Hintergründe

Die katalanische Frage – Teil I: 1714–1936

Katalonien, ein reiches Land wie Bayern, das nichts abgeben wolle? Es könnte kaum falscher sein. Im ersten Teil unserer Reihe beschäftigen wir uns mit der Zeit von der Unterwerfung Kataloniens 1714 bis hin zum Ausbruch der Spanischen Revolution 1936.

Die katalanische Frage – Teil I: 1714-1936

Die Geschichte der nationalen Unter­drück­ung in Kat­alonien ste­ht in enger Verbindung mit dem Prozess des langsamen Nieder­gangs des spanis­chen Kolo­nial­is­mus. Zunächst führte dieser Nieder­gang zu ein­er Zen­tral­isierung Spaniens im Gefolge des soge­nan­nten “Spanis­chen Erb­fol­gekriegs”, und später zu ein­er immer größeren Krisen­haftigkeit des neu ent­stande­nen Zen­tral­staats. Die dama­lige Unter­w­er­fung Kat­aloniens unter eine spanis­che Zen­tral­regierung bildete die Grund­lage für die spätere nationale Unter­drück­ung seit dem Aus­gang des spanis­chen Feu­dal­is­mus.

Der “Spanis­che Erb­fol­gekrieg” war ein Kampf zwis­chen ver­schiede­nen europäis­chen Adelshäusern um den Thron in Madrid, der 1700 nach dem Tode des kinder­losen Karl II. ent­bran­nte. Dabei posi­tion­ierte sich der kata­lanis­che Adel an der Seite der britis­chen Monar­chie gegen Frankre­ich. 1714 set­zte sich Frankre­ich durch und instal­lierte Philipp V. als König von Spanien. Die Katalan*innen mussten sehr scharfe Kon­se­quen­zen erdulden: Der neue König hob die tra­di­tionellen regionalen und poli­tis­chen Insti­tu­tio­nen auf, ver­bot die kata­lanis­che Sprache und annek­tierte die Region. Seit­dem gilt der 11. Sep­tem­ber 1714 – der Tag des Falls der Stadt Barcelona – in Kat­alonien als Trauertag.

Der Hin­ter­grund des langjähri­gen Krieges war jedoch nicht nur eine Frage der Erb­folge, auch wenn sein Name in den Geschichts­büch­ern das nahele­gen würde. Er ste­ht viel mehr im direk­ten Zusam­men­hang mit dem all­ge­meinen Nieder­gang des spanis­chen Kolo­nial­is­mus seit dem aus­ge­hen­den 17. Jahrhun­dert. Während­dessen wurde Großbri­tan­nien mehr und mehr zur Welt­macht, vor­angetrieben durch immer größere Kon­trolle über die Meere und die indus­trielle Rev­o­lu­tion. In diesem Prozess der Verän­derung der Kräftev­er­hält­nisse ver­schärften sich in Spanien die ökonomis­chen, sozialen und poli­tis­chen Ver­hält­nisse. Die Folge waren die wirtschaftliche Aus­plün­derung von Kat­alonien, die Schwächung der spanis­chen Monar­chie und repres­sive Maß­nah­men gegen die zunehmende Unzufrieden­heit.

Im 19. Jahrhun­dert sah sich das spanis­che Kap­i­tal gezwun­gen, in Folge ver­loren­er Unab­hängigkeit­skriege auf dem amerikanis­chen Kon­ti­nent und des voran­schre­i­t­en­den britis­chen, franzö­sis­chen und hol­ländis­chen Ein­flusses in die “Heimat” zurück­zukehren. Das trieb im Innern Spaniens eine ver­spätete Indus­tri­al­isierung voran und das mod­erne Pro­le­tari­at ent­stand. Die geschwächte Monar­chie reagierte auf große soziale Unruhen und Proteste, beson­ders seit­ens der kata­lanis­chen und bask­ischen Bevölkerun­gen, außeror­dentlich repres­siv. Zugle­ich hin­ter­fragten die immer stärk­eren Bour­geoisien in Kat­alonien und im Basken­land die Unterord­nung unter die geschwächte spanis­che Monar­chie.

