Frauen und LGBTI*

Gibt es Sexismus gegen Männer?

Auch über Männer werden Witze gerissen, manche von ihnen erfahren Gewalt oder Übergriffe, werden unfreiwillig sexualisiert. Das ist schrecklich. Aber handelt es sich hierbei um Sexismus?

Gibt es Sexismus gegen Männer?

Manch­mal gehe ich gerne auf Par­tys, auf denen keine Män­ner sind. Oder ich disku­tiere gerne mit anderen Frauen* über poli­tis­che The­men, ohne Män­ner, auch wenn sie noch so inter­essiert, gebildet und nett sind. Ein Bekan­nter hat mir deshalb ein­mal vorge­wor­fen, sex­is­tisch gegen Män­ner zu sein. Meine Antwort war: „Ich denke nicht, dass es Sex­is­mus gegen Män­ner gibt“. Daraufhin zählte er mir empört Fälle auf, die mir das Gegen­teil beweisen soll­ten: Auch Män­ner erfahren häus­liche Gewalt durch Partner*innen. Männliche Kör­p­er wer­den manch­mal sex­u­al­isiert, ohne dass sie das wollen. Über Män­ner wer­den Witze geris­sen, wenn sie nicht stereo­typ männlich genug sind. Sie ster­ben im Schnitt früher und müssen in vie­len Län­dern Mil­itär­di­enst leis­ten. Das ist alles wirk­lich schlimm. Aber ist es Sex­is­mus?

Sexismus = Vorurteil + Macht

Ich habe ein­mal eine Formel gehört, die sich mir eingeprägt hat: Sex­is­mus ist Vorurteil plus Macht. Das heißt, dass nicht jed­er unan­genehme oder ver­let­zende Vor­fall, der etwas mit dem Geschlecht zu tun hat, sex­is­tisch ist. Es muss dazu auch noch eine klare Struk­tur geben, die ein Geschlecht regelmäßig und sys­tem­a­tisch benachteiligt.

Die Benachteili­gung und Unter­drück­ung von Frauen* und Mäd­chen* ist in unser­er Gesellschaft sys­tem­a­tisch: Gewalt und Sex­u­al­isierung ihrer Kör­p­er wird durch Wer­bung, Filme, Witze und Gespräche immer wieder als nor­mal dargestellt. Ihnen wird weniger zuge­hört und nicht so viel Wis­sen und Intel­li­genz zuge­traut wie Män­nern. Sie ver­di­enen im Schnitt knapp ein Vier­tel weniger. Sie wer­den durch ver­schieden­ste Rol­len­vorstel­lun­gen und wirtschaftliche Mech­a­nis­men immer wieder dazu gebracht, mehr unbezahlte Hausar­beit zu leis­ten und in beson­ders schlecht­en (Halbzeit-)Jobs zu arbeit­en.

Alle doofen Witze, alle Vor­fälle von sex­ueller Gewalt und jede ungerechte Behand­lung am Arbeit­splatz, die Frauen betr­e­f­fen, sind also Teil eines großen Ganzen. Sie entste­hen, weil in unser­er Gesellschaft Frauen unter­drückt wer­den und tra­gen eben­falls zur Aufrechter­hal­tung der Unter­drück­ung bei. Diese Hand­lun­gen wer­den sog­ar teils geduldet und gefördert, weil die Unter­drück­ung von Frauen prof­ita­bel für Kapitalist*innen ist.

Von Witzen und Gewalt an Männern

Es wer­den aber wie gesagt auch Witze über Män­ner gemacht; sie erfahren Gewalt und unfrei­willige Sex­u­al­isierung. Das ist schlimm – aber es ist nicht Teil ein­er sys­tem­a­tis­chen Unter­drück­ung von Män­nern. Deshalb ist es nicht sex­is­tisch. Denn Män­ner füllen in unser­er Gesellschaft die aller­meis­ten machtvollen Posi­tio­nen aus – sei es im Staat, der Wirtschaft oder in der eige­nen Fam­i­lie und in der Freund*innenclique. Dabei prof­i­tieren einige Män­ner mehr davon – die Kap­i­tal­is­ten, die so die Arbeiter*innenklasse spal­ten und ihre Prof­ite erhöhen – und andere weniger – Arbeit­er, die zwar in ihrem Pri­vatleben einige Priv­i­legien gegenüber Frauen haben, aber let­ztlich unter der Spal­tung ihrer Klasse lei­den.

Oft haben Witze und Angriffe auf Män­ner dabei trotz­dem einen sex­is­tis­chen Hin­ter­grund – weil sie Män­ner dafür bestrafen, zu „weib­lich“ zu sein. Da Frauen in unser­er Gesellschaft unter­drückt wer­den, gilt „frauen­typ­is­ches“ Ver­hal­ten als weniger wertvoll. Män­ner sollen sich laut den herrschen­den Vorstel­lun­gen dafür glück­lich schätzen, Män­ner sein zu dür­fen. Wenn sie sich dann doch „weib­lich“ ver­hal­ten, stellt das öffentlich die Gle­ichung „Männlich sein gle­ich bess­er und wichtiger sein“ und eine klare Rol­len­verteilung in Frage und das kann nicht hin­genom­men wer­den. Inter­es­san­ter­weise sind dabei meis­tens auch Män­ner die Täter.

Es entste­hen auch Nachteile für Män­ner dadurch, dass ihnen die Rolle des dom­i­nan­ten Mack­ers und Fam­i­lienernährers zugewiesen wird: Jungs dür­fen keine Gefüh­le zeigen. Väter ver­brin­gen weniger Zeit mit ihren Kindern. Män­ner ster­ben im Schnitt früher, unter anderem weil es stres­sig ist, der Hauptver­di­ener zu sein. Ganz zu schweigen davon, was Kriegs- und Mil­itär­di­enst mit Män­nern anrichtet. Das ist die Kehr­seite ein­er Medaille, die Män­nern son­st viele Vorteile und Priv­i­legien ein­bringt.

