Deutschland

Rechter Terror: Erneute Nazi-Attacken in Südneukölln

Britz, Buckow, Rudow: In den letzten Monaten steigen rechtsradikale Anschläge und Übergriffe im Berliner Süden stark an. 
In der Nacht zu Montag gab es Brandanschläge auf die Autos eines Buchhändlers und eines linken Gewerkschafters.

Rechter Terror: Erneute Nazi-Attacken in Südneukölln

Vor etwa einem Monat (11./12.12.) wur­den die Fen­ster der Buch­hand­lung LEPORELLO in Berlin-Rudow mit Steinen eingeschmis­sen. Kurz zuvor hat­te dort eine Ver­anstal­tung mit dem Titel „Was tun gegen die AfD? Auf­ste­hen gegen Ras­sis­mus!“ stattge­fun­den. Bere­its im Som­mer wur­den der Buch­laden und sein Inhab­er auf der inzwis­chen nicht mehr exis­ten­ten Face­book-Seite Freie Kräfte Berlin Neukölln im Rah­men der Kam­pagne „Neukölln wehrt sich gegen Link­sex­treme“ erwäh­nt.

Das ist kein Einzelfall: In der­sel­ben Nacht im Dezem­ber gab es einen ver­sucht­en Bran­dan­schlag auf das k‑fetisch in Nord­neukölln, eine mutwillige Zer­störung eines anti­ras­sis­tis­chen Trans­par­ents an der Dor­fkirche Rudow und zwei Angriffe auf Pri­vat­woh­nun­gen von Aktivist*innen in Neukölln.

Immer wieder bren­nen in Neukölln die Autos von Men­schen, die human­itäre Hil­fe leis­ten, selb­st die Falken und auch die SPD bleiben von rechter Gewalt nicht ver­schont. Nun trifft es wieder den Besitzer ein­er Buch­hand­lung Heinz J. Oster­mann, dessen Auto direkt vor sein­er Haustür angezün­det wurde. Er spricht von ein­er „Ein­schüchterungsstrate­gie“.

Von diesem Anschlag war auch der IG-Met­all-Funk­tionär Detlef Fendt betrof­fen. Regelmäßig stellte er sich recht­en Aufmärschen von NPD und AfD ent­ge­gen und beteiligte sich an antifaschis­tis­chen Protesten. Eine Woche zuvor wurde schon das Auto der ehre­namtlichen DGB-Vor­sitzen­den in Neukölln Ziel eines Bran­dan­schlags.

In Zeit­en, in denen die AfD so ras­ant zulegt, dass selb­st in Rudow die NPD die 5%-Hürde nicht mehr gepackt hat, Aktivist*innen, linke Räume und selb­st linkslib­erale bürg­er­liche Men­schen ange­grif­f­en wer­den, ihre Adressen ins Netz gestellt wer­den, brauchen wir eine anti­ras­sis­tis­che Antwort!

Angesichts der neuen Fälle recht­en Ter­rors find­et am Sam­stag eine Kundge­bung in Neukölln statt, um gegen Ras­sis­mus und Intol­er­anz zu protestieren:

Kundge­bung gegen Intol­er­anz und Ras­sis­mus:
Sam­stag, den 28. Jan­u­ar 2017, um 15 Uhr vor der Hufeisen­treppe, Fritz-Reuter-Alle 48 (zwis­chen U‑Bhf. Blaschko- und Parchimer-Alle)

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