Gegen den zurück­ge­bliebe­nen spanis­chen Kap­i­tal­is­mus und das damit ver­bun­dene zen­tral­isierte Sys­tem, das schon längst ver­fault, kor­rupt und degener­iert war, erhob die kata­lanis­che Bour­geoisie die Fahne des Kata­lanis­mus: Sie forderte regionale Autonomie und begann, sich in kata­lanis­ch­er Sprache zu insti­tu­tion­al­isieren.

Leo Trotz­ki analysierte diese Entwick­lung fol­gen­der­maßen:

Die Ver­spä­tung der ökonomis­chen Entwick­lung Spaniens hat unver­mei­dlich die dem Kap­i­tal­is­mus innewohnende zen­tral­is­tis­che Ten­denz geschwächt. Der Nieder­gang des Indus­trie- und Han­del­swe­sens der Städte und ihrer gegen­seit­i­gen ökonomis­chen Verbindun­gen führte unumgänglich zur Abschwächung der wech­sel­seit­i­gen Abhängigkeit gewiss­er Prov­inzen. Dies ist der Haupt­grund, aus welchem es dem bürg­er­lichen Spanien bis heute nicht möglich war, der Zen­trifu­gal-Ten­den­zen sein­er his­torischen Prov­inzen Herr zu wer­den. Die ärm­lichen Hil­f­squellen der nationalen Wirtschaft und das Gefühl der Beschw­erde in allen Teilen des Lan­des bot den sep­a­ratis­tis­chen Ten­den­zen nahrhaften Boden.

So ent­stand also der kata­lanis­che Nation­al­is­mus: Seine Grund­lage ist die ökonomis­che und poli­tis­che Krise des Zen­tral­staates im Über­gang vom Feu­dal­is­mus zur impe­ri­al­is­tis­chen Epoche.

Klassenkampf und nationale Frage zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Zu Beginn des 20. Jahrhun­derts began­nen ver­mehrt Proteste und Auf­stände gegen die Monar­chie, ange­führt von Anarchist*innen kata­lanis­chen Ursprungs. Die Innen­poli­tik begann sich zu verän­dern: König, Monar­chie, Landbesitzer*innen, Kirche und Aris­tokratie auf der einen Seite — Anarchist*innen, mod­erne Bour­geoisie und die Linke auf der anderen Seite. Allerd­ings spielte die kata­lanis­che Bour­geoisie – wie jede andere Bour­geoisie im 20. Jahrhun­dert – keine fortschrit­tliche Rolle mehr, son­dern schwank­te immer wieder zwis­chen “rev­o­lu­tionär­er” Rhetorik und Pak­ten mit dem feu­dal­is­tis­chen Regime. So ver­suchte die kata­lanis­che Bour­geoisie die Streiks der kata­lanis­chen Arbeiter*innen mit der Hil­fe der spanis­chen Monar­chie zu unter­drück­en: Ein­drück­liche Beispiele sind die Gen­er­al­streiks von Barcelona vom 17. bis zum 23. Feb­ru­ar 1902 und im Jahre 1917.

Der anti­mil­i­taris­tis­che und antikolo­nial­is­tis­che Auf­s­tand der Arbeiter*innen in Barcelona gegen den Krieg gegen Marokko zwis­chen dem 25. Juli und dem 2. August 1909 war ein Höhep­unkt der Unzufrieden­heit der kata­lanis­chen Massen. Die Arbeiter*innen über­nah­men sog­ar für kurze Zeit die Kon­trolle über Barcelona, als sie mit Gen­er­al­streiks, Bar­rikaden und Beset­zun­gen in die Schlacht gegen die Monar­chie und Kirche gin­gen. Der Auf­s­tand wurde ange­führt von Anarchist*innen und Radikalrepublikaner*innen. Auf­grund der bluti­gen Nieder­schla­gung seit­ens der spanis­chen Armee wird diese Woche als „Tragis­che Woche“ beze­ich­net.