Kampf dem Sexismus!

Klar ist, dass Män­ner – in unter­schiedlichem Aus­maß – Priv­i­legien besitzen. Die machen sie aber nicht unbe­d­ingt glück­lich, weil sie auch Män­ner in enge Rollen pressen. Der Kampf gegen die Fraue­nun­ter­drück­ung und damit gegen diese Rollen bringt also auch Verbesserun­gen in der Leben­squal­ität von Män­nern mit sich, obwohl er gegen ihre kurzfristi­gen Inter­essen geführt wird.

Länger­fristig liegt dieser Kampf deswe­gen klar im Inter­esse aller Män­ner — außer jen­er der herrschen­den Klasse — weil Sex­is­mus zur Spal­tung führt. Diese Spal­tung rückt den Sieg über den Kap­i­tal­is­mus in weite Ferne. Und der Kap­i­tal­is­mus bietet auch für die Masse der Män­ner nur knall­harte Aus­beu­tung, gepaart mit dem ungenü­gen­den Zuck­er­stück, Frauen unter­drück­en zu dür­fen.

Um gegen Fraue­nun­ter­drück­ung zu kämpfen, braucht es die Selb­stor­gan­isierung von Frauen*. Frauen* müssen die Möglichkeit haben, sich über ihre Unter­drück­ung und die Strate­gien des Kampfes dage­gen bewusst zu wer­den. Sie müssen eigene Forderun­gen auf­stellen kön­nen. Deshalb war es vielle­icht ärg­er­lich für meinen Bekan­nten, nicht mit mir und den anderen Frauen* bei diesem einen Work­shop disku­tieren zu dür­fen. Aber let­z­tendlich kön­nen nur so wir bei­de befre­it wer­den.

Und noch eine kurze Nachbe­merkung: Manch­mal reagiere ich auf die Aus­sage, es gäbe Sex­is­mus gegen Män­ner aggres­siv­er, als es nötig wäre. So wie mir geht es sich­er eini­gen. Das liegt daran, dass diejeni­gen, die am lautesten „Das ist sex­is­tisch gegen Män­ner!!!“ schreien, oft soge­nan­nte Män­nerrechtler sind. Sie benutzen diesen Aus­ruf, um jegliche Diskus­sion über Gewalt und Benachteili­gung von Frauen zu erstick­en. Für sie ist es sex­is­tisch, wenn ich sage, dass viele Frauen Gewalt durch Män­ner erfahren, weil sie behaupten, ich würde damit sagen, alle Män­ner seien Verge­waltiger. Ihnen geht es nicht darum, das Leben von Män­nern zu verbessern. Sie wollen eigentlich nur das Recht der Män­ner, Frauen zu unter­drück­en, vertei­di­gen.

22 thoughts on “Gibt es Sexismus gegen Männer?

  1. seinswandel sagt:

    Ein Prob­lem mit dieser Diskus­sion ist, dass der Begriff ‘Sex­is­mus’ so bre­it ver­wen­det wird. Oft wer­den z.B. frauen­feindliche Äußerun­gen als sex­is­tisch beze­ich­net. Dieser Sprachge­brauch ist weit ver­bre­it­et. Ich würde mit dem Begriff Sex­is­mus eine struk­turelle Diskri­m­inierung auf Grund des Geschlechts beze­ich­nen, also eine eine sys­tem­a­tis­che, regel­hafte, andauernde, struk­turelle Benachteili­gung oder Her­ab­würdi­gung auf Grund der Kat­e­gorie Geschlecht. Das deckt sich weitest­ge­hend mit der Formel Vorteil+Macht. Das bet­rifft meines Eracht­ens zwar mehrheitlich aber nicht nur Frauen. Män­ner sind beispiel­sweise deut­lich häu­figer von Gefäng­nis­strafen und Obdachlosigkeit betrof­fen. Das wäre ein typ­is­ches Beispiel für eine sozial-struk­turelle Benachteili­gung wie es etwa auch die gerin­gere Ent­loh­nung von Frauen ist. Die Aus­sage “Män­ner sind priv­i­legiert” finde ich daher in dieser Pauschal­ität nicht zutr­e­f­fend. Präzis­er wäre es zu sagen, Män­ner sind mehrheitlich oder im Durch­schnitt im Ver­gle­ich zu Frauen in ein­er priv­iligierten Posi­tion.
    Nach­dem der Co-Pilot das Flugzeug in den Alpen zum Absturz brachte und damit sich und alle Insassen tötete, forderte Luise Pusch in der Emma eine Frauen­quote für Cock­pits. Sie stellte damit männliche Piloten unter einen Massen­mörder-Gen­er­alver­dacht, dem durch die Anwe­sen­heit ein­er Frau Abhil­fe geschaf­fen werde könne. Das wäre ein Beispiel für eine män­ner­feindliche Äußerung.

  2. vonStaatsSexismusBetroffener sagt:

    Ihre Mei­n­ung kann ich so gar nicht teilen. Ich erfahre täglich was Sex­is­mus gegen Män­ner bedeutet, wenn ich meine Tochter nicht sehen darf. 90% der “allein­erziehen­den” sind Frauen. Das ist staatlich gefördert­er Sex­is­mus gegen Män­ner, der sich ganz leicht aus ihrer propagierten der Formel SEXISMUS=VORURTEIL+MACHT ergibt. VORUTEILe ->“Die wichtig­ste Bezugsper­son für das Kind ist die Mut­ter”, “Väter küm­mern sich doch eh nicht um ihre Kinder”, usw. die Anzahl an Vorurteilen bezüglich Kinder und Kinde­serziehung der man sich als Mann in unser­er Gesellschaft aus­ge­set­zt sieht ist extrem groß und vol­lkom­men in den Köpfen der Staat­sor­gane und Beratung­sor­gan­i­sa­tio­nen ver­ankert. MACHT: Die alleinige Macht bei der Kinde­serziehung liegt bei der “allein­erziehen­den” Mut­ter. Fam­i­lien­gerichte, Jugendämter und Beratun­gen sind bei einem Infor­ma­tion­s­stand aus den 50er Jahren. Das dies anders geht beweisen Län­der wie Frankre­ich, Bel­gien, Ital­ien, Tschechien, Slowakei, Däne­mark, Schwe­den, Nor­we­gen, Spanien, Griechen­land, USA, Kana­da und Aus­tralien in denen das Wech­selmod­ell zum Umgang geset­zlich ver­ankert ist. Das in Deutsch­land prak­tizierte Res­i­denz­mod­ell ist ein­fach nur Kinder- und Män­ner­feindlich.

