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TVStud: „1. Mai heißt Arbeits­kampf!“

Die studentischen Beschäftigten waren im Jugendblock der Gewerkschaftsdemo am 1. Mai in Berlin stark vertreten. Mit kämpferischer Attitüde kündigten sie ihren Streik- und Aktionstag am 4. Mai an.

TVStud:

Mehr als 50 studentische Beschäftigte reihten sich am Vormittag in den Block der Gewerkschaftsjugenden zum 1. Mai ein. Gemeinsam mit vielen Jugendlichen und jungen Arbeiter*innen, die besonders stark von steigenden Mieten, schlechten Arbeitsbedingungen und miesen Löhnen betroffen sind, zeigten sie ihre Entschlossenheit, einen neuen Tarifvertrag zu erstreiken.

Die DGB-Demo, die wie im vergangenen Jahr laut Veranstalter*innen etwa 14.000 Teilnehmer*innen hatte, war von vielen kämpferischen Kolleg*innen geprägt, die sich gerade im Arbeitskampf oder ähnlichen Auseinandersetzungen befinden. Neben den TVStud-Kolleg*innen waren das unter anderem die Beschäftigten der Vivantes Service GmbH und die Therapeut*innen von Vivantes, die Pfleger*innen der Charité, die Berliner Feuerwehr, und viele weitere. Ihnen allen war klar, dass sie nicht nur zum Spaß haben und Sonne genießen gekommen waren. Stattdessen lautete das Motto der studentischen Kolleg*innen heute: „1. Mai heißt Arbeitskampf! TVStud, wir machen Dampf!“

„Das Ange­bot war blan­ker Hohn! Wir wol­len mehr Lohn!“

Auf der Bühne versuchte der Regierende Bürgermeister Michael Müller, die anwesenden Arbeiter*innen zu beschwichtigen, in dem er ihnen von den Errungenschaften seiner Regierung erzählte und versprach, sich weiter für die Beschäftigten einzusetzen. Doch bei den studentischen Hilfskräften kam das nur als Spott an. Denn auch das letzte Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbands am vergangenen Freitag war ein Witz – die geforderte TV-L-Ankopplung ist immer noch nicht dabei, die Gegenseite „spielt auf Zeit“. Die studentischen Beschäftigten zeigten auch auf der Bühne, was sie davon halten: „17 Jahre Lohnstillstand sind genug! Studentische Beschäftigte der Berliner Hochschulen fordern Anbindung an den TV-L“.

„TVStud und VSG, Arbeit­ge­ber in die Spree!“

Deshalb treten die TVStud-Aktivist*innen am Freitag erneut in den Streik. Dabei werden sie nicht alleine sein: Beschäftigte vieler Berliner Betriebe im öffentlichen Bereich – Krankenhäuser, Botanischer Garten, Technikmuseum, Musikschulen und viele mehr – werden gemeinsam mit TVStud einen Aktionstag unter dem Motto „TVÖD/TV-L für alle!“ durchführen. Für eine große Demo und ein anschließendes Konzert verteilten sie hunderte Flyer auf der Demo.

Denn sie wissen, dass sie nur gemeinsam siegen können. Ansonsten werden sich die Bosse und der Berliner Senat, der letztlich die politische Verantwortung trägt, immer wieder die Schuld für die Hinhaltetaktik gegenseitig in die Schuhe schieben. Deshalb skandierten die studentischen Aktivist*innen: „TVStud und VSG, Arbeitgeber in die Spree!“

 

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