Außer­halb der Indus­tri­ere­gio­nen Kat­alonien und Basken­land blieb Spanien bis weit ins 20. Jahrhun­dert größ­ten­teils rück­ständig: Die geschwächte Monar­chie und ihre katholis­che Kirche herrscht­en über eine riesige Bauern­schaft, die in ökonomis­ch­er Hin­sicht ihre exis­ten­zielle Bedro­hung immer stärk­er spürte. Ein zen­traler Stützpfeil­er der Monar­chie war das Mil­itär.

Vor allem in den 1920ern begann das Mil­itär mit der Errich­tung der Mil­itärdik­tatur von Gen­er­al Miguel Pri­mo de Rivera im Jahr 1923 eine entschei­dende Rolle zu spie­len. Die Monar­chie suchte diese Inter­ven­tion enthu­si­astisch, da wed­er die rück­ständi­ge spanis­che Bour­geoisie in der Lage war, eigen­ständig zu han­deln, noch die geschwächte Monar­chie sich den in Auf­stän­den geformten Unruhen der Bäuer*innen und Arbeiter*innen wider­set­zen kon­nte. Eine bona­partis­tis­che Inter­ven­tion, die den­noch nicht erfol­gre­ich war, die Bauern­schaft, ländlich­es und städtis­ches Pro­le­tari­at unter Kon­trolle zu brin­gen. Hinge­gen unter­stützte die kata­lanis­che Bour­geoisie den Mil­itär­putsch aus Angst vor der Radikalisierung der arbei­t­en­den Massen in Kat­alonien. Den­noch schränk­te das Mil­itär­regime die insti­tu­tionellen Rechte Kat­aloniens ein und unter­drück­te die kata­lanis­che Sprache.

Die Zweite Republik (1931–1933): Scheitern der bürgerlich-republikanischen Kräfte

Der Mil­itär­putsch von Gen­er­al Miguel Pri­mo de Rivera war jedoch nicht das Ende der sozialen und poli­tis­chen Polar­isierung, son­dern ver­schärfte die soziale und ökonomis­che Krise. Es war gle­ichzeit­ig die Phase der Großen Depres­sion, der Weltwirtschaft­skrise. Die Macht von Pri­mo de Rivera stand unter großem Druck der Kämpfe der städtis­chen und ländlichen Arbeiter*innen und der Bauern­schaft. Trotz­ki beschrieb diese Phase tre­f­fend:

Der Erfolg der Indus­tri­al­isierung hat die inneren Wider­sprüche keineswegs ver­min­dert. Im Gegen­teil, die Tat­sache, dass Spanien, als neu­trales Land, unter dem Gol­dregen des Krieges sein­er Indus­trie einen neuen Auf­schwung geben kon­nte, ist nach dem Kriege, als die große Nach­frage des Aus­lan­des ver­schwand, die Quelle neuer Schwierigkeit­en gewor­den. Der Aus­lands­markt ist nicht nur ver­schwun­den – die Beteili­gung Spaniens am Welthandel ist jet­zt noch geringer als vor dem Krieg (1,1% gegen 1,2%) – son­dern die Dik­tatur war gezwun­gen, mit Hil­fe der erhe­blich­sten Zollsperre Europas, den Innen­markt gegen den Zus­trom aus­ländis­ch­er Waren zu vertei­di­gen. Die zu hohen Zölle haben eine Preis­er­höhung her­vorgerufen, welche die schon ziem­lich geringe Kaufkraft des Volkes ver­min­dert haben. Aus diesen Grün­den ist die Indus­trie seit dem Kriege in einem Ver­sump­fungszu­s­tand, der sich ein­er­seits durch chro­nis­che Arbeit­slosigkeit und ander­er­seits durch Aus­brüche von Klassenkämpfen bekun­det.

Der Sturz der Monar­chie und die aus­gerufene spanis­che Repub­lik im Jahr 1931 erfol­gten aus dieser Krise. Zunächst erk­lärte Pri­mo de Rivera 1930 seinen Rück­tritt. König Alfons XIII. rief demokratis­che Wahlen aus mit der Hoff­nung, den Über­gang in die Zweite Repub­lik ohne den eige­nen Sturz zu über­leben. Bei den Kom­mu­nal­wahlen vom 12. April 1931 gewan­nen die Republikaner*innen die Mehrheit und einige Tage später floh der König aus dem Land. Bei den Par­la­mentswahlen am 28. Juni 1931 gewan­nen eben­falls die Republikaner*innen die Mehrheit.