    Im Übri­gen wurde ich schon per­sön­lich von Rich­terin­nen vom Fam­i­lien­gericht durch klar sex­is­tis­che Äußerun­gen vor den Kopf gestoßen.

    Auch die Tat­sache, dass man als une­he­lich­er Vater in Deutsch­land einen Antrag auf Sorg­erecht stellen darf und nicht von Geburt und mit Annerken­nung der Vater­schaft das Sorg­erecht, wie in den meis­ten Län­dern der Welt üblich, erhält, ist ganz klas­sis­ch­er Sex­is­mus von Staatswe­gen. So ein­er Art des Sex­is­muss­es von Staatswe­gen sieht sich eine Frau in Deutsch­land nicht aus­ge­sezt.

    1. Emil Nutsch sagt:

      Das ist kein Sex­is­mus, das ist Schutz. Irgend­wie müssen die Kinder & Müt­ter ja geschützt wer­den und das finde ich gut. Keine*r weiß, warum sie ihre Kinder im Moment nicht sehen dür­fen.

  3. nora sagt:

    Ich möchte die Diskus­sion die ich hier (https://www.klassegegenklasse.org/deutsche-justiz-bestraft-frau-dafuer-ihre-legalen-rechte-auszuueben-gina-lisa-verurteilt/?rkj=1) mit angestoßen habe, bei diesem Artikel fort­führen, da dies gut aufeinan­der auf­baut:

    1. Ich möchte die Über­legun­gen der Autorin unter­stützen, dass es für eine struk­turelle Diskuri­m­inierung eine struk­turellen Bau braucht. Diskri­m­inierung ist nun­mal nicht gle­ich Unter­drück­ung. So far.

    Beson­ders möchte ich diesen Satz her­vorheben: “Länger­fristig liegt dieser Kampf deswe­gen klar im Inter­esse aller Män­ner – außer jen­er der herrschen­den Klasse – weil Sex­is­mus zur Spal­tung führt. Diese Spal­tung rückt den Sieg über den Kap­i­tal­is­mus in weite Ferne. Und der Kap­i­tal­is­mus bietet auch für die Masse der Män­ner nur knall­harte Aus­beu­tung, gepaart mit dem ungenü­gen­den Zuck­er­stück, Frauen unter­drück­en zu dür­fen.”

    Und hinzufü­gen: Nicht nur aus Klassen­per­spek­tive, son­dern auch aus ein­er anti-patri­ar­chalen Per­spek­tive haben Män­ner ein EIGENES Inter­esse sich gegen patri­ar­chale Scheiße zu wehren (siehe meinen anderen Kom­men­tar).

    Was ich nicht ver­ste­he ist, wie die Autorin hier­auf kommt:

    2. “Um gegen Fraue­nun­ter­drück­ung zu kämpfen, braucht es die Selb­stor­gan­isierung von Frauen*. Frauen* müssen die Möglichkeit haben, sich über ihre Unter­drück­ung und die Strate­gien des Kampfes dage­gen bewusst zu wer­den. Sie müssen eigene Forderun­gen auf­stellen kön­nen. Deshalb war es vielle­icht ärg­er­lich für meinen Bekan­nten, nicht mit mir und den anderen Frauen* bei diesem einen Work­shop disku­tieren zu dür­fen. Aber let­z­tendlich kön­nen nur so wir bei­de befre­it wer­den.” Aus der Analyse fol­gt NICHT zwangsläu­fig eine NOTWENDIGE seper­ate ‘Frauenor­gan­isierung’. Ich finde es wichtig, wie die Autorin beschreibt, dass sich Frauen auch selbtor­gan­isieren dür­fen, dass sich Men­schen die aus x grün­den einen gemein­samen Raum brauchen, diesen auch bekom­men. Daraus fol­gt aber keine Bewe­gung. Son­dern ggf. halt nur ein Aus­tausch.

    Ja, auch ich finde es manch­mal angenehm mich nur unter Frauen zu bes­timmten The­men auszu­tauschen. Wenn diese Räume entste­hen dann meist um The­men bezo­gen auf unser Erleben als Frauen in dieser Gesellschaft zu disku­tieren. Ich verabrede mich mit Genoss*innen um z.B. über Strate­gien im Umgang mit street harass­ment zu sprechen, aber auch um sie zu insi­prieren als Frauen, als Kom­mu­nistin­nen etwas zu tun. Männliche Genossen haben das gan­za ndere Ein­greifmöglichkeit­en. Meist weniger, denn: Män­ner wer­den leichter von anderen Män­nern ver­bal und physisch ange­grif­f­en als Frauen. Und viele männliche Genossen wollen nicht pater­nal­is­tisch auf Sex­is­mus reagieren. Und dafür brauchen wir dann doch ziem­lich bald gemein­same Räume mit den Genossen: Was kön­nen wir tun? Punk­tuell aber auch langfristig? Was für eine Art The­o­rie und Prax­is braucht es als Marxist*innen um Antworten auf z.B. sex­is­tis­che Gewalt gegen Frauen(*) zu find­en?

