Jugend

FU-Vollversammlung ruft zur Demonstration gegen Konzerne und Regierung auf

Die Vollversammlung der Besetzung der Freien Universität verurteilt die Konzerne, die die Umwelt verpesten, und die Regierungen, die sie unterstützen, besonders das unökologische und unsoziale Klimapaket der Bundesregierung. Sie ruft alle Studierenden, Auszubildenden und Beschäftigten der Universität auf, sich morgen am Global Climate Strike zu beteiligen, und fordert die Gewerkschaftsführungen auf, zum politischen Streik aufzurufen. Wir veröffentlichen hier die Resolution der Vollversammlung.

FU-Vollversammlung ruft zur Demonstration gegen Konzerne und Regierung auf

“Wir, die Studieren­den der Freien Uni­ver­sität Berlin, haben im Rah­men der bun­desweit­en Kli­mas­treik­woche einen der größten Hörsäle der FU beset­zt. Wir sind sol­i­darisch mit den Beset­zun­gen in Siegen, Regens­burg und Dres­den. Wir verurteilen den Polizeiein­satz gegen die Besetzer*innen des Hör­saals der TU Dres­den. Wir sind sol­i­darisch mit den Studieren­den der Uni­ver­sitäten in Ham­burg, Ros­tock und Berlin, die in den let­zten Wochen Opfer rechter Mord­dro­hun­gen und Het­zkam­pag­nen wur­den.

Wir set­zen ein Zeichen gegen die unzure­ichende Poli­tik der Hochschulleitung, aber vor allem die der Bun­desregierung. Ihr „Klimapäckchen“ ist in kein­ster Weise dazu geeignet, die Kli­makatas­tro­phe abzuwen­den. Es fördert weit­er­hin diejeni­gen, die die größte Umweltver­schmutzung zu ver­ant­worten haben: die großen Indus­trie- und Energiekonz­erne. Die Kli­makrise wurde von den Großkonz­er­nen verur­sacht, die die Zer­störung der Natur und die Aus­beu­tung der Men­schen und ander­er Lebe­we­sen zur Grund­lage ihrer Prof­ite machen. Wir verurteilen auch die Regierun­gen, die diese Konz­erne unter­stützen. Die Kli­makatas­tro­phe ist im Kolo­nial­is­mus ver­wurzelt. Ihre Bekämp­fung bedarf daher anti­ras­sis­tis­ch­er und dekolo­nialer Prak­tiken.

Deshalb rufen wir alle Studieren­den, Auszu­bilden­den und Beschäftigten der Uni­ver­sität dazu auf, als Teil der weltweit­en Klimabe­we­gung an diesem Fre­itag, den 29.11. auf die Straße zu gehen – für eine ökol­o­gis­che und soziale Lösung der Kli­makrise. Dafür müssen wir uns mit der Arbeiter*innenbewegung verbinden und fordern die Gew­erkschafts­führun­gen dazu auf, zu effek­tiv­en poli­tis­chen Streiks aufzu­rufen. Wir fordern sofor­tige Hand­lun­gen.

Mit unserem Protest set­zen wir uns auch für eine ganz andere Uni­ver­sität ein – eine demokratis­che, die auf par­itätis­che Mitbes­tim­mung set­zt; eine antifaschis­tis­che und fem­i­nis­tis­che, die Rassist*innen keine Bühne gibt. Wir rufen alle Studieren­den zur Selb­stor­gan­i­sa­tion auf, wie wir es in unseren Vol­lver­samm­lun­gen und Ver­anstal­tun­gen während der Pub­lic Cli­mate School gelebt haben.”

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