Deutschland

Palästina-Solidarität: Berlin trotzt der Repression!

Wir spiegel das Statement des Berliner Bündnisses des Nakba-Tages gegen die erfolgte Repression.

Palästina-Solidarität: Berlin trotzt der Repression!
Bild: Simon Zamora Martin

Gestern, am 15. Mai, dem Tag der Nakba, wurde aus den Straßen und Plätzen Berlins ein starkes Zeichen entsendet. Zahlreiche organisierte Gruppen setzten den Einschüchterungsversuchen der Behörden ihre lautstarken Rufe nach Freiheit für Palästina und internationaler Solidarität entgegen. Trotz der Repression, trotz der Demonstrationsverbote im Vorfeld, trotz der Zensur und trotz des Rassismus der deutschen Behörden, allen voran der deutschen Polizei: Unsere Rufe verstummen nicht. Wir lassen uns unser Gedenken nicht nehmen, wir lassen uns den Widerstand nicht nehmen!

Bereits in den vergangenen Wochen wurden von den Straßen Berlins Zeichen der Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf gesendet. Und bereits Ende April wurden Palästina-Demonstrationen für mehrere Tage pauschal verboten. Der deutsche Staat schreckt in seiner grenzenlosen Unterstützung des zionistischen Kolonialstaates Israel vor keiner noch so drastischen Maßnahme zurück. Unter dem fadenscheinigen Argument, dass alle pro-palästinensischen Demonstrationen pauschal antisemitisch seien und die öffentliche Sicherheit gefährden würden, verbot die Polizei auch mehrere Demonstrationen und Kundgebungen verschiedener Organisationen am Wochenende rund um den Nakba-Tag.

Diese Verbote wurden nicht hingenommen. Stattdessen regte sich überall in Berlin die gemeinsame Solidarität gegen die Repression. Eine Demonstration durch den Berliner Staddteil Neukölln gegen Umweltzerstörung im Globalen Süden forderte nicht nur Klimagerechtigkeit und das Ende der imperialistischen Ambitionen des deutschen Staates auf der ganzen Welt. Immer wieder wurden lautstark und gemeinsam Rufe für die Freiheit des palästinensischen Volkes angestimmt. Auf der Sonnenalle, also auf der Straße, die immer wieder im Visier der deutschen Repression steht, wurde die Demonstration daraufhin von aggressiven Polizeitrupps ausgebremst, in eine Seitenstraße gelenkt und dort zum Stehen gebracht. Zahlreiche Anwohner*innen und Passant*innen zeigten sich spontan solidarisch mit der Demonstration und stimmten in die Rufe ein. Die Polizei drang gewaltsam in die Demonstration ein und nahm einige Personen fest. Von ausnahmslos allen Demonstrierenden wurden die Personalien festgestellt, es wurden Bußgelder und Gewahrsamnahmen angedroht sowie weiträumige Platzverweise ausgesprochen.

Nur wenige Hundert Meter entfernt kam es fast zeitgleich bei einer spontanen pro-palästinensischen Kundgebung ebenfalls zu massiven Repressionen.

Überall auf den Straßen Neuköllns zeigten die Menschen deutlich, auf welcher Seite sie stehen: Sie traten mit Kufiya und Fahnen auf die Straßen und bekundeten von Balkonen und Fenstern aus ihre Solidarität!

Als Bündnis zahlreicher Gruppen gegen die Repressionen und für Freiheit und Gerechtigkeit stehen wir an der Seite von allen, die von den Angriffen auf die palästinensiche und palästinasolidarische Bewegung betroffen sind.
Für uns steht auch fest: Es geht bei diesen Angriffen nicht nur um den Tag der Nakba und nicht nur um den Kampf des palästinensischen Volkes. Der deutsche Staat fürchtet eine breite anti-imperialistische Bewegung, die über die Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf hinaus die Mittäterschaft Deutschlands und seine imperialistischen Interessen in den Mittelpunkt rückt. Die Angriffe gelten deshalb allen denjenigen Kräften, die sich gegen diese Interessen stellen.

Die gestrigen Aktionen rissen dem deutschen Staat die Maske vom Gesicht und entblößten seinen wahren Charakter. Und mehr noch: Es zeigte sich deutlich, dass der Tag der Nakba nicht nur ein Tag des palästinensischen Kampfes und des palästinensischen Gedenkens an den über 100-jährigen Kolonialismus ist. Der Tag der Nakba ist ein Tag des Kampfes gegen jede Unterdrückung, ein Tag des Kampfes für die Freiheit aller Völker und ein Tag des Kampfes für Gerechtigkeit.