    Die Möglichkeit unter­schieldich­er (erfahrungs-)Räume um den Aus­tausch zu bes­timmten The­men teils erst möglich zu machen ist wichtig. Daraus entste­ht für mich aber noch keine Frauen­be­we­gung. Wo bleiben dann die Män­ner? Sol­lenw ir als Frauen(*) die Män­ner mit­be­freien? Müssen sie das nicht sel­ber als Arbeit­er(*) tun?

    2. Ein Prob­lem was bere­its sein­swan­del vor eini­gen Monat­en ange­merkt hat, sehe ich auch: Die Pauschal­isierung von ALLEN Män­nern als priv­iligiert. Das ist gefährlich, da auch hier wieder Mono­lithen geschaf­fen wer­den. Es ist nicht ein­fach nur “schlimm” dass viele Män­ner sich mit patri­ar­chalen Annah­men (“Män­ner sind stärk­er”, “Män­ner ver­di­enen schon das Geld”) rum­schla­gen müssen. Auch das hat Sys­tem udn geht — wie von der Autorin richtig beschrieben — zu der anderen Seite der Medaille die Män­nenr auch unglaublich viel soziale Macht über Frauen(*) und Kindern ein­räumt. Das macht das Ganze zwar nicht sex­is­tisch, da stimme ich auch zu, sollte aber genau­so von uns als Revolutionär*innen bekämpft wer­den. Eine dif­feren­zierende Hal­tung sollte nicht pauschal­isieren.

    @vonStaatsSexismusBetroffener: Was du erleb­st ist Teil ein­er patrir­chalen Logik. Ja. Jedoch kein Sex­is­mus weil es dafür auf die Mehrheit der gesellschaftlichen Insti­tu­tio­nen (nicht nur staatliche) aus­geweit­et wer­den müsste. Das tut es aber nicht. Es gibt keine mehrheitliche Unter­drück­ung von Männern/ allein­erziehen­den Vätern etc. — Deine Kri­tik an dem staatlichem Umgang ist richtig. Die Analyse ein­er sex­ist­sichen Struk­tur auf­grund der Fehlen­den Ver­all­ge­meinerung für alle Män­ner, nicht.

    1. Joe Doe sagt:

      Schwach!
      Alle gesellschaftlichen Insti­tu­tio­nen kämpfen mit Macht gegen Papas. Das ist pur­er Sex­is­mus!

  4. Stefan aus HH-Barmbek sagt:

    Vor­weg zur Info: Ich bin schwul. Da ich als Mann laut Artikel ja offen­sichtlich keinem Sex­is­mus aus­ge­set­zt sein kann, frage ich mich, ob du/Sie mich nicht als Mann wahrn­immst. Was bin ich denn? Oder ist mein Empfind­en von erlebtem Sex­is­mus deiner/Ihrer Mei­n­ung nach falsch? Ich kann nicht über­all frei mit meinem Fre­und rum­laufen und sein wie ich will. Dumme Sprüche gibts da regelmäßig und Gewalt ist lei­der auch nicht unbekan­nt. Mein­er Mei­n­ung kann Sex­is­mus auch Män­ner betr­e­f­fen! Auch wenn wir Schwule nur ein klein­er Teil der Män­ner sind, möchte ich trotz­dem als Mann wahrgenom­men wer­den.

  5. Robert sagt:

    Ich möchte nur anmerken, dass die Themen­er­stel­lerin gegenüber ihren Bekan­nten sehr wohl sex­is­tisch gehan­delt hat. Das lässt sich schon mit ihrer eige­nen Formel über­führen. Lei­der kann ich nicht genau das Vorurteil benen­nen, da sie keinen Grund nen­nt, weshalb sie auf Par­ties ohne Män­ner geht oder weshalb sie nicht mit Män­nern über Poli­tik reden möchte. Es ließen sich aber die fol­gen­den Vorurteile auf­stellen:

    - mit Män­nern kann man nicht gut feiern
    — mit Män­nern kann man nicht über Poli­tik reden
    (wobei man da natür­lich keinen der bei­den Punk­te ver­all­ge­mein­ern dürfte, was die Themen­er­stel­lerin lei­der offen­sichtlich tut)

    Damit set­zt sie den Mann auf­grund seines Geschlechts herab und beachtet dabei nich die indi­vidu­elle Per­söhn­lichkeit, was qua­si der Inbe­griff von Sex­is­mus ist. Die Macht hat ihnen diesen Fall die Themen­er­stel­lerin, indem sie im ersten Fall nicht auf Par­ties mit Män­nern geht oder sich im zweit­en Fall nicht mit Män­nern unter­hält obwohl einige Män­ner dies vllt. schätzen wür­den.
    Der sex­is­tis­che Fakt ist hier ein­deutig der, dass die Themen­er­stel­lerin ihre Entschei­dung einzig und allein auf das Geschlecht reduziert, was natür­lich in erster Lin­ie sehr trau­rig ist, da sie damit die Gle­ich­berech­ti­gung mit Füßen tritt.
    Und selb­stver­ständlich bin auch ich der Mei­n­ung, dass es Sex­is­mus gegen Män­ner gibt. Einige Beispiele wur­den hier ja schon genan­nt. Ich würde gerne noch sämtliche Sportver­anstal­tun­gen anführen. So gibt es beispiel­sweise Laufver­anstal­tun­gen für alle und in der Regel nochmal das gle­iche nur für Frauen.
    Weit­ere Beispiele sind die aktuellen Bemühun­gen Frauen in den MINT Stu­di­engän­gen zu etablieren, wobei es keine Rolle spielt, dass Män­ner in sprach­lichen und kün­st­lerischen Stu­di­engän­gen stark unter­repräsen­tiert sind. Des weit­eren gibt es inzwis­chen Stu­di­engänge nur für Frauen und auch Stu­di­enkurse an denen keine Män­ner teil­nehmen dür­fen. Als ich mal hin­ter­fragt habe ob das nicht sex­is­tisch sei, kam als Antwort lediglich “bish­er habe sich nie­mand beschw­ert”. Was auch verdeut­licht, wie ger­ing das Inter­esse des Mannes ist für die eige­nen Rechte einzuste­hen.

