Hintergründe

Sozialistische Planwirtschaft und eine mögliche Zukunft

Im Kapitalismus dreht sich bei der Produktion alles um den Profit. Wie würde eine sozialistische Planwirtschaft aussehen, die sich an menschlichen Bedürfnissen orientiert?

Sozialistische Planwirtschaft und eine mögliche Zukunft
Illustration: Juan Atacho

Der Kapitalismus hat sich seit Langem als ein zunehmend dysfunktionales System erwiesen. Einige der deutlichsten Ausdrucksformen dessen sind: Das unfassbare Wohlstandsgefälle, das jedes Jahr zwischen einer Handvoll Milliardär:innen und der Hälfte der Weltbevölkerung wächst; die extreme Armut, von der hunderte Millionen Menschen betroffen sind; und die Klimakrise, die sich aus dem Zwang des Kapitalismus ergibt, die Produktion so billig wie möglich zu gestalten, was wiederum dazu führt, dass jegliche Umweltentlastung so weit wie möglich abgeschwächt wird.

Und es gibt noch mehr Anzeichen: Eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit den Zuständen, die dieses System hervorruft, und eine Zukunft, die in der Tat sehr düster aussieht. Es ist nicht verwunderlich, dass viele junge Menschen, selbst in den kapitalistischen Hochburgen, zunehmend sozialistischen Ideen zugeneigt sind, was als „Millennial Socialism“ bezeichnet wurde. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung, darüber zu diskutieren, wie wir eine Alternative zum Kapitalismus erreichen können und warum diese Alternative sozialistisch sein muss.

Es wird viel Aufwand betrieben, um den Sozialismus als ein gescheitertes, bankrottes System darzustellen, das für das Elend von mehr als einem Land verantwortlich ist, das sich heute in der kapitalistischen Umlaufbahn befindet. Im besten Fall wird der Sozialismus als Utopie dargestellt, als ein System, das nicht funktionieren kann und unmöglich zu erreichen ist.

Diejenigen von uns, die den Sozialismus unterstützen und für ihn kämpfen, können mit diesen Vorstellungen brechen helfen, indem sie einige Elemente der von uns angestrebten Gesellschaft darlegen, in der die Befriedigung der Bedürfnisse durch die Planung der Produktion im Vordergrund steht und in der die Produktionsmittel kollektives Eigentum sind. Um die kommunistische Zukunft zu erreichen, die Marx beschrieben hat, ist natürlich ein Übergang notwendig – ein Übergang, der mit einer Arbeiter:innenregierung beginnt.

Warum ist die sozialistische Planwirtschaft ein Modell, das dem kapitalistischen weit überlegen ist, und ist der Sozialismus möglich? Kurz gesagt, die kollektiv beschlossene Produktion von Gütern und Dienstleistungen unter Einsatz vergesellschafteter Produktionsmittel wird es uns ermöglichen, die gesellschaftlichen Bedürfnisse durch Planung zu befriedigen. Es ist der bessere Ansatz, weil er es ermöglicht, diese Bedürfnisse abzuschätzen und sicherzustellen, dass wir das Notwendige mit der geringstmöglichen Anzahl von Arbeitsstunden produzieren, während wir die natürlichen Ressourcen auf rationale Weise nutzen.

Profitorientierte Produktion oder sozialistische Planung?

In der kapitalistischen Gesellschaft, in der wir leben, liegt die Entscheidung darüber, was produziert wird, in den Händen einer Minderheit, die die Produktionsmittel besitzt. Diese Produktionsweise ermöglicht die private Aneignung des gesellschaftlichen Überschusses. Die Ziele, die hinter den Entscheidungen darüber stehen, was wie produziert werden soll, beruhen auf der Maximierung der Gewinne.

