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Französische Ölarbeiter:innen im unbefristeten Streik gegen Entlassungen

Der französische Ölkonzern Total will seine Raffinerie in Grandpuits schließen. 700 Arbeiter:innen sollen entlassen werden. Die Arbeiter:innen begannen am Montag nach wochenlangen Protesten einen unbefristeten Streik.

Französische Ölarbeiter:innen im unbefristeten Streik gegen Entlassungen

Am 24. September gab der französische Ölkonzern Total die Schließung seiner Raffinerie in Grandpuits bei Paris bekannt. Das Unternehmen präsentierte das Vorhaben als „grüne Umstellung“ der Produktion. Jedoch würde die Schließung zur Entlassung von 700 Arbeiter:innen führen. Dagegen haben die Arbeiter:innen von Grandpuits seitdem eine Reihe von Aktionstagen und Protesten durchgeführt. Diesen Montag erhöhten sie den Einsatz, indem sie in einen unbefristeten Streik traten.

Der Plan von Total ist sowohl eine anti-ökologische Lüge als auch ein Angriff auf die Errungenschaften der Arbeiter:innen. Er ist auch eine soziale Katastrophe für die Stadt Seine-et-Marne (wo sich die Raffinerie befindet), die mit den Folgen von Hunderten von Entlassungen und dem Verlust von weiteren Arbeitsplätzen, die mit der Raffinerie zusammenhängen, konfrontiert sein wird.

Total weigert sich bisher, auf die Forderungen der Arbeiter:innen zu hören. Diese haben mittels der Gewerkschaft CGT gefordert, dass es keine Entlassungen gibt, sowie dass für die Zukunft der Arbeitsplätze Garantien festgelegt werden. In einer Vollversammlung trafen sich 90% der streikenden Arbeiter:innen, um die nächsten Schritte zu besprechen.

Der Aufruf zum Streik kam, nachdem die Arbeiter:innen sich weigerten, mit der Abwicklung der Raffinerie zu beginnen, ohne Garantien für ihre Zukunft und Antworten auf ihre Forderungen zu haben. Bereits am 17. Dezember hatte das Unternehmen versucht, die Entgasung der Anlagen durchzusetzen, ein Verfahren, das für den Beginn der Abwicklung der Raffinerie unerlässlich ist. Angesichts dieses Vorgehens des Konzerns waren die Arbeiter:innen in den Streik getreten und hatten die Verwaltungsbüros besetzt, um Erklärungen zu verlangen, woraufhin das Unternehmen nachgeben musste.

Der aktuelle unbefristete Streik ist eine Fortsetzung dieser ersten Aktion und bekräftigt die Weigerung der Arbeiter:innen, sich an der Abwicklung der Raffinerie im Dienste des unsozialen Plans von Total zu beteiligen.

In diesem Konflikt mit dem Giganten Total braucht es die breitestmögliche Solidarität, beginnend mit den anderen Raffinerien, wo sich einige bereits geäußert haben, und auch von den Umweltorganisationen.

Alle aktuellen Infos zum Grandpuits-Streik gibt es bei unserer französischen Schwesterseite Révolution Permanente.

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