Unser Bündnis wird diese Kämpfe weiterführen! Gemeinsam gegen Repression und gemeinsam für Freiheit und Gerechtigkeit! An jedem Tag!

Unterzeichnende:

Samidoun Palestinian Prisoners Solidarity Network
F.O.R. PALESTINE
Kommunistischer Aufbau
Young Struggle
Zora Berlin
Anti-imperialist struggle committee
Internationalistisches Bündnis Nordberlin [IBN] Internationale Jugend Berlin
Migrantifa Berlin
SDAJ Berlin
Gruppe Arbeiter:innenmacht
REVOLUTION
linksjugend solid Nord-Berlin
Acciones
Klasse gegen Klasse
Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Berlin

Offenes Treffen

Hast du am Nakba-Tag demonstriert? Wurdest du von der Polizei eingeschüchtert, angegriffen, festgenommen? Droht dir eine Strafe? Hast du Probleme, weil du dich offen für die Freiheit des palästinensischen Volkes einsetzt?

Wir, das Bündnis mehrerer Organisationen gegen Repression, stehen fest an der Seite von allen, die am Wochenende rund um den Nakba-Tag von Repression, Polizeigewalt und Einschüchterung betroffen waren.

Kommt zu unserem offenen Treffen!

Freitag, 20.05., 18 Uhr, Kommtreff, Jonasstraße 29, (U8 Leinestraße/S-Hermannstraße)

Wir werden uns austauschen, versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und bieten eine Beratung zum weiteren Vorgehen an.

Berlin defies repression!

Yesterday, May 15, the day of Nakba, a strong signal was sent from the streets and squares of Berlin. Numerous organizations countered the intimidation attempts of the authorities with their loud chants for a free Palestine and international solidarity. Despite the repression, despite the bans on all demonstrations beforehand, despite the censorship and despite the racism of the German authorities, most of all the German police: our chants will not be silenced. We will not let our days of struggle be taken away! We will not let the resistance be taken away!

Over the past weeks, messages of solidarity with the Palestinian liberation struggle have been echoing throughout the streets of Berlin. And by the end of April, Palestine demonstrations were banned across the board for several days. The German state, in its unlimited support of the Zionist colonial state, does not shy away from taking any measure, no matter how drastic. Under the flimsy argument that all pro-Palestinian demonstrations are anti-Semitic and would endanger public safety, the police imposed a total ban on several demonstrations and rallies by various organizations on the weekend of Nakba Day.

These bans were not accepted! Instead, collective solidarity against this repression stirred all over Berlin. A demonstration through the Berlin district „Neukölln“ against environmental destruction in the Global South demanded not only climate justice and an end to the imperialist ambitions of the German state around the world. Again and again, loud and united chants for the freedom of the Palestinian people echoed throughout the streets. On Sonnenalle, the street that is repeatedly targeted by German repression, the demonstration was then slowed down by hostile police squads, and forced into a side street, where it was brought to a halt. Numerous residents and passerbys spontaneously showed solidarity with the demonstration and joined in the chants.

The police violently entered the demonstration and put all participants under custody. Without exception, the personal details of all demonstrators were taken, fines and arrests were threatened and widespread expulsion orders were issued. Only a few hundred meters away, at almost the same time, a spontaneous pro-Palestinian demonstration was also subjected to massive repression. Throughout the streets of Neukölln, people clearly expressed on which side they stand, stepped into the streets with kufiya and flags, and declared their solidarity from balconies and windows!

As an alliance of numerous groups against repressions and for freedom and justice, we stand with all those who are affected by these attacks on the Palestinian and Palestinian solidarity movement. For us it is also clear that these attacks are not only about Al Nakba day and not only about the struggle of the Palestinian people. The German state fears the emergence of a broad anti-imperialist movement that goes beyond solidarity with the Palestinian liberation struggle to put Germany’s complicity and its imperialist interests in the spotlight. These attacks are therefore aimed at all those forces that oppose imperialist interests.

Yesterday’s actions tear the mask off the face of the German state and expose its true character. More so: it clearly shows that the Nakba day is not only a day of Palestinian struggle against over 100 years of colonialism. The Nakba days is a day of struggle against all oppression, a day of struggle for the freedom of all peoples, and a day of struggle for justice. Our alliance will continue these struggles! Together against repression and together for freedom and justice! On each and every day!

برلين تتصدى للقمع

يوم أمس، 15 أيار، يوم النكبة، أرسلت شوراع وساحات برلين إشارة قوية.

تصدت مجموعة من المؤسسات المنظّمة لمحاولات الترهيب من قبل السلطات بهتافات من أجل حرية فلسطين وتأكيداً على التضامن الأممي.