Es wurde eine Regierung aus bürg­er­lichen Republikaner*innen und sozialdemokratis­ch­er PSOE gebildet. Es gab abseits von der repub­likanis­chen Regierung die anar­chosyn­dikalis­tis­che CNT, die eine mächtige Rolle inner­halb der Arbeiter*innenbewegung spielte. Sie hat sich gegen jegliche Beteili­gung an den Wahlen aus­ge­sprochen.

Unter den Bedin­gun­gen der ver­schärften weltweit­en Klassenkampf­si­t­u­a­tion ergriff die repub­likanis­che Bour­geoisie die Ini­tia­tive, den spanis­chen Staat mit bürg­er­lich-demokratis­chen Forderun­gen zu mod­ernisieren. Kat­alonien, das Basken­land sowie Gal­izien beka­men Autonomien. Hin­ter diesem Kurs stand die Zielset­zung, sich des ver­fault­en Zen­tral­is­mus zu befreien und die Regio­nen mit den jew­eili­gen sep­a­ratis­tis­chen Ten­den­zen mith­il­fe demokratis­ch­er Refor­men zu inte­gri­eren. Die kata­lanis­che Autonomieregierung stand unter der Führung der bürg­er­lich-nation­al­is­tis­chen Esquer­ra Repub­li­cana und ihrem Vor­sitzen­den Francesc Macià i Llussà, der zunächst die unab­hängige Repub­lik aus­rief, sich aber sehr schnellmit dem Autonomi­es­ta­tus beg­nügte. Die Tren­nung von Kirche und Staat und die Abschaf­fung der kirch­lichen Kon­trolle über die Bil­dung und das Erziehungswe­sen waren zen­trale Forderun­gen der Republikaner*innen. Sie kamen aus der Tra­di­tion der antik­lerikalen Proteste, die teil­weise der­art radikalen Charak­ter hat­ten, dass sog­ar Kirchen in Brand gesteckt wur­den.

Die 1931 aus­gerufene spanis­che Repub­lik kon­nte aber die drin­gen­den Prob­leme der Massen nicht lösen. Im Gegen­teil: Sie ver­suchte, die Arbeiter*innenklasse zum Friedenspakt mit der Bour­geoisie zu drän­gen, um sie zu demo­bil­isieren und sie unterzuord­nen. Denn ihre Angst vor den Massen war stärk­er als ihr Hass gegen die Monar­chie. Die Landarbeiter*innen forderten die Enteig­nung des Groß­grundbe­sitzes und die Kollek­tivierung des Bodens. Die Regierung hinge­gen ver­sprach Refor­men, aber zögerte deren Umset­zung hin­aus. Die Industriearbeiter*innen forderten Lohn­er­höhun­gen, Arbeit­szeitkürzun­gen und die Ent­las­sung der alten Man­ag­er aus ihren Ämtern.

Immer mehr Arbeiter*innen stell­ten sich die Frage der sozial­is­tis­chen Rev­o­lu­tion, die Volks­front stand unter großem Druck der Arbeiter*innenbewegung und der Unruhe des Mil­itärs. Während die bürg­er­liche Regierung das Mil­itär ein­set­zte, um die Streiks und Beset­zun­gen der Arbeiter*innen zu unter­drück­en, ver­stärk­te sie auch dessen Inter­ven­tions­fähigkeit. Die PSOE war in den Augen der Arbeiter*innen auf­grund ihrer Beteili­gung an der Regierung diskred­i­tiert. Der Pre­mier­min­is­ter der repub­likanis­chen Regierung, Aza­ña, musste zurück­treten, da die Regierung die Krisen­si­t­u­a­tion nicht ver­wal­ten kon­nte. Bei den Wahlen im Novem­ber 1933 gewan­nen die reak­tionär-klerikalen Recht­en die Mehrheit. Unter Führung von Ale­jan­dro Ler­roux von der Radikal-Repub­likanis­chen Partei (PRR) bildete sich die Regierung. Doch die stärk­ste Kraft war CEDA, das Bünd­nis Autonomer Rechter – ein Bünd­nis von klerikalen, monar­chis­tis­chen, bürg­er­lichen und faschis­tis­chen Grup­pen unter der Führung von José María Gil-Rob­les. CEDA tolerierte die Ler­roux-Regierung.

