Jugend

Jede Woche ein Münchner Platz: Gegen Afghanistan-Abschiebungen, für Ausbildungen [mit Videos]

Am Stachus beginnt die Initiative von AGABY, Bayerischem Flüchtlingsrat, GEW, der InitiativGruppe und der SchlaU-Schule. Wir dokumentieren die Reden vom 11. April und Termine.

Jede Woche ein Münchner Platz: Gegen Afghanistan-Abschiebungen, für Ausbildungen [mit Videos]

In München wird seit eini­gen Monat­en regelmäßig gesam­melt nach Afghanistan abgeschoben, wo Bürger*innenkrieg und Ter­ror herrschen. Dage­gen gibt es Proteste an den Flughäfen. Eine Ini­tia­tive holt den Protest dage­gen jet­zt mit wöchentlichen Mah­nwachen auf Plätze der Münch­n­er Innen­stadt – und verbindet ihn mit Forderun­gen nach Aus­bil­dung.

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Im Aufruf der Ini­tia­tive heißt es:

AGABY e.V., Bay­erisch­er Flüchtlingsrat, GEW, IG — Ini­tia­tiv­Gruppe e.V. und SchlaU-Schule rufen dazu auf, ein Zeichen zu set­zen gegen die Abschiebun­gen nach Afghanistan und in andere Kriegs­ge­bi­ete sowie gegen Arbeits- und Aus­bil­dungsver­bote für Geflüchtete.

Vom 11.4. bis zum 25.7. find­et deshalb jeden Dien­stag von 18–19 Uhr in der Innen­stadt eine Mah­nwache statt.

Wir unter­stützen diesen Aufruf und bit­ten euch, diese Infor­ma­tion an möglichst viele Men­schen weit­erzugeben und laden euch dazu ein, gemein­sam mit uns an den fol­gen­den Mah­nwachen teilzunehmen:

11. April: Karl­splatz | 18. April: Marien­platz | 25. April: Rin­der­markt | 2. Mai: Odeon­splatz | 9. Mai: Karl­splatz | 16. Mai: Odeon­splatz | 23. Mai: Karl­splatz | 30. Mai: Odeon­splatz | 6. Juni: Marien­platz | 13. Juni: Odeon­splatz | 20. Juni: Marien­platz | 27. Juni: Odeon­splatz  | 4. Juli: Karl­splatz | 11. Juli: Marien­platz | 18. Juli: Karl­splatz | 25. Juli: Marien­platz

Der Bay­erische Flüchtlingsrat schildert in sein­er Rede, in welche schreck­lichen Bedin­gun­gen Afghanistan-Abgeschobene gestoßen wer­den. Er ermuntert zum zivilen Wider­stand gegen Abschiebun­gen nach Afghanistan:

 

Die Ini­tia­tiv­Gruppe betont, dass junge Geflüchtete durch Arbeitsver­bot zur Untätigkeit gezwun­gen wer­den. Wenn sie dann endlich zur Schule gehen oder eine Aus­bil­dung machen dür­fen, kön­nen sie abgeschobe­nen wer­den. Die Abschiebun­gen seien vor allem eine Abschreck­ung:

 

Ein Geflüchteter aus Afghanistan schildert die Sit­u­a­tion: Nir­gend­wo in Afghanistan sei es sich­er für die Men­schen – nur für die Beamt*innen, Regierungschefs sei es sich­er, weil sie Beschützer*innen haben. Auf der Straße dage­gen könne man jed­erzeit ent­führt wer­den:

 

Als linke Uni­gruppe unter­stützt Waf­fen der Kri­tik diese Mah­nwachen. Wir find­en es entschei­dend, gemein­sam mit Geflüchteten für Verbesserun­gen der Lebens­be­din­gun­gen aller statt Abschiebun­gen zu kämpfen. Geflüchtete sind unsere Mitstudent*innen, Kolleg*innen, Freund*innen.

Wir wollen, dass sie bleiben und wir Seite an Seite für bessere Bil­dung und Arbeits­be­din­gun­gen stre­it­en kön­nen, anstatt dass sie in Lebens­ge­fahr abgeschoben wer­den, während der deutsche Staat den Mil­itärhaushalt Jahr für Jahr erhöht und mit Bun­deswehrein­sätzen Ter­ror erzeugt.

Für das effek­tivste Mit­tel gegen Abschiebun­gen und für Verbesserun­gen aller Arbeiter*innen hier – mit und ohne Pass – hal­ten wir den Streik. Beson­ders begrüßen wir die Teil­nahme der Bil­dungs­gew­erkschaft GEW an den Mah­nwachen, denn Sol­i­dar­ität geschieht für uns aus dem gemein­samen Inter­esse der inter­na­tionalen Arbeiter*innenklasse.

Mar­co von Waf­fen der Kri­tik hebt das auch in sein­er Rede zur stu­den­tis­chen Sol­i­dar­ität und zur Per­spek­tive des Stopps der Abschiebun­gen durch Streik bei der ersten Mah­nwache her­vor:

 

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