Kapitalist:innen produzieren so lange Waren und Dienstleistungen, wie sie ausreichende Gewinne erzielen, was ihren Zielen entspricht. Wenn dies nicht mehr gegeben ist, verzichten die Kapitalist:innen entweder darauf, diese Dinge zu produzieren, oder sie kürzen ihre Investitionen in diese Güter und Dienstleistungen – selbst wenn dadurch die gesamtgesellschaftlichen Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden. Das liegt daran, dass dem Großteil der Gesellschaft aufgrund der Einkommensungleichheit die materiellen Mittel fehlen, um sich als „effektive Nachfrage“ zu äußern. Die reale Nachfrage drückt in keiner Weise aus, was der Einzelne wirklich bevorzugt, sondern nur, was er tatsächlich konsumieren kann.

Was wäre, wenn die Arbeiter:innenklasse die Entscheidungen darüber treffen würde, was und wie produziert werden soll? Es mag offensichtlich erscheinen, aber die Arbeiter:innenklasse – eine weitaus größere Bevölkerungsgruppe als die Eigentümer:innen der Produktionsmittel – ist in der Lage, die Verwaltung dieser Mittel selbst in die Hand zu nehmen und festzulegen, was genau produziert werden müsste, um die Bedürfnisse der  ganzen Gesellschaften zu erfüllen.

Die Planwirtschaft könnte dazu beitragen, die Produktion von Gütern und Dienstleistungen so zu organisieren, dass die tatsächlichen gesellschaftlichen Bedürfnisse befriedigt werden. In seinem Werk „“Die sowjetische Wirtschaft in Gefahr“ von 1932 schlug Leo Trotzki, der die Schwächen der Planung in der UdSSR erkannte, vor, dass dies nur durch die Kombination von drei Faktoren zu erreichen sei, die für das Durchdenken einer Planwirtschaft von entscheidender Bedeutung sind. Ein Äquivalent würde heute umfassen:

(1) Gesamtplan: Ausarbeitung eines Plans, das heißt, einer vorherigen, zwischen zentralen und lokalen Stellen abgestimmten Ressourcenzuweisung, in der die zu produzierenden Waren und Dienstleistungen berücksichtigt werden und der die Arbeitszeiten, die benötigten Betriebsmittel, einen Zeitplan und die Umweltauswirkungen berücksichtigt. Auf dieser Grundlage kann eine Produktionsprognose erstellt werden.

(2) Handel: Je nach Stadium des Übergangs zum Sozialismus wird es wichtig sein, die Planung mit der Realität zu vergleichen, um zu sehen, was schief gehen könnte, und um Anpassungen vornehmen zu können, wenn Probleme oder Veränderungen der sozialen Bedürfnisse auftreten.

(3) Arbeiter:innendemokratie: Sie garantiert eine klare und leicht verständliche Information, damit die gesamte Bevölkerung verstehen kann, was geschieht und warum. Auf der Grundlage dieser Informationen kann der Plan bei jeder notwendigen Änderung angepasst werden. Eine ständige Kontrolle der Arbeiter:innen über die Verwendung und Offenheit von Informationen ist unerlässlich. Es darf keine herrschende Klasse geben, die nach Vorteilen strebt, keine Bürokratie und keinen Polizeistaat, der eine Bürokratie einsetzt, um sich selbst aufrechtzuerhalten und nicht in Frage gestellt zu werden.

Lektionen über Planung

Allein die Idee der Planung ist für liberale Ökonom:innen und andere Verfechter:innen der freien Marktwirtschaft ein Skandal und doch ist sie in kapitalistischen Unternehmen fest verankert. Heutzutage ist die Planung in vielen kapitalistischen Unternehmen eine gut geölte Maschine. Die meisten großen Unternehmen haben Geschäftsmethoden eingeführt, die darauf abzielen, sie „beweglich“ zu machen, und die auf einer Kombination aus relativ langfristigen Plänen, vierteljährlichen Bewertungen und auf (zwei-)wöchentlicher Teamplanung basieren. Mit anderen Worten: Sie nutzen eine vorherige Zuweisung von Ressourcen, statt sich auf Spontaneität oder interne Preisbildungsmechanismen zu verlassen. Sie wenden auch eine wirtschaftliche Planung an und verwalten die Lagerbestände so, dass sie so gering wie möglich sind.

