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[Videos] Dritter Streiktag bei der CFM: 400 Streikende vor Rotem Rathaus

Fast 400 Streikende der CFM protestieren heute morgen am Campus Mitte für einen Tarifvertrag. Am dritten Warnstreiktag mit rekordverdächtiger Beteiligung demonstrierten die Kolleg*innen anschließend zum Roten Rathaus, um die Verantwortung des Berliner Senats anzuprangern und die Rückführung in die Charité einzufordern.

[Videos] Dritter Streiktag bei der CFM: 400 Streikende vor Rotem Rathaus

Nach zwei starken Warn­streik­ta­gen am Don­ner­stag und Fre­itag und ergeb­nis­losen Ver­hand­lun­gen am Mon­tag fand heute der dritte Warn­streik bei der Char­ité Facil­i­ty Man­age­ment statt, der 100-prozenti­gen Ser­vice-Tochter des größten Uni­ver­sität­sklinikums Europas. Während am Don­ner­stag nur Logis­tik, Kranken­trans­port und Sicher­heit aufgerufen waren, gin­gen Fre­itag auch die Kolleg*innen aus der Zen­tral­ster­il­i­sa­tion mit raus. Heute waren dann zusät­zlich noch die Küche und die Reini­gungskräfte mit zum Streik aufgerufen. Und was für einen Unter­schied das machte: 130 Reiniger*innen ver­stärk­ten den Streik und sorgten so dafür, dass es der am besten mobil­isierte Warn­streik in der Geschichte der CFM wurde.

Entsprechend groß waren die Auswirkun­gen des heuti­gen Streik­tags, wie Daniel Turek aus der CFM-Streik­leitung berichtete:

Bei der Streikkundge­bung vor dem Bet­ten­hochhaus der Char­ité ergriff auch Yunus, stu­den­tis­ch­er Beschäftigter an der FU Berlin und Mit­glied der dor­ti­gen ver.di-Betriebsgruppe, das Wort und betonte, dass die Kampfkraft der Kolleg*innen in ihrer Einigkeit liegt: An der CFM streiken deutsche und migrantis­che Kolleg*innen Seite an Seite gegen die neolib­erale Poli­tik des rot-rot-grü­nen Sen­ats. Gegen die AfD, die sich zwar als “Alter­na­tive” präsen­tiert, aber für die Pri­vatisierung von Kranken­häusern und Schulen ein­tritt und die Kolleg*innen anhand von Haut­farbe und Herkun­ft spal­ten will, machte er deut­lich, dass es eine Alter­na­tive der Arbeiter*innen zur Poli­tik der AfD und der regieren­den Parteien geben muss.

Anschließend marschierten Streik­ende und Unterstützer*innen in ein­er großen Kolonne von der Char­ité zum Roten Rathaus, dem Sitz des rot-rot-grü­nen Berlin­er Sen­ats. Sie forderten vom Berlin­er Sen­at die voll­ständi­ge Eingliederung in die Char­ité und damit den TVöD.

Bei der Kundge­bung vor dem Roten Rathaus bekun­dete unser Redak­teur Ste­fan Schnei­der seine Sol­i­dar­ität und wies auf die vie­len Kämpfe gegen Out­sourc­ing in dieser Stadt hin. Angesichts der Ein­schüchterungsver­suche der CFM-Geschäfts­führung gegen streik­ende Reini­gungskräfte, die bis hin zu Kündi­gungs­dro­hun­gen gin­gen, stellte er klar: “Der Berlin­er Sen­at unter­stützt eine krim­inelle Geschäfts­führung”.

Tre­f­fen der Kam­pagne gegen Out­sourc­ing und Befris­tung (Mittwoch, 12.2. 17 Uhr Otaw­is­traße 15, Berlin-Wed­ding


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