Veranstaltung in Berlin: 1917 und 2017 – vom Frauenstreik zur Revolution

03.03.2017, Lesezeit 2 Min.
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Vor hundert Jahren, am internationalen Frauenkampftag, streikten in Petersburg die Textilarbeiterinnen – die Revolution in Russland hatte begonnen. Bei dieser Veranstaltung soll über die Errungenschaften der Frauen, die Situation im Stalinismus und Lehren für heute diskutiert werden.

Vor 100 Jahren zeigten die Textilarbeiterinnen Petersburgs, was Frauen erreichen können, wenn sie gemeinsam kämpfen: Mit ihrem Streik am Internationalen Frauenkampftag brachten sie die Russische Revolution ins Rollen und eroberten sich dabei eine neue Welt. Nach der Revolution war nichts mehr wie vorher. Auf einen Schlag genossen die Frauen im vorher so rückständigen Russland für ein paar Jahre Rechte, wie es sie in keinem anderen Land der Welt gab. Selbst heute können wir von einigen ihrer Errungenschaften nur träumen!

Heute – 100 Jahre nach dieser Erfolgsgeschichte – streiken Frauen in über 40 Ländern für ihre Rechte. Sie kämpfen für das Recht auf Abtreibung, für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, gegen Diskriminierung und Sexismus, gegen Gewalt, Rassismus, Homo- und Transphobie. Denn es gibt immer noch genug Gründe, sich gegen dieses kapitalistische System der Ausbeutung und Unterdrückung zu wehren und sich zu organisieren.

In unserer Veranstaltung wollen wir über die Erfolgsgeschichte der Textilarbeiterinnen von St. Petersburg und ihre Errungenschaften reden – aber auch darüber, wie diese Errungenschaften später durch den Stalinismus wieder zurückgedreht wurden. Außerdem wollen wir über die Aktualität ihrer Erfahrungen für unsere Streiks und Kämpfe heute diskutieren.

Samstag, 18. März 2017


Versammlungsraum im Mehringhof
Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U-Mehringdamm)
Beginn: 18 Uhr
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