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„Weinachtsgeschenke“ vom Kapital – Benko und das schnelle Geld

Früher sagte man immer, dass das Geld auf der Straße läge. René Benko zeigt uns im Jahr 2020 wie es gemeint ist und schmeißt tausende Mitarbeiter:innen auf die Straße!

Nichts gegen Kraken... Also die aus dem Tierreich. Bildquelle: Shutterstock

Wie kann man am schnellsten Geld machen, vor allem mitten in einer Krisenzeit und Pandemie? Richtig! Man nehme einen skrupellosen Investor und Immobilienriesen, gute Kontakte zur Politik und das gewisse Know-How wie man kurz vor der Weihnachtszeit tausende Mitarbeiter auf die Straße setzen kann, während man sich hinter der Opferrolle versteckt.

Die Insolvenzzeit von Galeria Kaufhof/Karstadt ist nun vorbei und wie aus dem Nichts ist auch das ganze Geld, das vorher in den Brunnen gefallen war, wieder aufgetaucht… Nachdem man zuvor 42 Filialen geschlossen hatte und tausende Mitarbeiter:innen in die Arbeitslosigkeit schickte. Das Ganze ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich heutzutage nicht darauf verlassen kann, dass Reiche spendabel sind. Viel mehr geht es um das eigene Image, mit Beziehungen die genutzt werden, um noch reicher zu werden – mit allen erdenklichen Mitteln.

Es zeigt sich also, dass man mit einem großen Vermögen noch reicher wird, während der Großteil der Bevölkerung, etwa 85%, nur 10% davon besitzen. Das Geld vermehrt sich einfach von selbst weiter, wenn man ein gewisses Level an Reichtum erreicht hat. Man kauft Immobilien, deren Wert steigt, man bekommt Zinsen dafür das man das Geld liegen lässt, man kauft sich irgendwo ein und schmeißt dann erstmal alle Mitarbeiter:innen raus und ersetzt sie durch billigere mit neuen, schlechteren Verträgen. Und man bekommt hier und dort ein paar Millionen wenn man sich gegenseitig unter die Arme hilft und die Augen verschließt. Es ist also ab einem bestimmten Wert nahezu unmöglich pleite zu gehen. Aber mit ein paar Tricks, etwas Spucke und viel Zauberei kann man so tun, als wäre man pleite, um seine Ideen die man hat umzusetzen und sogar Schutzschirmzeiten von 5 Jahren zu umgehen. Das Ganze funktioniert prima, wenn man Bekannte in der Politik sitzen hat, die einfach mal die Augen zudrücken, während man Geld auf dem Rücken anderer scheffelt.

René Benko schlug im Jahre 2020 viele Wege ein, um an Geld zu kommen und seine Gewinne zu maximieren. So beantragte er schon im März eine Staatshilfe für das angeblich angeschlagene Galeria Kaufhof/Karstadt Unternehmen und entlässt von Juli bis November tausende Mitarbeiter:innen. Auch ein 5-jähriger Schutzschirm-Vertrag schreckte ihn nicht ab, und er meldete über die Signa Insolvenz an. Und dass, obwohl er selbst Milliarden auf seinem Konto hat. Das war ihm aber noch nicht genug, und so zählte er sich und seinen Aktionär:innen 100 Millionen aus – nachdem alles abgewickelt war. Von Mitgefühl in dieser schweren Zeit und zur angeblich besinnlichen Zeit gab es kein Anzeichen, im Gegenteil! Nun hat sich René Benko sogar noch einen 30 Millionen Euro teuren Jagdgut Wald gekauft, damit er seine geheimen Geschäfte bald während der Jagd besprechen kann. Ohne das man etwas mitbekommt. Wie kann es sein, dass man soviel Gelder locker hat, um Land und Immobilien zu kaufen aber kein Geld für die eigenen Mitarbeiter:innen da sind?

Schluss mit dieser Willkür und Misswirtschaft auf den Rücken der Arbeitnehmer:innen und endlich mal klare Gesetze, die diese Untaten unterbinden. Es kann nicht sein das sich ein Milliardär die Taschen füllen lässt während andere darunter leiden.

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