – wobei sie zu eini­gen wichti­gen Kri­tikpunk­ten nach ihrem Gefäng­nisaufen­thalt 1918 die Mei­n­ung ändert –, schrieb Rosa: „Die ganze rev­o­lu­tionäre Ehre und Aktions­fähigkeit, die der Sozialdemokratie im West­en gebrach, war in den Bolschewi­ki vertreten. Ihr Okto­ber-Auf­s­tand war nicht nur eine tat­säch­liche Ret­tung für die rus­sis­che Rev­o­lu­tion, son­dern auch eine Ehren­ret­tung des inter­na­tionalen Sozial­is­mus.“

Am 15. Jan­u­ar 1919 – während der Rev­o­lu­tion der Arbeiter*innenräte in Deutsch­land – wur­den Rosa Lux­em­burg und Karl Liebknecht durch Freiko­rps ver­haftet und ermordet. Diese standen im Dienst der sozialdemokratis­chen Regierung von Noske und Ebert.

100 Jahre später wollen wir Rosa, dem “Adler der Rev­o­lu­tion”, und Karl gedenken und ihr Erbe gegen reak­tionäre Geschichts­fälschung und reformistis­che und stal­in­is­tis­che Vere­in­nah­mung vertei­di­gen. Deshalb gehen wir am 13. Jan­u­ar auf die Lux­em­burg-Liebknecht-Demo in Berlin, die um 10 Uhr am Frank­furter Tor startet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.