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Wacken im Wassermassen-Wahnsinn: Ist die Klimakatastrophe Schuld?

Dauerregen bringt das Wacken-Festival in Not. Steckt der Klimawandel hinter dem Chaos oder ist es nur eine normale Naturerscheinung?

Wacken im Wassermassen-Wahnsinn: Ist die Klimakatastrophe Schuld?
Foto: Andreas Schwarz

Das Metal-Festival Wacken hat aufgrund von anhaltendem Dauerregen einen absoluten Anreise- und Einlassstopp angekündigt. Die Veranstalter bitten die Besucher:innen, ihre Anreise entweder abzubrechen oder gar nicht erst anzutreten. Informationen zur Erstattung der Tickets werden so schnell wie möglich bekannt gegeben.

Der anhaltende Dauerregen wirft die Frage auf, ob der Klimawandel eine Rolle dabei spielt. Nach den sommerlichen Dürren der vergangenen Jahre scheint sich das Wetter hierzulande in diesem Jahr in die andere Richtung zu entwickeln. Schon Ende Juni wurden heftige Überschwemmungen beobachtet, ganze Straßen standen in Kassel unter Wasser und nur wenige Tage später, am 24. Juli, verzeichnete Berlin über 350 Feuerwehreinsätze aufgrund der Wassermassen.

Es gibt eine wachsende Häufung von Extremwettererscheinungen wie Starkregen, schweren Gewittern, orkanartigen Windböen, Tornados und Hurrikans, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden können. Obwohl es schwierig ist, einen direkten Zusammenhang zwischen einem einzelnen extremen Ereignis und dem Klima herzustellen, deuten die beobachteten Häufungen solcher Ereignisse darauf hin, dass die Annahme vieler Klimaforscher:innen stimmt: Extremwetter nimmt mit steigenden Temperaturen zu.

In Anbetracht der Ereignisse der vergangenen Wochen sowie den knapp 85.000 erwarteten Besucher:innen in Wacken sind jetzt dringende Maßnahmen erforderlich. Dies zeigt, dass massive Investitionen in den Klimaschutz sowie schnelle und unbürokratische Hilfen für alle Betroffenen des Dauerregens absolut notwendig sind. Statt weitere Millionen in die Naturzerstörung wie in Lützerath oder den Ausbau der klimazerstörerischen Bundeswehr zu stecken, sollte der Ausbau eines zivilen Katastrophenschutzes Priorität haben. Die Bewältigung der drängenden Probleme erfordert eine Klimabewegung in Verbindung mit der Arbeiter:innenklasse, um eine demokratisch geplante sozialistische Planwirtschaft durchzusetzen, die die Natur schützt und die Profitlogik überwindet. Der Kapitalismus zerstört den Planeten, lasst uns den Kapitalismus zerstören.

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3 thoughts on “Wacken im Wassermassen-Wahnsinn: Ist die Klimakatastrophe Schuld?

  1. Paul Pfundt sagt:

    „Es gibt eine wachsende Häufung von Extremwettererscheinungen.“

    Eure Aussage ist falsch. Es ist ohnehin skandalös, dass Ihr es nicht für nötig erachtet, Statistiken und Daten zu berücksichtigen. Diese sind im Internet heute für Jeden leicht verfügbar. Die offiziellen (!) Datentreihen zeigen KEINE Zunahme von Extremwettern weltweit. Das stellte sogar der 5. Bericht des IPPC fest. Ihr habt schlicht keine Ahnung von der Sache. Informiert Euch gefälligst, bevor Ihr andere Leute beeinflusst!!! Ihr wisst offenbar nicht, was eine materialistische Weltbetrachtung ist – und das nennt sich „marxistisch“.

    1. Stefan Schneider sagt:

      Die folgende Statistik ist zwar von 2021, aber dennoch aussagekräftig: „Die WMO kommt zu dem Schluss, dass Extremwetter heute vier bis fünf Mal so häufig auftritt wie noch in den 1970er-Jahren und sieben Mal so hohe Schäden anrichtet.“ https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimawandel-extremwetter-101.html

      1. Hanns Graaf sagt:

        1. können Extremwetter alles mögliche sein, nicht nur außergewöhnliche Niederschläge; 2. ist die WMO eine typische Alarmisten-Vereinigung, die nicht immer wissenschaftlich seriös ist; 3. stellt der AR 5 des IPCC ausdrücklich fest, dass es keinen globalen Trend zu mehr Extremwetter gibt. Was stimmt nun? Eure Methode, sich auf Aussagen zu beziehen, die Eure Position stützt, ist unseriös. Ihr müsst schon verschiedene Quellen nutzen, aber das ist Euch zu viel Arbeit. Dogmen pflegen ist natürlich leichter – nur mit Wissenschaft und Materialismus hat das nichts zu tun.

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