Seine ersten Maß­nah­men im Jahr 1934 bein­hal­teten, die bürg­er­lich-demokratis­chen Refor­men rück­gängig zu machen, die Löhne zu drück­en und die Macht der Kirche wieder­herzustellen. Wieder war Kat­alonien eine Zielscheibe der Unter­drück­ung, aus­ge­hend von der poli­tis­chen Krise im Spanis­chen Staat. Während­dessen wartete Gil-Rob­les auf den richti­gen Moment, um die Macht zu übernehmen und ver­bre­it­ete in die Öffentlichkeit die Forderung der Abschaf­fung der Repub­lik.

Die zehnstündige katalanische Republik

Die Führun­gen der PSOE und der ihr nah­este­hen­den Gew­erkschaft UGT waren unter großem Druck der sich radikalisieren­den Basis. Die anar­chosyn­dikalis­tis­che CNT war zwar die stärk­ste Kraft inner­halb der Arbeiter*innenbewegung, aber auch die sozialdemokratis­che UGT gewann auf­grund ihrer Linkswende neue Arbeiter*innen. In der Folge grün­de­ten die Arbeiter*innenorganisationen UGT und CNT die Front der Arbeiter*innen (Alian­za Obr­era): eine Ein­heits­front, um sowohl den recht­en Vor­marsch zu stop­pen als auch die Frage der Machter­oberung aufzuw­er­fen.

1934 hat­ten die Arbeiter*innen in den Berg­bauzen­tren von Asturien den Gen­er­al­streik aus­gerufen und sich bewaffnet: Denn als CEDA in das Kabi­nett ein­zog, herrschte mas­sive Unruhe inner­halb der Arbeiter*innen. Eine rev­o­lu­tionäre Sit­u­a­tion begann, in der die Arbeiter*innenmilizen der Ein­heits­front die Guardia Civ­il ent­waffneten und ihre Kon­trolle über die regionale Haupt­stadt Oviedo und weit­ere Städte erk­lärten. Doch die Armee unter Gen­er­al Fran­co mas­sakri­erte die Arbeiter*innen: 3000 Men­schen wur­den ermordet und Zehn­tausende wur­den ver­haftet.

Auch die Katalan*innen reagierten auf den Ein­tritt der CEDA in die spanis­che Regierung: Am 6. Okto­ber 1934 rief Lluís Com­pa­nys, Anführer der Esquer­ra Repub­li­cana de Catalun­ya (ERC, Repub­likanis­che Linke Kat­aloniens) und Regierung­spräsi­dent Kat­aloniens, die Repub­lik Kat­alonien aus. Die rechte Regierung ver­haftete in Zusam­me­nar­beit mit der Armee die gesamte kata­lanis­che Regierung. Die Repub­lik hat­te nur zehn Stun­den gedauert, wurde danach mil­itärisch unter­drückt – mit dem Ergeb­nis, dass 80 Men­schen getötet wur­den. Denn während sich in Asturien die Arbeiter*innen bewaffneten, ver­weigerte die bürg­er­liche Regierung um Com­pa­nys aus Angst vor der unab­hängi­gen Rolle der Arbeiter*innen die Bewaffnung von Arbeiter*innenmilizen zur Vertei­di­gung der Repub­lik. Ohne bewaffnete Vertei­di­gung hat­te die kata­lanis­che Repub­lik jedoch keine Chance.

Im zweit­en Teil der Artikel­rei­he geht es um die spanis­che Rev­o­lu­tion und die Rolle der nationalen Frage in Kat­alonien.

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