  6. Chuck sagt:

    Na sich­er gibt es Sex­is­mus gegen Män­ner­auch unter der Formel: Vorurteil + Macht = Sex­is­mus.
    Nur weil Män­ner vielle­icht mehr Macht­po­si­tion en inne haben agieren diese doch nicht im Kollek­tiv und agieren eben­so wie Frauen im Rah­men gesellschaftlich­er Macht­struk­turen. Und da sieht es nun­mal so aus das häus­liche Gewalt gegen Män­ner tabuisiert ist, Män­ner mit Sex­u­al­isierun­gen und Stereo­typen kon­fron­tiert wer­den und ganz all­ge­mein häu­fig Adres­sat­en für Gewalt wer­den. Dem konkreten Mann ist es egal, ob der Täter dann Frau oder Mann ist oder rel­a­tiviert das Leid durch eine geschlechtliche Zuge­hörigkeit mit den Machtvollen dieser Welt. Tut mir Leid aber das ist lächer­lich.

  7. sebastian sagt:

    Hi, bin hier­herg­er­at­en, weil mich diese Frage zur Zeit sehr beschäftigt und mir leucht­ed Ihre Bezug­nahme auf Gesellschaftliche Unter­drück­ungsstruk­turen als Vor­raus­set­zung für die Exis­tenz von Sex­is­mus dur­chaus ein, so wie beispiel­sweise mit der gle­ichen Argu­men­ta­tion das Vorhan­den­sein von Ras­sis­mus gegen “Weiße” in Frage gestellt wird.
    Meine per­sön­lichen Erfahrun­gen mit der The­matik sind die Fol­gen­den:
    Zunächst ein­mal, und damit möchte Ich im Augen­blick wirk­lich nicht angeben, sagt man mir nach, aus­ge­sprochen gut auszuse­hen und allerorts wird das in meinem Bei­sein von Scharen vergnügter Damen jeden Alters the­ma­tisiert, was Ich als furcht­bar erniedri­gend empfinde. Ganz ehrlich, Ich kön­nte dann immer vor Scham im Boden versinken, füh­le mich als Men­sch nicht mehr wahrgenom­men und völ­lig ver­nichtet. Als Kind erwartete man von mir, die Kof­fer mein­er älteren Schwest­er zu tra­gen und jeden Dieb­stahl von Schoko­lade aus dem Küchen­schrank, der auf Ihr Kon­to ging, lastete man mir an. In meinem Beziehun­gen war Ich immer der­jenige der geschla­gen wurde und das nicht zu knapp und obwohl es mir oft in dem Knöcheln juck­te, habe Ich nie zurück­geschla­gen. Als Ich zwis­chen sechs und acht Jahre alt war, legte sich meine Mut­ter jeden Abend zu mir ins Bett und spielte mit meinem Penis. Als Ich mich im Zusam­men­hang damit ein­mal, viele Jahre später an eine Tele­fonis­che Beratungsstelle wen­dete, die sich mit sex­uellem Mißbrauch beschäftigt, war es zunäch­stein­mal schwierig, die junge Dame am anderen Ende der Leitung davon zu überzeu­gen, daß Ich nicht als Täter, son­dern als Opfer anrief und anschließend wollte sie den Sachver­halt nicht als sex­uellen Mißbrauch gel­ten lassen.
    Nun, daß Ich der­ar­tige Erfahrun­gen mache
    und mir so zu Herzen nehme hängt sich­er stark mit mein­er per­sön­lichen Unfähigkeit zusam­men, mich zu schützen. Nichts desto trotz bere­it­ete es mir stets Schwierigkeit­en, mich in ein­er Gesellschaft aufzuwach­sen und zu bewe­gen, in der Ich mich als Mann immer dem stillschweigen­den Vor­wurf aus­ge­set­zt zu
    sehen, zu den bösen Unter­drück­ern zu gehören, ganz ähn­lich, wie Ich mich als Deutsch­er schuldig für meine nationale Zuge­hörigkeit, auf­grund der jün­geren Geschichte fühlen muß und das dann auch akzep­tieren zu müssen.
    Ich möchte die bes­tialis­che Unter­drück­ung der Frauen in Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart keineswegs in Abrede stellen und möchte den Frauen den gesellschaftlichen Fokus auf die sich­er schw­er­wiegen­dere Diskri­m­inierung von Frauen als von Män­nern ja gar nicht weg­nehmen, aber es fühlt sich wieder mal sehr unfair an, wenn Ich lese, es gäbe keinen Sex­is­mus gegenüber Män­nern.

  8. sebastian sagt:

    kor­rek­tur: …aus­ge­set­zt sehe

  9. sebastian sagt:

    2.korrektur: …Schwierigkeit­en, in ein­er Gesellschaft aufzuwach­sen und mich zu bewe­gen, in der…

  10. Gremlin sagt:

    Es gibt selb­stre­dend Sex­is­mus gegen Män­ner.

    Z. B. Wenn Asten männlichen Ref­er­enten nur 45% Hon­o­rar zahlen, dass Sie beim sel­ben Vor­trag ein­er Frau zahlen wür­den.

    Oder wenn z. B. männliche Red­ner gar uner­wün­scht sind.

    Mann muss hier nur die Rollen tauschen. Stu­den­tis­che Struk­turen bei deren Vorträ­gen Frauen uner­wün­scht sind und eine weib­liche Ref­er­entin ein No-Go darstellt ken­nen wir als Burschen­schaften. Sie gel­ten zu Recht als sex­is­tisch. Warum sollte das selbe Ver­hal­ten bezo­gen auf Män­ner anders bew­ert­bar sein?

    Auch die Hon­o­rare bilden diese Ten­denz ab. Wenn Frauen nur 65% des Ver­di­en­stes eines Mannes erzie­len gilt dies als gesellschaftlich­er Sex­is­mus. Dreht man die Formel um und/oder ver­schärft sie zudem soll dies kein Sex­is­mus sein?

