Unsere Klasse

FU probt Streiksabotage

Die Freie Universität Berlin droht studentischen Beschäftigten vor ihrem Warnstreik mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Diese skandalöse und durchsichtige Einschüchterungstaktik, zeigt wie viel Angst die FU vor einem Streik ihrer studentischen Beschäftigten hat. Die Aktiven antworteten prompt: "Wir lassen uns nicht einschüchtern!"

FU probt Streiksabotage

Während die Streikvor­bere­itun­gen der stu­den­tis­chen Beschäftigten an der FU auf Hoch­touren laufen, zeigt sich die FU erneut von ihrer gew­erkschafts­feindlichen Seite. In einem inter­nen Rund­schreiben an alle Abteilun­gen, das Klasse Gegen Klasse vor­liegt, beze­ich­net das Prä­sid­i­um den bevorste­hen­den Streik am 16. Jan­u­ar als “rechtswidrig” und dro­ht mit “arbeit­srechtlichen Kon­se­quen­zen bei Teil­nahme an rechtswidri­gen Arbeit­skampf­maß­nah­men”. Ins­beson­dere wer­den die Abteilun­gen aufge­fordert,

uns alle Stu­den­tis­chen Hil­f­skräfte bzw. alle Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er ihres Bere­ichs namentlich zu benen­nen, die durch Teil­nahme bzw. in Auswirkung des Streiks oder bei evtl. weit­eren Arbeit­skampf­maß­nah­men keine Dienst- bzw. Arbeit­sleis­tung erbracht haben bzw. erbrin­gen.

Die Antwort der stu­den­tis­chen Hil­f­skräfte kam prompt:

Die FU hat wohl Angst vor uns! In einem Rund­schreiben dro­ht sie Streik­enden mit arbeit­srechtlichen Kon­se­quen­zen. Nice Try.. 😉 Wir lassen uns nicht ein­schüchtern. Denn Beschäftigte haben nichts zu befürcht­en.


Auf der Web­site der TVS­tud-Kam­pagne heißt es weit­er:

Die Hochschulen haben Angst vor dem Streik und genau deshalb, wer­den sie ver­suchen, auch Euch Angst davor zu machen. An der FU kur­sieren schon Rund­schreiben der Unileitung, in der unser Streik als rechtwidrig beze­ich­net wird und wolkig mit möglichen arbeit­srechtlichen Kon­se­quen­zen gedro­ht wird, wenn ihr daran teil­nehmt. Dazu sagen wir ganz klar: Unser Streik ist recht­mäßig. Die Gew­erkschaften ver.di und GEW haben den Tar­ifver­trag gekündigt und damit beste­ht keine Frieden­spflicht mehr. Wenn die FU das anders sieht, dann muss sie gegen die Gew­erkschaften vor Gericht ziehen. Wir sehen dem sehr gelassen ent­ge­gen.

Und selb­st in dem Fall, dass das Gericht der FU zus­tim­men würde, ste­ht eins ein­deutig fest: Keinem/Keiner einzi­gen Streik­enden kann daraus ein Strick gedreht wer­den. Ihr fol­gt einem gew­erkschaftlichen Streikaufruf. Nach gefes­tigter Recht­sprechung kön­nt ihr Euer Grun­drecht auf Streik auf jeden Fall wahrnehmen, wenn die Gew­erkschaften dazu aufgerufen haben. Stellt sich das im Nach­hinein als fehler­haft her­aus, dann ist das ein Prob­lem der Gew­erkschaften und nicht eures. Jede Maß­nahme gegen Beschäftigte auf dieser Grund­lage wäre ihrer­seits rechtswidrig und wir wür­den mit allen Mit­teln dage­gen vorge­hen. Lasst euch nicht Bange machen! Nehmt eure Rechte wahr! Kommt zum Streik!

Auch die GEW selb­st veröf­fentlichte eine ähn­lich lau­t­ende Stel­lung­nahme und schrieb zusät­zlich auf Twit­ter:


Der skan­dalöse Ver­such der FU, den TVS­tud-Streik schon im Vorhinein zu sabotieren, rei­ht sich in eine lange Geschichte gew­erkschafts­feindlichen Ver­hal­tens der FU ein, wie es sich beispiel­sweise immer wieder in den Auseinan­der­set­zun­gen beim Botanis­chen Garten gezeigt hat.

Yunus Özgür, stu­den­tis­ch­er Beschäftigter und Teil der Streik­gruppe an der FU und außer­dem Kan­di­dat für die Liste 26 gegen Recht­sruck und Prekarisierung bei den anste­hen­den Wahlen zum Studieren­den­par­la­ment, kom­men­tierte:

Dieses durch­sichtige Manöver der FU-Leitung macht uns keine Angst. Im Gegen­teil wer­den wir diejeni­gen sein, die die FU zum Zit­tern brin­gen.

One thought on “FU probt Streiksabotage

  1. Das Ver­hal­ten der Uni-Leitung ist skan­dalös! Viel Erfolg in Eurem Kampf!!

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