Deutschland

10.000 demonstrieren in Berlin-Neukölln gegen rechte Gewalt

In nur zwei Tagen ließen sich am gestrigen Donnerstagabend bis zu 10.000 Demonstrant*innen am Hermannplatz mobilisieren. Diese Demonstration muss in Berlin der Startpunkt für weitere Organisierung gegen Rechts sein.

10.000 demonstrieren in Berlin-Neukölln gegen rechte Gewalt

Trotz des Niesel­re­gens füllte sich am Don­ner­stagabend der Her­man­nplatz in Berlin-Neukölln, inner­halb ein­er hal­ben Stunde war kaum mehr Platz. Bis zu 10.000 Men­schen waren gekom­men, um gegen rechte Gewalt zu demon­stri­eren und ihre Ablehnung gegen die gle­ichzeit­ig in Chem­nitz stat­tfind­ende Mobil­isierung der Recht­en auszu­drück­en. In nur zwei Tagen waren sie mobil­isiert wor­den. Die Betrof­fen­heit der Teilnehmer*innen über die rechte Gewalt in Chem­nitz war spür­bar. “Say it loud, say it clear, refugees are wel­come here” und “Nation­al­is­mus raus aus den Köpfen” waren die beliebtesten Slo­gans auf dem Demon­stra­tionszug Rich­tung Rathaus Neukölln. Die Demon­stra­tion richtete sich auch gegen den recht­en Ter­ror in Neukölln, von dem in den ver­gan­genen Monat­en Migrant*innen, Linke und Gewerkschafter*innen betrof­fen waren.

Die Polizei war kaum sicht­bar, alles andere wäre auch empörend gewe­sen angesichts der Tat­sache, dass sie gegen die recht­en Aufmärsche in Chem­nitz kaum einen Fin­ger rühren. Wie es auch auf der Auf­tak­tkundge­bung in ein­er Rede hieß: “Die Polizei ist nicht Teil der Lösung, son­dern Teil des Prob­lems”, wie wir auch an ander­er Stelle aus­führten.

Statt mehr Polizei, brauchen wir mehr Demon­stra­tio­nen dieser Art. Denn die Recht­en greifen zwar jet­zt vor allem Geflüchtete und Men­schen of Col­or an, aber sie richt­en sich auch gegen die Rechte von uns Arbeiter*innen, Frauen und LGBTI*. Nur eine Organ­i­sa­tion der Arbeiter*innen, aller Geschlechter und jeglich­er Herkun­ft, die gegen Unter­drück­ung kämpft und Spal­tun­gen über­windet, kann die Antwort auf die rechte Gewalt sein. Dafür müssen wir unab­hängig vom bürg­er­lichen Staat, seinen Insti­tu­tio­nen und Parteien bleiben, denn diese sind let­ztlich für die recht­en Struk­turen ver­ant­wortlich.

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