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„Keinen Cent für ihre Krise!“ – ein Azubi im Kindergarten klagt an

Rojhat, Azubi im einer Kindertagesstätte, bestreikte am Donnerstag mit mehreren seiner Mitschüler:innen die Schule, um sich dem Arbeitskampf im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) anzuschließen. Bei der Streikkundgebung der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) in München sprach er sich dafür aus, nicht von den Forderungen abzuweichen.

Rojhat bei der Streikkundgebung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in München. Foto: Privat

Die Folgen der Verhandlungen um höhere Löhne und bessere Lern- und Arbeitsbedingungen betreffen die Auszubildenden im Sozial- und Erziehungsdienst direkt. Von Beginn ihrer Ausbildung an sind sie essentiell für das Funktionieren der Betriebe und durch den Personalmangel fällt das Erlernen von pädagogischen Methoden in der Praxis oft hinten runter. Im Betrieb erfahren sie jeden Tag die unglaubliche Belastung, der sie und ihre Kolleg:innen ausgesetzt sind und die sich auch in der Arbeit mit den Kindern und zu betreuenden Menschen niederschlägt.

Perspektivisch werden 200.000 Beschäftigte deutschlandweit im Sozial- und Erziehungsdienst fehlen, während circa ein Viertel der Kolle:innen über einen Berufsausstieg oder -wechsel nachdenkt. Die Zustände können sich nur ändern, wenn die Kolleg:innen für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine gesamtgesellschaftliche Aufwertung kämpfen.

Die Beschäftigten selbst wissen am besten, wie der Sozial- und Erziehungsdienst für die Kinder, die Eltern und sie selbst am besten gestaltet werden sollte. Während die Inflation steigt und die Lebenskosten für viele von uns nicht mehr tragbar sind, wird der sozialen Arbeit, der Pflege und dem Bildungswesen ein Sparkurs aufgedrückt, während Konzerne und die Bundeswehr Milliarden erhalten.

Keine Abweichungen von den Forderungen, sie sind berechtigt! Wenn nötig, müssen sie mit dem Erzwingungsstreik durchgesetzt werden.

 

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