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Boss von Neue-Halberg-Guss wirft Beschäftigten Sabotage vor

Seit mittlerweile drei Wochen sind die Beschäftigten bei Neue-Halberg-Guss (NHG) in Leipzig und Saarbrücken im unbefristeten Streik. Die NHG wurde im Januar von der Prevent-Gruppe übernommen, die nun mit Werksschließungen und Kündigungen droht. Gegen den Streik der Kolleg*innen setzt die NHG dabei weiter auf Eskalation und wirft den Beschäftigten nun sogar Sabotage und Diebstahl vor.

Boss von Neue-Halberg-Guss wirft Beschäftigten Sabotage vor

Mit 2500 Euro Prämie für etwaige Hinweise macht der NHG-Geschäftsführer Alexander Gerstung nun Jagd auf die eigenen Beschäftigten. In einem Brief wirft er ihnen Sabotage, die Zerstörung von Werkzeugen und den Diebstahl von Gabelstapler-Schlüsseln vor. Damit setzt die Geschäftsführung weiterhin voll auf Eskalation gegenüber den Beschäftigten. Vor gut anderthalb Wochen rief die Geschäftsführung schon die Polizei, um die mehrere Tage andauernde Betriebsblockade der Beschäftigten aufzulösen. Damals haben die Beschäftigten eingelenkt, um einer gewaltsamen Räumung zuvorkommen. Am Montag haben IG Metall und Geschäftsführung vereinbart, dass es während der Streiks keine weiteren Blockaden mehr gibt. Während die IG Metall also Zugeständnisse macht, gehen die Angriffe der Geschäftsführung unvermittelt weiter.

Bei ihrem Kampf erfahren die Beschäftigten bisher sehr viel Unterstützung. Vor allem Kolleg*innen von Porsche und VW erklärten sich vor Ort solidarisch mit den Beschäftigten. Vor einigen Tagen solidarisierte sich der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung mit dem Kolleg*innen. Am Wochenende besuchte sogar SPD-Landesvorsitzender und Bundestagsmitglied Martin Dulig die Beschäftigten. Auch eine Schulklasse stattete den Streikenden letzte Woche einen Solidaritätsbesuch ab.

Die erneute Eskalation der Geschäftsführung ist ein weiterer Einschüchterungsversuch gegenüber den Streikenden. Umso wichtiger ist, dass sich auch andere Sektoren mit den Beschäftigten der NHG solidarisieren. Bisher hat die Praxis der Prevent-Gruppe schon 360 Beschäftigten anderer Subunternehmen von Prevent in Sachsen ihren Job gekostet. Doch in Leipzig und Saabrücken wollen sich die Kolleg*innen damit nicht einfach abfinden. Der Streik geht erstmal weiter und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

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