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Streikende der VSG solidarisieren sich mit Patienten

In der Berliner Morgenpost wurde über den Prostatakrebs-Patienten Uwe Geißler berichtet, dessen Operation angeblich wegen des Streiks bei der VSG mehrfach verschoben wurde. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn gerade für solche Fälle gibt es eine Notdienstvereinbarung. Warum diese hier nicht gegriffen hat, verstehen die Streikenden nicht.

Streikende der VSG solidarisieren sich mit Patienten

Seit mittlerweile sechs Wochen befinden sich die Mitarbeiter*innen der VSG im Streik. Erst letzte Woche Freitag fingen größere Medien an über den derzeitigen Ausstand zu berichten. Darunter befand sich die Berliner Morgenpost. In ihrem Artikel über den Ausstand an der VSG berichteten sie über den Patienten Uwe Geißler, der sich wegen einer Prostatakrebs-Diagnose im Humboldtklinikum von Vivantes operieren lassen wollte. Ihm wurde allerdings mitgeteilt dass sein OP-Termin wegen des Streiks bei der VSG verschoben wurde.

Wir alle können uns gut vorstellen welch schreckliches Erlebnis eine Krebsdiagnose sein muss. Wenn der Krebs rechtzeitig entdeckt und frühzeitig eine Behandlung eingeleitet wird, bestehen gute Heilungschancen. Deswegen darf so eine Operation nicht verschoben werden. Genau dafür gibt es eine Notdienstvereinbarung. Die Streikenden der VSG verstehen nicht, weshalb Vivantes die Operation von Uwe Geißler offenbar nicht als Notfall bewertet.

Ganz im Gegenteil – oft genug versucht Vivantes über die Notdienstvereinbarung den Streik zu unterlaufen, indem sie für Fälle missbraucht wird, bei denen kein dringender Handlungsbedarf besteht. Die Operation von Uwe Geißler zählt jedoch ganz klar zu den Fällen mit dringendem Handlungsbedarf, wie die Streikenden betonen.

Ein Mitarbeiter berichtet sogar in seiner Antwort an die Morgenpost:

Richtig ist, dass das Humboldt-Klinikum gerade nicht von dem Streik betroffen ist, da die dortigen elf OP-Säle ihr Sterilisationsgut aus der Zentralsterilisation im Krankenhaus Spandau beziehen und dieses den Betrieb bis auf ganz wenige Ausnahmen komplett aufrecht erhalten. Wenn es also tatsächlich eine Verschiebung der geplanten OP von Herrn Geißler geben sollte, hat dies nichts mit Auswirkungen des Streiks zu tun.

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