Walmart, Amazon und Mercado Libre in Lateinamerika sind große Informationsmonopole, die sich diese Daten zunutze machen, um abzuschätzen, welches Produkt, wie oft und wann verkauft werden wird, und die auf dieser Grundlage ihren Bedarf an Logistikmitarbeiter:innen, Produktbeständen und Verpackungen vorhersagen können, um zu ermitteln, welche Dienstleistungen sie wann und wie ihren Drittverkäufer:innen empfehlen sollten. Sie nutzen diese Informationen auch dazu aus, die profitabelsten Produkte auf ihren eigenen Plattformen auszuwählen, damit sie konkurrenzfähig bleiben.

Diese unternehmensinterne Planung, die im Kapitalismus bereits als Funktion der Gewinnmaximierung existiert, kann angepasst und umformuliert werden, um dem Ziel der Befriedigung sozialer Bedürfnisse zu dienen, aber nur, wenn wir ändern, wer die grundlegenden Produktionsmittel an der Wurzel besitzt und verwaltet. Dazu ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir uns eine andere Gesellschaft vorstellen und darüber debattieren, wie sie aussehen könnte, indem wir die besten Elemente der marxistischen Theorie aufgreifen, die Erfahrungen der im 20. Jahrhundert besiegten Arbeiter:innenstaaten einbeziehen und die theoretischen und technologischen Fortschritte von heute berücksichtigen, die uns mehr Instrumente für die Diskussion über die Planung geben, die ein zentraler Bestandteil des sozialistischen Projekts ist.

Ein Beispiel für die Vorstellung einer sozialistischen Zukunft

Obwohl die Planung in der Praxis definiert werden muss, können wir als erste Annäherung versuchen, uns auf der Grundlage von Erfahrungen eine Vorstellung davon zu machen, wie sie bei Lebensmitteln aussehen könnte. Es ist bekannt, dass die globale Nahrungsmittelproduktion, die in einer Megakonzentration bei einigen wenigen Unternehmen angesiedelt ist, den sozialen Bedarf decken könnte. Es ist auch bekannt, dass rund 30 Prozent der Lebensmittel verschwendet werden, während 811 Millionen Menschen hungern, da die Produktion den Gesetzen des Marktes unterliegt. Zunächst müssten der Boden und die Produktionsmittel vergesellschaftet werden. Die Herausforderung besteht jedoch darin, zu definieren, was und wie produziert werden soll.

Bei der Lebensmittelplanung sollte zunächst die Menge und die Art der Lebensmittel geschätzt werden, die zur Befriedigung der sozialen Bedürfnisse benötigt werden. Diese Aufgabe sollte nicht zu kompliziert sein, denn wir könnten mit den aktuellen Verbrauchsstatistiken beginnen.

Andererseits könnte eine Aufteilung der Produktion nach verschiedenen Gesichtspunkten vorgenommen werden, zum Beispiel nach der Fläche, die genutzt werden kann, nach den erforderlichen Maschinen und nach der Anzahl der Arbeitsstunden, die für eine korrekte Verteilung erforderlich sind. Da der Boden und die Produktionsmittel vergesellschaftet wären, gäbe es keine Agrarmieten und keine Notwendigkeit, den Mehrwert abzuschöpfen. Diese demokratische Aufteilung der Produktion sollte auf globaler und lokaler Ebene berücksichtigt werden, um Ressourcen zu verteilen und eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel zu gewährleisten.

