Brot und Rosen

Auf zum Frauen*kampftag in Berlin!

Am 8. März findet der internationale Kampftag der Arbeiterinnen statt. Dieser Tag wurde vor 105 Jahren von Clara Zetkin und anderen Sozialistinnen ins Leben gerufen. Am kommenden Sonntag findet eine feministische Demo in Berlin statt.

Auf zum Frauen*kampftag in Berlin!

 

Zum dritten Mal hintereinander findet wieder der Frauen*kampftag in Berlin statt. Der 8. März war in Deutschland fast ausgestorben. Doch 2014 gelang es erstmalig wieder, mit einem breiten Bündnis 3.000 Menschen auf die Straße zu bringen. Ein Jahr später waren es sogar mehr als 7.000. Das ist Teil einer wachsenden Frauenbewegung in den letzten Jahren, zu der auch Proteste gegen Abtreibungsgegner*innen und der „Slutwalk“ gehören.

Bei den 8. März-Demonstrationen in den letzten Jahren hatten die SPD, die Grünen und vor allem die Linkspartei eine starke Präsenz – diese Parteien schleifen an ihrer feministischen Credibility, während sie nach Regierungsposten streben. Doch gleichzeitig können auch viele selbstorganisierte Frauenkollektive ihre Forderungen lautstark einbringen.

Nach Köln versuchen jetzt auch Rechte, ihre rassistischen Forderungen mit einem angeblichen Schutz von Frauenrechten zu begründen – und bekommen Zustimmung von bürgerlichen Feministinnen wie Alice Schwarzer. Hier ist ein antikapitalistischer Feminismus wichtiger als je zuvor.

Denn auch in einem reichen Land wie Deutschland verdienen Frauen 23 Prozent weniger als Männer und 58 Prozent müssen Teilzeit arbeiten. Sexistische Diskriminierung ist allgegenwärtig – vier von zehn Frauen erleben sexualisierte Gewalt im Laufe ihres Lebens. Der Aufruf richtet sich gegen diese Unterdrückung, und auch für die Rechte von Refugees – denn weibliche Geflüchtete leiden besonders unter Rassismus.

Als Kommunist*innen betonen wir den Kampf der Arbeiterinnen, etwa den Streik der Erzieher*innen in Deutschland oder der Streik bei Panrico im Spanischen Staat. Denn die Arbeiter*innenklasse hat die Macht, alle Unterdrückten im Kampf gegen das Kapital und jede Art von Unterdrückung zu vereinigen. Auf der Demonstration werden wir lautstark eine antikapitalistische Perspektive aufzeigen.

Am Samstag lädt die Revolutionär-Kommunistische Jugend (RKJ) zu einem offenen Plenum ein, um die Demonstration vorzubereiten. Hier wird es einen Input auf der Grundlage des Buches „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ geben. Nebenbei werden auch Transparente und Fahnen gemalt. Alle Interessierten sind eingeladen.

Frauen*kampftag: Sonntag, 12 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz

Offenes Plenum der RKJ: Samstag, 14 Uhr, H48 (Hermannstr. 48, U8 Boddinstraße)

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