Unsere Klasse

28-Stunden-Woche für alle!

Die IG Metall kämpft für die Möglichkeit auf Arbeitszeitverkürzung. Aber sowas brauchen wir alle. Aus dem Flugblatt Unsere Klasse Nr. 1.

28-Stunden-Woche für alle!

Im Jan­u­ar und Feb­ru­ar zeigten die Arbeiter*innen der Met­all- und Elek­tro-Indus­trie, welche Macht sie haben. Im Tar­ifkampf für Lohn­er­höhun­gen und die Option auf Arbeit­szeitverkürzung trat­en hun­dert­tausende Mit­glieder der IG Met­all in den Streik. Allein mit den 24-Stun­den-Streiks vom 31. Jan­u­ar bis zum 4. Feb­ru­ar sorgten sie nach Schätzun­gen für Unternehmensver­luste von 770 bis 980 Mil­lio­nen Euro. Damit gelang es inner­halb weniger Tage, den Bossen Zugeständ­nisse abzurin­gen.

Das Ergeb­nis war trotz­dem – wie auch die ursprünglichen Forderun­gen – rel­a­tiv zurück­hal­tend: Eine mod­er­ate Lohn­er­höhung, sowie das Recht auf Arbeit­szeitverkürzung für einen Teil der Belegschaft, allerd­ings fast ohne Lohnaus­gle­ich.

Die Idee der 28-Stun­den-Woche weißt auf eine längst über­fäl­lige Debat­te hin: Wieso ist die 40-Stun­den-Woche immer noch Nor­mal­ität, obwohl es in Deutsch­land Mil­lio­nen Men­schen ohne Arbeit gibt und die Pro­duk­tiv­ität je Stunde beständig steigt?

Für die Unternehmen ist das natür­lich eine prof­itable Sit­u­a­tion. Doch mit der geball­ten Kraft der Arbeiter*innenklasse ließe sich eine weitre­ichen­dere Forderung durch­set­zen: Teilen wir die vorhan­dene Arbeit auf alle Schul­tern auf! 28 Stun­den für alle – und zwar bei vollem Lohnaus­gle­ich!

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