Kämpfen lohnt sich: Inés kriegt 30.000 Euro von der tjfbg

03.08.2025, Lesezeit 2 Min.
Gastbeitrag

Wir spiegeln ein Statement des Solidaritätskomitees #WirSindInés.

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Foto: Maxi Schulz

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass die Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) sie fristlos kündigte. Zuvor hatte sie Betriebsratswahlen organisiert und auf die Möglichkeit, sich gewerkschaftlich zu organisieren, aufmerksam gemacht.

Offiziell begründet wurde ihr Rauswurf u. a. damit, dass sie die Sozialkürzungen in Berlin-Neukölln kritisiert hatte. Dies gefährde die Geschäftsbeziehung zum Bezirksamt Neukölln.

Auch wurde behauptet, Inés hätte zum wilden Streik aufgerufen während sie in Wirklichkeit auf eine Kundgebung gegen die Einsparungen hingewiesen hatte.

Jetzt ist der Gerichtsprozess vorbei und sie hat vom Unternehmen 30.000 Euro brutto Abfindung bekommen. Das sind 21.478 Euro netto. Mehr als ein Drittel davon ist Lohn, den das Unternehmen ihr nachzahlen musste.

Der Rest ist die tatsächliche Abfindung. Für eine Sozialarbeiterin viel Geld. Sie wird es z. T. an Streikkassen spenden. Zur tjfbg zurückkehren mag Inés nicht: „Ich hatte kurz vor dem zweiten Gerichtstermin einen neuen Job als Sozialarbeiterin an einer anderen Neuköllner Schule begonnen, in dem ich sehr glücklich bin“, so Inés.

„Ich bin froh, dass ich mir das nicht gefallen lassen habe. Dass wir juristisch, politisch und öffentlich dagegen vorgegangen sind und geklagt haben. Für eure Solidarität bin ich euch unendlich dankbar. Nur so konnten wir gewinnen“ – Inés Heider

Kämpfen lohnt sich!

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