    Par­tys ohne Män­ner sind doch nur ein Pen­dant zum Fuss­bal­labend ohne Frauen. Das ist nichts schlimmes, sollte aber auch nicht ins falsche Licht gerückt wer­den.

    Struk­turell ist es sich­er so, das die Benachteili­gung von Män­nern kein gesamt­ge­sellschaftlich­es Prob­lem darstellt, das wird es aber, wenn Men­schen wie die Autorin ihre Wertvorstel­lung auf gesellschaftlich­er Ebene umset­zen.

    Ver­all­ge­mein­ern wir diese Art der Poli­tik wer­den Män­ner zu Men­schen 2. Klasse. Diese Art von “Anti-Sex­is­mus” ver­sucht gar­nicht erst den Sex­is­mus zu über­winden. Sie sucht nur die Rollen der Unter­drück­ung und Diskri­m­inierung zu tauschen.

    Im übri­gen ist die Ten­denz bes­timmte “Sachen” nur unter Kumpels zu bere­den kein Merk­mal der Män­ner, wie die Autorin klarstellt. Nie­mand käme aber auf die Idee solch­es Ver­hal­ten als Anti-Sex­is­tisch zu bew­erten oder als Bere­icherung der Gle­ich­be­hand­lung von Män­nern und Frauen.

    Ins­ge­samt muss man in vie­len State­ments zum The­ma nur die Begriffe Mann und Frau gegeneinan­der aus­tauschen um festzustellen wie es “ander­sherum” ankom­men würde.

    “Über Poli­tik rede ich nicht gern mit Frauen…”

  11. Pascal sagt:

    Sex­is­mus gegen Män­ner ist weit­er ver­bre­it­et als man denkt. Warum gibt es in typ­is­chen Män­ner­berufen eine Frauen­quote und umgekehrt in typ­is­chen Frauen­berufen keine Män­nerquote?
    Ich habe Prob­leme damit einen Aus­bil­dungsplatz als Erzieher zu bekom­men. Die Beruf­ss­chulen und KiTas sind voller Frauen. Die meis­ten Ein­rich­tun­gen wür­den sich über männliche freuen und suchen auch danach.
    Let­z­tendlich sitzen dann aber in den Beruf­ss­chulen zu 95% Frauen und als Mann wird man immer und immer wieder abgelehnt. Wenn man es dann tat­säch­lich mal schafft als Mann einen Platz in ein­er KiTa zu ergat­tern dann kom­men sofort Eltern an und wollen nicht dass der Mann ihre Kinder anfasst. Mein­er Erfahrung nach hat man es als Mann in einem Frauen­do­minierten Umfeld schw­er­er als umgekehrt. Wenn man als Mann Gewalt von sein­er Frau erfährt wird man aus­gelacht…
    Es ist noch gar nicht so lange her da gab es einen Fall in dem eine Lehrerin mit ihren Min­der­jähri­gen Schülern geschlafen hat. Die Medi­en machen sich dann noch indi­rekt lustig darüber. Die Lehrerin wird nicht dafür verurteilt son­dern es wird gefeiert dass 16 Jährige Jun­gen es geschafft ne heiße 40 Jährige flachzule­gen. Wenn aber eine 14-Jährige in der Dis­co um 4 Uhr mor­gens sich an einen Mann rann macht und er sie mit nach Hause nimmt, ist dieser ein Kinder­schän­der… Dabei wusste er wahrschein­lich noch nicht­mal dass sie erst 14 ist… Hat man als man jet­zt die Pflicht sich von jed­er Frau die er ken­nen­lernt den Ausweis zeigen zu lassen? Genau soet­was ist Sex­is­mus gegen Män­ner. Dazu kommt, dass eine Frau nur behaupten muss dass sie verge­waltigt wor­den ist und der Mann ist dann der Gelack­meierte. Man wird halt nur verurteilt weil man ein Mann ist. Allein schon das vorherrschende Män­ner­bild in der Gesellschaft ist sex­is­tisch. Die soge­nan­nten Fem­i­nistin­nen sind keine Frauen­recht­lerin­nen son­dern Män­ner­feindlich. Der heutige Fem­i­nis­mus hat nichts mehr mit Fem­i­nis­mus zu tun son­dern mehr damit Män­ner schlecht zu machen. In der Mode und Film­branche ist es am schlimm­sten. Wenn Frauen sich nicht wehren weil sie Angst haben dass es ihrer Kar­riere schadet, liegt es eigentlich nur daran, dass es dann eine andere gibt die es mit sich machen lässt. In der Branche ist es bei den Män­nern doch genau das Selbe, das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Bei­de wer­den doch nur auf ihren Kör­p­er reduziert. Und ganz ehrlich Frauen die befum­melt wer­den und sich nicht wehren oder zur Polizei gehen sind doch selb­st daran schuld wenn es weit­er­hin passiert. So benachteiligt wie immer behauptet wird sind Frauen gar nicht. Es läuft eher darauf hin­aus, dass Män­ner immer die Bösen sind und das ist doch trau­rig. Dass Frauen weniger ver­di­enen habe ich noch nie erlebt. Die Stu­di­en die soet­was behaupten halte ich für Schwachsinn da z.B. nicht berück­sichtigt wird dass viele Frauen nur halb­tags arbeit­en weil sie sich z.B. um die Kinder küm­mern und in Bere­ichen die ein­fach nicht so gut bezahlt wer­den z.B. im sozialen Bere­ich (Päd­a­gogen) und in Pflege­berufen. Es wird immer alles pauschal­isiert. Trau­rig.

