Jugend

Leer­stand beset­zen – Wohn­raum für alle!

Im Rahmen eines Aktionstags der Kampagne Wohnen – Bleiben – Fluchtursachen bekämpfen: Die Reichen sollen zahlen fand am 18. Dezember in Berlin eine Demonstration unter dem Motto “Leerstand besetzen – Wohnraum für Alle!” statt. Die Initiative zu dieser Kampagne ging vom BAK Revolutionäre Linke der Linksjugend [’solid] aus.

Leerstand besetzen – Wohnraum für alle!

Die Demonstration mit zirka 50 Teilnehmer*innen sollte zum einen auf die katastrophalen Zustände am LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales) aufmerksam machen, wo jede Nacht hunderte Geflüchtete in der Kälte auf ihre Registrierung warten müssen. Zum anderen wurde eine konkrete Lösung vorgestellt: Die Nutzung leerstehender Gebäude für Geflüchtete.

So war auch das Ziel des Demozuges das momentan leerstehende ehemalige Innenministerium, welches sich nur wenige Meter entfernt vom Lageso befindet. In Redebeiträgen kritisierten Genoss*innen zudem den Syrieneinsatz mit Sätzen wie “Krieg gegen Terrorismus schafft nur noch mehr Terror.” oder das “Geld für Wohnungsbau lieber in militärische Einsätze investiert wird.”

Allein im Gebäude des ehemaligen Innenministeriums befinden sich 850 beheizte Räume, welche z.B. als Wartezentren benutzt werden könnten, anstatt sie für eine Miete von 570.000€ leer stehen zu lassen. Allein in Berlin stehen „aus spekulativen Gründen“ bis zu 5000 Wohnungen leer. Bundesweit geht man von einer Zahl von 1,7 Millionen Wohnungen aus. Das würde reichen um allen Geflüchteten eine Wohnung zur Verfügung zu stellen.

Deutschlandweit kam es im Rahmen des Aktionstages zu Demonstrationen, so z. B. auch in Hamburg, wo etwa 500 Schüler*innen unter dem Motto “Ausbildungsplätze statt Ausländer hetze! – Wohnen statt Waffen! – Kitas statt Krieg!” gemeinsam auf die Straße gingen.

Insgesamt wäre es allerdings wünschenswert gewesen noch mehr Gruppen in diese unterstützenswerte Initiative einzubinden. So hätte man am Freitag sicherlich auch mehr als 50 Menschen in Berlin auf die Straße bringen können, wenn beispielsweise an Schulen und Universitäten bestehende antirassistische Komitees in die Mobilisierung mit eingebunden gewesen wären.

Dieser Artikel auf dem Blog der Revolutionär-Kommunistischen Jugend

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