على الرغم من القمع، وعلى الرغم من الحظر المسبق المفروض على جميع التظاهرات، وعلى الرغم من الرقابة و عنصرية السلطات و الشرطة الألمانية على وجه الخصوص لن تتكمّم أفواهنا، لن نسمح بحظر أنشطة ذكرانا، ولن ندعهم ينتزعون المقاومة من أيدينا!

خلال الأسابيع الماضية، انبثق من شوارع وساحات برلين موقفٌ واضح مع النضال التحرري الفلسطيني. ومع نهاية شهر نيسان، تم حظر التظاهرات الفلسطينية بأكملها لعدة أيام.

لا تتردد الدولة الألمانية بدعمها اللامحدود للاستعمار الصهيوني في اتّخاذ أي إجراءٍ مهما كان قاسياً. في ظل الحجّة الواهية بأن جميع المظاهرات المؤيّدة للفلسطينييّن هي مظاهراتٌ معاديةٌ للسامية و „تعرّض السلامة العامة للخطر“ فرضت الشرطة الألمانية حظراً تامّاً على العديد من المظاهرات والتجمّعات التي نظّمتها مؤسّساتٌ ومنظّمات مختلفة في عطلة نهاية الأسبوع ليوم ذكرى النكبة.

هذا الحظر تم رفضه!

بدلاً من ذلك، انتشر التضامن الجماعي ضد هذا القمع في جميع أنحاء برلين. و في مظاهرةٍ في حي نويكولن في برلين ضد التدمير البيئي في الجنوب العالمي والمطالبة بالعدالة المناخية وإنهاء الطموحات الإمبريالية للدولة الألمانية حول العالم. مراراً وتكراراً، تردّد في الشوارع صدى هتافاتٍ وموحّدة من أجل حريّة الشعب الفلسطيني.

في زونين آلي، أو شارع الشمس، أو شارع العرب، الشّارع الذي تستهدفه آلة القمع القمع الألمانية بشكلٍ متكرر، كبحت السلطات مسيرة المظاهرة وأجبرتها على النفوذ إلى شارعٍ فرعي، حيث تم إيقافها. هنا أظهر العديد من السّكان والمارّة تضامنهم بشكل عفوي مع المظاهرة وانضموا إلى الهتافات

اقتحمت بعد ذلك الشرطة المظاهرة بعنف ووضعت جميع المشاركين رهن الاحتجاز. بدون استثناء، تم أخذ البيانات الشخصية لجميع المتظاهرين وتهديدهم بالغرامات والاعتقالات وصدرت أوامر اخلاء بحقّهم. و على بعد بضع مئات الأمتار فقط، في نفس الوقت تقريباً، تعرّضت مظاهرةٌ عفويةٌ مؤيدةٌ للفلسطينيين للقمع الوحشي. في شوارع نويكولن، أعرب المارّة عن تضامنهم، وخرجوا إلى الشوارع حاملين الكوفية والأعلام، وأعلنوا تضامنهم من الشرفات والنوافذ!

كتحالفٍ للعديد من المجموعات ضد القمع ومن أجل الحرّية والعدالة، فإننا نقف مع كل المتضررين من هذه الهجمات على حركة التضامن مع فلسطين و مع الفلسطينيين وإنه من الواضح لنا أيضاً أن هذه الاعتداءات لا تتعلّق فقط بيوم النّكبة ولا تتعلق فقط بنضال الشعب الفلسطيني. الدولة الألمانية تخشى من ظهور حركةٍ جامعة مناهضة للإمبريالية تتجاوز التضامن مع نضال التحرير الفلسطيني لتسلّط الضوء على تواطؤ ألمانيا كشريكةٍ في الاحتلال من أجل مصالحها الإمبريالية. لذلك، فإنّ هذه الهجمات تستهدف كل القوى التي تعارض هذه المصالح

ما حدث يوم أمس نزع القناع عن وجه الدولة الألمانية وكشف شكلها الحقيقي. والأكثر من ذلك إنه يظهر بوضوح أن يوم النكبة ليس مجرّد يومٍ للنّضال الفلسطينيّ وإحياءً لذكرى أكثر من 100 عام من الاستعمار. بل يوم النكبة هو يومٌ للنّضال ضد كل ظلم، ويومٌ للنّضال من أجل حريّة جميع الشعوب، ويومٌ للنّضال من أجل العدالة. تحالفنا سيواصل هذه النّضالات. معاً ضد القمع ومن أجل الحريّة والعدالة، في كل يوم

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