  12. conbold sagt:

    Beim Ken­nen­ler­nen sind Frauen die schlimm­sten Sex­is­ten: Sie erwarten, von den Män­nern ange­sprochen zu wer­den. Sie WOLLEN also die begehrten, pas­siv­en Objek­te sein; die von aktiv­en, “muti­gen” Sub­jek­ten = Män­nern begehrt wer­den. Sie wollen also die Kon­trolle haben darüber, wer mit ihnen Kon­takt aufnehmen darf / wem sie einen Korb geben dür­fen (=> Macht)
    Beleg:
    — nur 5% der Frauen wür­den aktiv Män­ner ansprechen zum Ken­nen­ler­nen
    — 13+7 = 20 % der Frauen meinen, es wäre der “Job” oder die Rol­len­verteilung der Män­ner, sie anzus­prechen; alles andere wäre “nicht männlich” (=> Vorurteil).

    Somit sind bei­de Voraus­set­zun­gen (Macht und Vorurteil) für Sex­is­mus erfüllt.

    Quelle:
    https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2015/parship-wissen-so-wird-das-nichts-deutsche-singles-warten-beim-flirten-auf-den-ersten-schritt/

  13. Stefan sagt:

    Guten Abend.

    Noch ein paar Worte von mir zum Jahre­sende:
    Die Erfahrun­gen und Gefüh­le von Pas­cal kann ich nachvol­lziehen und bestäti­gen.
    Seit dem Mil­le­ni­um bin ich(zumeist) Erzieher in der Frauen­domäne Ele­men­tar­bere­ich.
    Die Mehrzahl der Kol­legin­nen kann und will nicht akzep­tieren (genau­so wenig wie die Mehrzahl der Eltern) dass Män­ner Kinder erziehen und zu ihrer allseitige(humanistischen) Bil­dung Irgend­was beitra­gen kön­nen oder gar soll­ten.
    Einige Fak­ten dazu:
    .die Bezahlung ist gle­ich (Kom­men­tar von Kol­le­gin: mit dem biss­chen Geld bräuchte mein Mann nicht nach Hause kom­men!)
    .die Ein­satzge­bi­ete sind eigentlich gleich(dazu kommt aber der Generalverdacht…und schon darf Mann nicht mehr wick­eln oder Popo abwis­chen)
    . Män­ner wer­den erst als voll­w­er­tige Kol­le­gen gese­hen, wenn sie min­destens in die unter­ste Leitungsebene wech­seln, also Organ­i­sa­tions-und Ver­wal­tungsauf­gaben aus­führen, sowie weisungs­befugt sind.
    Ich bin selb­st unzäh­lige Male miss­braucht worden,indem ich bei Zwistigkeit­en (oft wegen Lapalien) zur Partei Ergrei­fung genötigt
    und her­nach als eng­stirniger Quertreiber hingestellt wurde, weil ja doch gaaar­nichts war.
    Ein Mann allein unter Frauen hat es min­destens so “schw­er”, wie umgekehrt, denn er kann und darf ja nicht das Opfer sein, rein kul­turtech­nisch schon mal.
    …und dann wäre da noch, meist ein­herge­hend mit eben Genan­ntem, die sub­tile Dom­i­nanz.
    Die Liste wäre noch um einige aufrüt­tel­nde Aspek­te zu erweit­ern.
    Ein junger, naiver,schmeichlerischer, stets unkri­tis­ch­er und folgsamer(möglichst noch gut ausse­hen­der) Mann hat da die besten Chan­cen.
    Ergo: das Ganze mal ander­srum!
    Frauen sind nicht bess­er als Män­ner (schon gar­nicht in Machtpositionen)oft nur per­fider.
    Das zeigt schon die Mehrzahl an, von Frauen min­destens angezettel­ten, Kriege in der Men­schheits­geschichte (wis­senschaftlich bewiesen)!

  14. Stefan sagt:

    Nachträglich:
    Das Prob­lem sind nicht Charak­tere, Nation­al­itäten, Reli­gio­nen, Geschlechter.
    Das Prob­lem sind die miesen Charak­tere allùber­all.
    Wenn ich daran denke, wie ich ange­fein­det wurde, weil ich mich nicht an intri­g­an­ten und denun­zianten Ablästereien beteili­gen bzw mich möglichst weit­ge­hend her­aus hal­ten wollte.…ohoh!

  15. Stefan sagt:

    Berich­ti­gung: die Charak­tere SIND das Prob­lem
    Gier, Hochmut und Größen­wahn bes­tim­men die ego­man­isch getriebe­nen Hand­lungsweisen bes­timmter Charak­tere.

  16. Hendrik sagt:

    Ganz schwach­er Artikel. Nur weil es unter CEOs, Poli­tik­ern und anderen mächti­gen mehr Män­ner gibt, heißt das nicht, dass Män­ner grund­sät­zlich mächtiger sind. Wenn eine Frau zum Beispiel ihren Mann schlägt und dabei aus­nutzt, dass sie weiß, dass Män­ner sich bei sowas fast nie an die Polizei wen­den wür­den aus Scham, liegt die Macht klar bei der Frau. Wenn eine Frau ihrem Mann seine Kinder weg­n­immt (wie es in 90% der Sorg­erechtsstre­its geschieht) und dabei aus­nutzt, dass Frauen als bessere Erzieherin­nen gel­ten, liegt die Macht bei ihr nicht bei ihm.
    Män­ner sind Indi­viduen, kein Kollek­tiv.
    Und es ist Quatsch, dass Frauen weniger Intel­li­genz zuge­traut wird. Hast du irgen­deine Studie dazu?

  17. GenosseMann sagt:

    Das ich nicht lache. Ein Haufen verkok­ster Langzeit­stu­den­ten und Bonzenkinder seid ihr die ein­mal Rev­o­lu­tion spie­len wollen, bevor ihr Papas Fir­ma übernehmt oder in irgen­dein­er NGO das Geld für soziale Belange in Form üppiger Gehäl­ter in teuren Hip­ster­schup­pen ver­pul­vert. Ihr habt so wenig einen blassen Schim­mer von kollek­tivem Bewusst­sein wie ihr ihn von Macht­struk­turen habt. Wer einen ein­fachen Arbeit­er zu einem mächti­gen Bour­geois mit “struk­tureller Macht” ver­wurst­ed out­ed sich als elen­der Knecht des Kap­i­tals. Möge sich die Arbeit­er­be­we­gung von euch par­a­sitärem Fremd­kör­p­er der Unter­wan­derung und Intri­g­anz befreien. Ihr seid keine Linken, ihr seid Abschaum! ROTFRONT!

