Unsere Klasse

Studentische Beschäftigte an der FU bereiten Warnstreik vor

Am 16. Januar wird es einen ersten Warnstreik der studentischen Beschäftigten an allen Berliner Hochschulen geben. Sie fordern unter anderem eine deutliche Lohnerhöhung und die Anpassung an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst. An der Freien Universität, wo in der nächsten Woche die Wahlen zum Studierendenparlament anstehen, gehen die Streikvorbereitungen in die letzte Phase.

Studentische Beschäftigte an der FU bereiten Warnstreik vor

Es fehlt weniger als eine Woche für den Warn­streik der stu­den­tis­chen Beschäftigten an den Berlin­er Hochschulen, und die Vor­bere­itun­gen sind im vollen Gange. Nach­dem die Uni­ver­sität­sleitun­gen in den ver­gan­genen Monat­en in zähen Ver­hand­lun­gen zu keinen Zugeständ­nis­sen bere­it waren, greifen die Beschäftigten nun zu ein­er ersten Arbeit­skampf­maß­nahme. Sie fordern unter anderem eine deut­liche Lohn­er­höhung auf 14 Euro/Stunde und eine dynamis­che Anpas­sung an die Lohnen­twick­lung im öffentlichen Dienst.

Nur kurz nach der Veröf­fentlichung des Streikaufrufs kündigte die Leitung der FU bere­its Repres­sio­nen an. In einem inter­nen Brief forderte sie die Fakultät­sleitun­gen dazu auf, Lis­ten mit allen Streikteilnehmer*innen anzufer­ti­gen, um rechtliche Maß­nah­men gegen sie einzuleit­en. Sie hal­ten den Warn­streik für ille­gal.

Doch die studieren­den Beschäftigten bere­it­en den Warn­streik aktiv vor. Yunus Özgür, stu­den­tis­ch­er Beschäftigter an der FU, berichtet von den Vor­bere­itun­gen:

Beim let­zten Tre­f­fen der Streik­gruppe waren wir so viele wie noch nie. Alle poli­tis­chen Grup­pen, linke Aktivist*innen und Ini­tia­tiv­en müssen den Kampf der stu­den­tis­chen Beschäftigten unter­stützen. Alle müssen sehen, dass es eine große Möglichkeit ist, eine Radikalisierung inner­halb der Berlin­er Studieren­den­schaft zu schaf­fen, die eine organ­is­che Verbindung zu unser­er Klasse hat, und zu zeigen, dass die Inter­essen der Studieren­den und Arbeiter*innen diesel­ben sind.

Nicht nur an der FU ste­ht dem Warn­streik nichts mehr im Weg: In ein­er Online-Umfrage haben sich mehr als 1.500 stu­den­tis­che Beschäftigte und Studierende zu über 65 Prozent für einen Streik aus­ge­sprochen. Ein klares Zeichen an die Hochschulleitun­gen und den Berlin­er Sen­at, dass es an Kampf­bere­itschaft nicht man­gelt.

In Bezug auf die bere­its geleis­tete Sol­i­dar­ität der TV-Stud-Kam­pagne und die Auswirkun­gen auf den anste­hen­den Arbeit­skampf sagt Özgür:

In den let­zten Monat­en habe ich mit meinen Kolleg*innen sehr wichtige Erfahrun­gen gemacht, als wir Solidel­e­ga­tio­nen und Ver­anstal­tun­gen zu anderen Arbeit­skämpfen und Streiks organ­isiert haben oder mit anderen Kolleg*innen über die Rolle der Gew­erkschafts­bürokratie disku­tiert haben.
Und jet­zt, endlich, gehen wir auf die Straße und nehmen uns die Bühne! Dabei wer­den die Kolleg*innen vom Botanis­chen Garten, Mit­tel­bau, CFM & VSG und viele weit­ere uns nicht alleine lassen.

Zulet­zt geht Özgür auch auf den Wahlkampf für das Studieren­den­par­la­ment ein:

An unserem ersten Streik­tag [dem 16.01., Anm. d. Red.] find­en auch die Stu­Pa-Wahlen statt. Neben den ganzen Spaß- und recht­en Lis­ten gibt es nur eine hand­voll Lis­ten, die die Kämpfe der Beschäftigten und Studieren­den an der Uni unter­stützen. Ein­er dieser Lis­ten ist die offene Liste 26 Gegen Recht­sruck und Prekarisierung, in der ich auch kan­di­diere.
Die Jan­u­ar­wochen wer­den voll mit Kampf, Mühe und Auseinan­der­set­zun­gen sein. Was wir brauchen ist vor allem Moti­va­tion und Sol­i­dar­ität.
Die stu­den­tis­chen Beschäftigten wer­den siegen.

One thought on “Studentische Beschäftigte an der FU bereiten Warnstreik vor

  1. Ray sagt:

    Schon süß, dass sich eure Autor_innen gegen­seit­ig zitieren ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.