Deutschland

300 Jugendliche in Berlin zeigen Solidarité mit ihren Klassengeschwistern in Frankreich

Bis zu 300 Menschen demonstrierten am Samstag zur Unterstützung der kämpfenden Arbeiter*innen und Jugendlichen in Frankreich. Ein starkes Zeichen internationaler Solidarität, getragen vor allem von der Jugend.

300 Jugendliche in Berlin zeigen Solidarité mit ihren Klassengeschwistern in Frankreich

“O la la, o lé lé, sol­i­dar­ité avec les ouvri­ers!”, schallte es am Sam­stag bei strahlen­dem Son­nen­schein durch die Berlin­er Straßen. Bis zu 300 Men­schen, darunter haupt­säch­lich Jugendliche, demon­stri­erten vom Kreuzberg­er Oranien­platz bis zur franzö­sis­chen Botschaft am Paris­er Platz, um ihre Sol­i­dar­ität mit den Arbeiter*innen, Jugendlichen und Aktivist*innen auszudrücken.Denn auf der anderen Seite des Rheins protestieren diese seit Monat­en gegen die reak­tionäre Arbeits­mark­tre­form und die staatliche Repres­sion der Hol­lan­de/­Valls-Regierung.

2016-05-28 18.03.52

“Notre réponse à leurs lois: Sol­i­dar­ité mon­di­ale!” – “Unsere Antwort auf ihre Geset­ze: Weltweite Sol­i­dar­ität!” Diese inter­na­tion­al­is­tis­che Botschaft zierte das Front­trans­par­ent, welch­es von der Sol­i­darischen Jugend­be­we­gung getra­gen wurde. Diese linke Schüler*innen-Gruppe aus dem Nor­den Berlins hat­te den Impuls für diese Demon­stra­tion gegeben. Schon beim Schul- und Unistreik am 27. April hat­te sie eine wichtige Rolle in der Mobil­isierung von Schüler*innen gespielt, nun mobil­isierten sie auch für einen gemein­samen Kampf von Jugendlichen und Arbeiter*innen in Deutsch­land und Frankre­ich. Gemein­sam mit Genoss*innen der Rev­o­lu­tionären Inter­na­tion­al­is­tis­chen Organ­i­sa­tion und der Rev­o­lu­tionär-kom­mu­nis­tis­chen Jugend beton­ten sie auf der Demon­stra­tion vor allem den gemein­samen Kampf mit der Arbeiter*innenbewegung – ähn­lich wie es auch die fortschrit­tlich­sten Sek­toren der franzö­sis­chen Jugend­be­we­gung seit Monat­en tun.

Bei der Abschlusskundge­bung vor dem Bran­den­burg­er Tor wurde auch die Verbindung zu den Prekarisierung­sprozessen hierzu­lande gezo­gen. Die mis­er­ablen Bedin­gun­gen von Arbeiter*innen und Jugendlichen in Deutsch­land sind ein Pro­dukt der Hartz-Geset­ze und der Agen­da 2010. Die franzö­sis­che Bour­geoisie möchte nun mit dem neuen Arbeits­ge­setz ähn­liche Bedin­gun­gen ein­führen. Dabei kann die franzö­sis­che Bewe­gung auch von der Sit­u­a­tion in Deutsch­land ler­nen. Damals war es vor allem der Pakt der Gew­erkschafts­führun­gen mit der Schröder-Regierung, der die Durch­set­zung der Hartz-Geset­ze ermöglicht hat. Damit in Frankre­ich nicht das­selbe geschieht, ist es deshalb nötig, schon jet­zt Mech­a­nis­men aufzubauen, die nicht nur der Regierung, son­dern auch den eige­nen bürokratis­chen Gew­erkschafts­führun­gen den eige­nen Willen aufzwin­gen kann.

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