Wir könnten die Ernährung des gesamten Planeten sicherstellen, indem wir den tatsächlichen Bedarf berücksichtigen und die Produktion in seinem Sinne gestalten, indem wir sicherstellen, dass sie qualitativ hochwertig und kostengünstig ist, da der soziale Überschuss nicht mehr in private Hände fällt, sondern sozialisiert wird. Darüber hinaus könnten demokratisch aufbereitete Informationen dazu beitragen, die unterschiedlichen Nebenwirkungen der einzelnen Lebensmittel zu verstehen. Von Umweltverschmutzung, Tierquälerei und den Auswirkungen von Lebensmitteln auf unsere Gesundheit. Wenn wir die Ernährung der gesamten Bevölkerung garantieren könnten, wäre es viel einfacher, über mögliche Übergangsalternativen zu diskutieren und die besten Produktions- und Konsumformen zu wählen. Dies ist ein anschauliches Beispiel, das hilft zu verstehen, wo Irrationalität liegt und wie sie uns auf verschiedenen Ebenen beeinflusst. Nimmt man noch andere strategische Sektoren hinzu, in denen eine Planung durchaus möglich ist, wie zum Beispiel den Banken-, den Energie-, den Wohnungsbau- und den Verkehrssektor, um nur einige zu nennen, so kann man sich eine sozialistische Zukunft vorstellen, die viel realistischer ist als das, was man uns weismachen will.

Wie bereits erwähnt, wird dieser Weg nicht über die Regulierung von Unternehmen möglich sein, da dies selbst im besten Fall nur dazu führt, dass die Planung der Produktion trotz einiger zusätzlicher Einschränkungen in privater Hand bleibt. Stattdessen müssen die Produktionsmittel vergesellschaftet werden, damit der gesellschaftliche Überschuss nicht mehr in den Händen einiger weniger liegt, sondern an die gesamte Bevölkerung verteilt wird.

In diesem Sinne schlägt Marx als Perspektive eine freie Gesellschaft von assoziierten Produzent:innen vor, die bestimmen, was und wie sie produzieren. Kommunismus als geplante und bewusste Kontrolle von frei assoziierten Menschen:

Der sozialisierte Mensch, die assoziierten Produzent:innen regeln den menschlichen Stoffwechsel mit der Natur auf rationale Weise, indem sie ihn unter ihrer kollektiven Kontrolle durchführen, anstatt sich von dieser Interaktion beherrschen zu lassen, als wäre sie eine blinde Macht, und sie erreichen ihn mit dem geringsten Energieaufwand und unter Bedingungen, die der menschlichen Natur am wertvollsten und angemessensten sind.

Ein Beispiel für dieses Potenzial ist die Übergangsformation, die der Arbeiterstaat der UdSSR war. Trotz der Bürokratisierung, die die Entwicklung einer demokratischen Planwirtschaft nicht zuließ, gelang es ihr zwischen 1930 und 1960, innerhalb weniger Jahrzehnte ein rückständiges kapitalistisches Land mit feudalen Anklängen in die zweitgrößte Wirtschafts- und Industriemacht der Welt zu verwandeln. Natürlich waren diese Veränderungen aufgrund des Stalinismus und bürokratischer Machenschaften wie der Zwangskollektivierung (der eine Politik vorausging, die die Bereicherung der kapitalistischen Bauern förderte, während die verstaatlichte Industrie heruntergewirtschaftet wurde) traumatisch. Sie litt auch unter großen Schwierigkeiten, sowohl wegen der technologischen Rückständigkeit als auch weil die Bürokratie immer mehr Missstände schuf und eine echte Mitsprache und Kontrolle der Bevölkerung über die Produktion und die Geschicke der Wirtschaft verhinderte. Trotz dieser Einschränkungen war die Industrialisierung weit fortgeschritten. Obwohl die negativen Auswirkungen dieser Prozesse – die man mit dem sozialistischen Projekt, das wir aufbauen wollen, gleichzusetzen versucht – allgemein bekannt sind, ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass bestimmte Aspekte der Vergesellschaftung der Produktionsmittel und der Planung der Wirtschaft diese beispiellosen Fortschritte für rückständige Volkswirtschaften hervorgebracht haben. Trotzki wies in Die verratene Revolution eindringlich auf die unbestreitbaren Erfolge des Fortschritts auf dem Gebiet der Produktion hin:

Der Umfang der sowjetrussischen Industrialisierung vor dem Hintergrund des Stillstands und Verfalls fast der gesamten kapitalistischen Welt wird aus folgenden Globalangaben ersichtlich. […] Im Dezember 1913 förderte das Donezbecken 2.275.000 Tonnen Kohle, im Dezember 1935 7.125.000 Tonnen. In den letzten drei Jahren vergrößerte sich die Gusseisenschmelze um das Doppelte, die Stahl- und Walzeisenerzeugung beinahe um das Zweieinhalbfache. Verglichen mit dem Vorkriegsniveau stieg die Gewinnung an Erdöl, Kohle und Eisenerz auf das Drei- bis Dreieinhalbfache. 1920, als der erste Elektrifizierungsplan aufgestellt wurde, gab es im Lande zehn lokale Elektrizitätswerke mit einem Gesamtleistungsvermögen von 253.000 Kilowatt. 1935 waren es bereits 95 mit einem Gesamtleistungsvermögen von 4.345.000 Kilowatt. 1925 stand die UdSSR hinsichtlich der Erzeugung von elektrischer Energie an elfter Stelle: 1935 wird sie nur noch von Deutschland und den Vereinigten Staaten übertroffen. In der Kohleförderung rückte sie von der zehnten an die vierte Stelle. In der Stahlerzeugung von der sechsten an die dritte. In der Traktorenproduktion an die erste Stelle in der ganzen Welt. Ebenso in der Zuckergewinnung.

Gigantische Errungenschaften in der Industrie, vielversprechender Beginn eines Aufschwungs der Landwirtschaft, außerordentliches Anwachsen der alten und Entstehen neuer Industriestädte, rasche Zunahme der Zahl der Arbeiter, Hebung des Kulturniveaus und der Bedürfnisse – das sind die unbestreitbaren Ergebnisse der Oktoberrevolution, in der die Propheten der alten Welt das Grab der menschlichen Zivilisation sehen wollten.

Und er fährt fort, debattiert mit denjenigen, die der Meinung sind, dass eine vergesellschaftete Produktion nicht möglich ist, und erklärt, dass, selbst wenn der Prozess der Bürokratisierung weitergeht, die Erfahrung des sowjetischen Modells eine Schule für zukünftige Generationen sein wird:

Mit den Herren bürgerlichen Ökonomen braucht man nicht mehr zu streiten: der Sozialismus bewies sein Recht auf den Sieg nicht auf den Seiten des „Kapital“, sondern in einer Wirtschaftsarena, die ein Sechstel der Erdoberfläche bildet, bewies es nicht in der Sprache der Dialektik, sondern in der Sprache des Eisens, des Zements und der Elektrizität. Selbst wenn die UdSSR infolge innerer Schwierigkeiten, äußerer Schläge und der Fehler der Führung zusammenbräche – was, wie wir fest hoffen, nicht eintreten möge – so bliebe doch als ein Pfand der Zukunft die unaustilgbare Tatsache bestehen, dass allein dank der proletarischen Revolution ein zurückgebliebenes Land in weniger als zwei Jahrzehnten in der Geschichte beispiellos dastehende Erfolge erzielte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es die Arbeiter:innen sind, die produzieren, aber die Eigentümer:innen der Produktionsmittel, die entscheiden, was und wie. Was wollen wir revolutionären Sozialist:innen? Wir wollen, dass die Arbeiter:innenklasse in ihrer Gesamtheit bei einer tiefgreifenden Umgestaltung der Gesellschaft die Führung übernimmt, indem sie die Produktionsmittel (Fabriken, strategische Infrastrukturen, Verkehr, usw.) vergesellschaftet, sodass sie sich nach den sozialen Bedürfnissen und nicht nach den Profiten richtet. Gleichzeitig sollte dies auf demokratische Weise geschehen, unter Berücksichtigung der Arbeitszeit, die erforderlich ist, um die benötigte Menge an Gütern und Dienstleistungen zu erzeugen, und auch unter Berücksichtigung der Umweltauswirkungen.

Dieser Artikel erschien zuerst am 24. Juli 2022 in Ideas de Izquierda, dem Magazin von La Izquierda Diario, der  Zeitung unserer argentinischen Schwesterorganisation.

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