Deutschland

Solidarität aus Chile mit den kämpferischen Geflüchteten

Die antibürokratis­che und klassenkämpferische Grup­pierung Alter­na­ti­va Obr­era gemein­sam mit Arbei­t­erIn­nen, die sich im Arbeit­skampf befind­en, erk­lären sich mit dem Kampf der Geflüchteten sol­i­darisch

Solidarität aus Chile mit den kämpferischen Geflüchteten

// Die antibürokratis­che und klassenkämpferische Grup­pierung Alter­na­ti­va Obr­era gemein­sam mit Arbei­t­erIn­nen, die sich im Arbeit­skampf befind­en, erk­lären sich mit dem Kampf der Geflüchteten sol­i­darisch //

Am Mor­gen des 2. Okto­bers wurde mit der gewalt­samen Räu­mung des DGB-Haus­es in Berlin, das von etwa 30 Geflüchteten eine Woche lang beset­zt wurde, eines der Prinzip­i­en der deutschen Arbei­t­erIn­nen­be­we­gung gebrochen: Seit dem 2. Mai 1933 hat­te es keinen solchen Polizeiein­satz in einem Gew­er­sck­aft­shaus gegeben – und dies­mal wurde er sog­ar von den Funk­tionärIn­nen des DGB Berlin-Bran­den­burg, in Übere­in­stim­mung mit allen Vorstän­den der Einzel­gew­erkschaften aus diesen Bun­deslän­dern, erbeten. Die Geflüchteten, die für ihre grundle­gen­den demokratis­chen Rechte wie gew­erkschaftliche Organ­isierung, Arbeits- und Bleiberecht kämpfen, wur­den nicht als Teile der Arbei­t­erIn­nen­klasse, son­dern als “keine reg­ulären Arbeit­nehmer” [sic.] erkan­nt, so im RBB. “Die Flüchtlinge haben offen­bar ein ganz falsches oder nur unklares Ver­ständ­nis vom Deutschen Gew­erkschafts­bund” (Ebd.) sagt der Press­esprech­er des DGB-Lan­desver­ban­des… wie richtig er doch liegt.

Kurz nach­dem die Nachricht Chile erre­ichte, wurde spon­tan ein Trans­par­ent von AktivistIn­nen von Alter­na­ti­va Obr­era und der Partei Rev­o­lu­tionär­er Arbei­t­erIn­nen (PTR) gemalt auf dem stand: “Wir lehnen die Poli­tik der Bürokratie des DGB ab. Wir alle sind Refugees. Die Arbei­t­erIn­nen­klasse ist eine und ohne Gren­zen.”
Auf ein­er gemein­samen Aktiv­ität mit Arbei­t­erIn­nen von Alter­na­ti­va Obr­era und gew­erkschaftlichen AktivistIn­nen der Einzel­han­dels­gew­erkschaft Por­tia, die sich in Ver­hand­lun­gen um einen Tar­ifver­trag befind­en, wurde über die Sit­u­a­tion der Geflüchteten in Europa und Deutsch­land gesprochen. Viele der Arbei­t­erIn­nen waren erstaunt über die Bru­tal­ität des deutschen “Rechtsstaates” und der ras­sis­tis­chen Außen­poli­tik Europas, die jährlich tausende Men­schen im Mit­telmeer ertrinken lässt. “Ich hätte nicht gedacht, dass die Arbei­t­erIn­nen dort die gle­ichen, oder sog­ar noch größere Prob­leme haben als wir”, bemerk­te eine Arbei­t­erin aus dem Einzel­han­del. “Auch in diesen Län­dern sind es nur die Kap­i­tal­istIn­nen, denen es wirk­lich gut geht. Für die Aus­ge­beuteten und Unter­drück­ten gibt es dort keine paradiesis­chen Zustände”, antwortete ein ander­er.

Alle etwa 20 Arbei­t­erIn­nen stimmten dem Vorschlag, einen sol­i­darischen Gruß zu ver­schick­en. Arbei­t­erIn­nen aus dem Einzel­han­del, dem Gesund­heitssek­tor, der Indus­trie und der Post erk­lärten sich sol­i­darisch mit dem Kampf und sprachen sich gegen den Polizeiein­satz in Gew­erkschaft­shäusern aus. Darüber hin­aus ver­sicherten sie ihre Unter­stützung wann immer sie nötig sei.

Im Gegen­satz zu den BürokratIn­nen des DGB haben sie ver­standen, was die Wörter “Sol­i­dar­ität” und die “Ein­heit der inter­na­tionalen Arbei­t­erIn­nen­klasse” bedeuten.

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