  18. Stefan Godau sagt:

    Auch wenn ich jet­zt als wider­lich­er Macho gel­ten mag: Es ist in meinem Umfeld aus mehrheitlich het­ero­sex­uellen Ver­heirateten DEFINITIV so, dass die Frau dort über den Eheall­t­ag bes­timmt, der Mann da mehr oder min­der gut mit klarkommt und ich dort wenig von männlichen Priv­i­legien sehe.
    Das Mod­ell der Ehe, ger­ade bei west­lichen Akademik­erIn­nen, hat sich in den 10, 20 Jahren schon gravierend verän­dert. Das ist zwar kein “Sex­is­mus gegen Män­ner”, aber eine mehr oder min­der große Machtver­schiebung ist das schon.
    Davon unab­hängig gibt es natür­lich Sex­is­mus gegen Frauen als gesellschaftlich­es Prob­lem, den es lei­der so lange geben wird, wie es Kap­i­tal­is­mus gibt.

  19. Ein Fragender sagt:

    “sie erfahren Gewalt und unfrei­willige Sex­u­al­isierung. Das ist schlimm – aber es ist nicht Teil ein­er sys­tem­a­tis­chen Unter­drück­ung von Män­nern. Deshalb ist es nicht sex­is­tisch.”

    Ern­sthaft? Wir reden hier von ein­er sys­tem­a­tis­chen, nicht biol­o­gis­chen Unter­drück­ung.
    Jun­gen machen viel mehr Gewal­ter­fahrun­gen durch als Mäd­chen. Sie wer­den häu­figer auf den Schul­höfen verprügelt,zu Hause gezüchtigt etc. Aber hey, “Boys don’t cry”. Und ja, oft sind die Täter andere Män­ner. Mis­shand­lung­sopfer haben eben eine erhöhte Wahrschein­lichkeit Täter zu wer­den. Weil die Opfer gel­ernt haben, dass Gewalt dazu gehört.

    Aber kom­men wir dazu, dass eine Frau zuschlägt oder sex­uell auf­dringlich wird.
    Wehrt sich der Mann kör­per­lich, so kommt er auf sozial “schwieriges” Pflaster. Beschw­ert er sich (“Da drüben hat mich eine Frau ange­grab­scht”) statt dessen, wird sein Unbe­ha­gen oft nicht ernst genom­men. Er, das Opfer der sex­uellen Beläs­ti­gung, soll sich doch freuen.
    Män­ner wer­den auch, wie Frauen, in Bere­ichen ihrer Grun­drechte beschnit­ten. Nur eben in anderen Bere­ichen. Indem gefordert wird, sie sollen sich nicht so anstellen, auf ihr Recht verzicht­en.
    Dies kann bis zu einem Punkt gehen, wo ihr Leben als wert­los­er ange­se­hen wird.
    “Frauen und Kinder zuerst.”

    Wieso ist das keine Benachteili­gung?

  20. Julia sagt:

    Mein­er Mei­n­ung nach gibt es sehr wohl Sex­is­mus gegenüber Män­nern.

    Ich bin schon mit ihrer Def­i­n­i­tion von Sex­is­mus nicht ein­ver­standen.
    Ich denke,dass Sex­is­mus Diskri­m­inierung von Menschen(-gruppen) auf­grund ihres Geschlechts ist. Der Sex­is­mus gegenüber Frauen ist enorm groß und das ist auf jeden Fall his­torisch bed­ingt. Das die enorme Über­ma­cht der Män­ner gegenüber Frauen dort stark mit einge­spielt hat ist auch abso­lut klar. Allerd­ings wur­den durch diese Über­ma­cht die Geschlechter “Mann” und “Frau” in Rollen hineinge­drängt. Ja richtig. Män­ner und Frauen. Auf Sex­is­mus gegen Frauen muss ich hier ja wohl nicht einge­hen, wer diese Seite besucht set­zt sich mit dem The­ma sehr wahrschein­lich auch in irgen­dein­er Art auseinan­der. Wenn Män­ner bzw. Jun­gen aber nicht weinen dür­fen, sie immer kör­per­lich stark sein müssen weil sie son­st keine “vernün­fti­gen” Män­ner bzw. Jun­gen sind, so ist das ganz klar Sex­is­mus. Wenn ein Mann/Junge nieder gemacht wird, weil er die “falsche” Farbe trägt, weil ihm sein Ausse­hen wichtig oder weil er Nag­el­lack trägt, so ist das Sex­is­mus gegen über Män­nern bzw. Jun­gen.

    Mit dem Sex­is­mus gegen Män­ner ver­hält es sich ähn­lich wie mit Ras­sis­mus gegenüber Schwarzen. Es gibt ihn defin­i­tiv aber vielle­icht nicht so häu­fig oder er fällt nicht so stark auf, da der Sex­is­mus gegenüber Frauen bzw. der Ras­sis­mus gegenüber Schwarzen so enorm stark, weit ver­bre­it­et war und über einen sehr lan­gen Zeitraum hin­weg stattge­fun­den hat.

    Es gibt also Sex­is­mus gegenüber Män­nern, er fällt bloß nicht so stark auf.

    Ein Grund dafür kön­nte sein das die Mehrheit der Män­ner nichts gegen diese Diskri­m­inierung tut und es die Mehrheit der Frauen nicht inter­essiert.

    Ich bin Fem­i­nistin und ich sage:Es gibt Sex­is­mus gegen Män­ner.

    LG Julia‑M. H.

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