Deutschland

Servicekräfte bestreiken Nürnberger Krankenhaus

Seit Monaten kämpfen die Arbeiter:innen der Service GmbH Klinikum Nürnberg für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Sie tun dies, da sich zwischen den Kolleg:innen teilweise hunderte Euro Lohndifferenz ergeben und fordern nun die Eingliederung aller Beschäftigten in den TVöD.

Servicekräfte bestreiken Nürnberger Krankenhaus
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Bereits im vergangenen Oktober streikten die Klinik-Servicekräfte zusammen mit den Beschäftigten des öffentlichen Diensts. Nachdem dies beim Arbeitgeber auf taube Ohren gestoßen war, gehen die Arbeiter:innen nun in die nächste Runde ihres Kampfes.

Dabei sollte grade in Zeiten der Pandemie klar sein, dass auch das Servicepersonal in Krankenhäusern essenziell für die Gesundheit der Öffentlichkeit ist. Mit den Worten der Betriebsratsvorsitzenden Karin Reinfelder:

„Die wertvolle Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen für die Allgemeinheit und die Patientensicherheit in Nürnberg und Umland muss endlich besser entlohnt werden!“

Sollte der Arbeitgeber in den Verhandlungen kein ausreichendes Angebot machen, müssen der Streik und die Mobilisierung ausgeweitet werden, da derzeit pandemiebedingt nur 15 der 816 Beschäftigten durch ver.di zum Streik aufgerufen sind. Hier gilt es auch ver.di in die Pflicht zu nehmen und eine Ausweitung des Streiks auf die Kolleg:innen der zwei weiteren Kliniken, die im gleichen Tarifverbund sind, zu erwirken. Dabei müssen auch größere Streikversammlungen aller Betroffenen organisiert und die Verbindung zu den Pflegekräften des Klinikums hergestellt werden, wie das auch im Oktober geschah. Mit diesen beiden Taktiken haben auch die Streikenden des Charité Facility Managements in Berlin gute Erfahrungen gemacht: sie beweisen, dass es höchste Zeit wird, diese Taktiken überall zur Praxis zu machen!

Die durch den Oberbürgermeister noch im Wahlkampf des letzten Jahres versprochene Gleichberechtigung wird sich durch den jetzt in Aussicht gestellten Haustarifvertrag nicht durchsetzen lassen. Ein Ergebnis im Interesse der Beschäftigten und der Öffentlichkeit wird es nur mit der Ausweitung und solidarischen Unterstützung dieses Arbeitskampfs geben!

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