Deutschland

Für die Verteidigung ihres revolutionären Erbes — auf zur LL-Demo!

Lasst uns Rosas und Karls revolutionäres Erbe gegen die reaktionäre Vision der SPD und gegen die stalinistische oder reformistische Vereinnahmung verteidigen!
Der Aufruf von Klasse Gegen Klasse, der Marxistischen Jugend München, Brot und Rosen und organize:strike zur diesjährigen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration.

Für die Verteidigung ihres revolutionären Erbes - auf zur LL-Demo!

Vor 100 Jahren ver­hafteten, folterten und ermorde­ten proto­faschis­tis­che Freiko­rps die sozial­is­tis­chen Anführer*innen Rosa Lux­em­burg und Karl Liebknecht. Beauf­tragt wur­den sie von der SPD-Spitze um Friedrich Ebert und den Volks­beauf­tragten für Heer und Marine Gus­tav Noske. Nur Tage zuvor hat­te die SPD gemein­sam mit der alten kaiser­lichen Mil­itär­führung und den Freiko­rps den Jan­u­a­rauf­s­tand in Berlin blutig niedergeschla­gen.

Während Mil­lio­nen von Arbeiter*innen und Sol­dat­en inner­halb weniger Wochen mit Auf­stän­den und Streiks im ganzen deutschen Reich dem Gemet­zel des Ersten Weltkriegs ein Ende set­zten, den Kaiser stürzten und im Anschluss für Rätere­pub­lik und Sozial­is­mus kämpften, ver­bün­dete sich die SPD-Spitze direkt nach dem Aus­bruch der Novem­ber­rev­o­lu­tion mit den alten Mächt­en. Die heutige SPD feiert das Blut­bad von tausenden von Arbeiter*innen durch die proto­faschis­tis­chen und monar­chis­tis­chen Freiko­rps als „Vertei­di­gung der Demokratie“.

Auch der Stal­in­is­mus ver­sucht das Erbe von Lux­em­burg für sich zu nutzen und zu degener­ieren. Die stal­in­is­tis­che Bürokratie, die jegliche Ele­mente der pro­le­tarischen Demokratie in der Sow­je­tu­nion, sowie alle inter­na­tion­al­is­tis­chen Prinzipen der weltweit­en rev­o­lu­tionären Arbeiter*innenbewegung ver­rat­en und tausende rev­o­lu­tionäre Marx­istin­nen ermordete, hat nichts mit dem Erbe der Rosa Lux­em­burg gemein.

Es waren die Revolutionär*innen um Rosa Lux­em­burg, die am entsch­ieden­sten für eine Ver­wirk­lichung der höch­sten demokratis­chen Ide­ale gekämpft haben – für eine voll­ständi­ge demokratis­che Ver­wal­tung der gesamten Gesellschaft durch Räte, in Per­spek­tive der weltweit­en sozial­is­tis­chen Rev­o­lu­tion.

Heute ist die Vision ein­er sozial­is­tis­chen Rät­edemokratie aktueller denn je. Die Weltwirtschaft­skrise schwelt weit­er, die geopoli­tis­chen, wirtschaftlichen und mil­itärischen Span­nun­gen zwis­chen den Staat­en ver­schär­fen sich, die organ­is­che Krise ist im Herzen der impe­ri­al­is­tis­chen Staat­en angekom­men und hat ultra­rechte Regierun­gen an die Macht gebracht und andere desta­bil­isiert.

Und: Die Massen begin­nen, erneut Wege des Wider­stands zu find­en. Während die Welt immer insta­bil­er wird, ist es heute die Auf­gabe von Linken, Revolutionär*innen, Arbeiter*innen, Frauen, Jugendlichen und Migrant*innen, dem weltweit­en Recht­sruck mit Massenkämpfen Ein­halt zu gebi­eten. Machen wir es wie die Gel­ben West­en in Frankre­ich, die seit Monat­en gegen Kürzungspoli­tik kämpfen und die Blicke von Arbeiter*innen der ganzen Welt auf sich ziehen! Mit dieser Per­spek­tive wollen wir am Son­ntag, den 13. Jan­u­ar, an der Lux­em­burg-Liebknecht-Demon­stra­tion zum 100. Jahrestag ihrer Ermor­dung teil­nehmen. Lasst uns Rosas rev­o­lu­tionäres Erbe gegen die reak­tionäre Vision der SPD und gegen die stal­in­is­tis­che oder reformistis­che Vere­in­nah­mung vertei­di­gen.

Kor­rek­tur: In ein­er vorigen Ver­sion war vom “SPD-Polizeipräsi­den­ten Gus­tav Noske” die Rede. Tat­säch­lich war Noske jedoch Volks­beauf­tragter für Heer und Marine. Wir bit­ten den Fehler zu entschuldigen. 

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