Terminübersicht über die Streikwoche in Berlin

20.03.2023, Lesezeit 3 Min.
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Foto: Maxi Schulz

In dieser Woche stehen in Berlin viele Streiks und Aktionen an. Ihr wollt zu den Streikposten kommen oder gemeinsam mit den Beschäftigten demonstrieren? Dann haben wir hier eine Übersicht für euch.

Die Streikwoche beginnt am Dienstag mit dem ersten von zwei Streiktagen der Lehrer:innen. Diese kämpfen seit Monaten für kleinere Klassen und mehr Personal, um den Kampf zum Sieg zu führen, macht die Junge GEW Druck für einen Erzwingungsstreik. Am Dienstag finden in allen Bezirken Versammlungen in sogenannten „Streikcafés” statt. Eine Übersicht wo genau in eurem Bezirk findet ihr auf der Website der GEW.

Am Mittwoch ist der zweite Streiktag der Lehrer:innen. Um 10 Uhr versammeln sie sich zu einer großen Demonstration am Potsdamer Platz.

Donnerstag geht es mit der TVöD-Runde weiter, bald steht die dritte Verhandlungsrunde an, daher kommt diesen Streiks eine besondere Bedeutung zu. In den Krankenhäusern der Charité, von Vivantes und dem jüdischen Krankenhaus wird gestreikt. Am frühen Morgen ab 6 Uhr wird es Streikposten geben.

Um 9:30 folgt dann eine gemeinsame Streikdemonstration der Krankenhäuser, die vor dem Bundesinnenministerium startet.

Außerdem findet am Abend eine Solidaritätskundgebung mit dem Kampf gegen die Rentenreform in Frankreich um 18:00 Uhr vor der französischen Botschaft statt. Für Donnerstag sind besonders große Streiks der französischen Gewerkschaft geplant. Hoch die internationale Solidarität!

Freitag wird wieder gestreikt in den Krankenhäusern, wie gewohnt wird es Streikposten ab 6 Uhr geben. Die Arbeiter:innen freuen sich über solidarischen Besuch und gute Diskussionen!

Am Abend veranstaltet KGK-Workers ein Treffen für Arbeiter:innen, um sich zu vernetzen und zukünftig gemeinsam Politik zu machen. Mehr Informationen dazu hier. Das Treffen findet um 18:30 Uhr statt, Ort auf Anfrage.

Der Samstag wird zum Höhepunkt der Woche. Dort wird die Demonstration “Wir zahlen nicht für eure Krise” stattfinden. Diese wird von einem Bündnis aus Gewerkschaften und der Kampagne Genug ist Genug organisiert. Los geht es um 12 Uhr vor dem Brandenburger Tor.

Seit Monaten kämpfen Zehntausende Arbeiter:innen im Rahmen der TVöD-Runde für einen gerechten Inflationsausgleich. Auch in Berlin organisieren sich Tausende Lehrer:innen gemeinsam gegen die Kürzungspolitik des Senats. Beide Kämpfe könnten zu einem Ende kommen, welches nicht in unserem Interesse ist. Daher braucht es jetzt eine besondere Anspannung und Solidarität, wir müssen insbesondere für eine Zusammenführung der Streiks und für unbefristete Streiks eintreten! Lasst uns diese Woche nutzen, um die Streiks näher zum Sieg als zum Kompromiss oder zur Niederlage zu führen!

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