Deutschland

15.000 Menschen marschieren gegen die Massaker in der Türkei

In Düsseldorf fand am Samstag eine beeindruckende Demo in Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung in der Türkei statt. Das Potenzial ist vorhanden, eine neue Etappe im anti-imperialistischen Kampf gegen das deutsche Regime und in Solidarität mit der kurdischen Nation einzuleiten.

15.000 Menschen marschieren gegen die Massaker in der Türkei

Der Zweite Wei­h­nacht­stag ist in Deutsch­land eher die Zeit des Aus­ruhens und der „Besinnlichkeit“. In diesem Jahr allerd­ings ter­ror­isiert der türkische Staat die kur­dis­che Bevölkerung im Südosten der Türkei. Deshalb marschierten am Sam­stag 15.000 Men­schen durch die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt, um gegen die Kriegspoli­tik des türkischen Präsi­den­ten Recep Tayyip Erdo­gan gegen die Kurd*innen zu protestieren.

Beson­ders die Städte Diyarbakir und Cizre wer­den derzeit mil­itärisch belagert und abgeriegelt. Für sie und für andere Städte gibt es Aus­gangssper­ren, die für ins­ge­samt 1,5 Mil­lio­nen Men­schen gel­ten. Berichte von Bom­barde­ments und teil­weise dutzende Tote täglich zeigen, dass die Türkei einen Krieg gegen die kur­dis­che Bevölkerung führt. Erst am Fre­itag waren über 200 Men­schen bei ein­er neuen Offen­sive gegen die Kur­dis­che Arbeit­er­partei PKK getötet wor­den.

Der Düs­sel­dor­fer Protest richtete sich auch gegen die deutsche Regierung. Denn erst kür­zlich arrang­ierte sich Angela Merkel (CDU) mit dem Ter­ror­regime der AKP. Drei Mil­liar­den Euro wer­den alleine darin „investiert“ wer­den, dass der türkische Staat die Geflüchteten (zumeist aus Syrien und dem Irak) davon abhal­ten wird, in die EU zu kom­men. Der Seeweg von der Türkei hinüber nach Griechen­land war eine der meist­fre­quen­tierten Routen für die Geflüchteten auf dem Weg in die impe­ri­al­is­tis­chen Zen­tren Deutsch­land und Großbri­tan­nien. Dieser Weg soll nun mit deutschen Waf­fen und deutschem Geld block­iert wer­den.

Deutsch­land ist also ein­er der größten Financiers für das Besatzungsregime der Türkei in den nord­kur­dis­chen Gebi­eten. Auch poli­tisch heftet sich der deutsche Staat und die EU an die bluti­gen Fersen Erdo­gans: die PKK ist hier und in der gesamten EU auf der Ter­rorliste und wird so per­ma­nent krim­i­nal­isiert. In diesem Sinne richtete sich die Großde­mo auch gegen das Ver­bot der PKK und der nun­mehr 16-jähri­gen Inhaftierung ihres Vor­sitzen­den Abdul­lah Öcalan.

Die bun­desweite Demo war ein starkes Zeichen gegen eine Poli­tik des türkischen Staates samt seines Mil­itärs und Sicher­heit­sap­pa­rates, die mit­tler­weile über 200.000 Men­schen in die Flucht trieb. Dies geschah auch vor dem Hin­ter­grund, dass zumeist kur­dis­che Jugendliche in den genan­nten Gebi­eten Organe der Selb­stver­wal­tung und Selb­stvertei­di­gung schufen. Die mil­itärische Offen­sive des türkischen Staates find­et auch mit Hil­fe Waf­fen­liefer­un­gen deutsch­er Rüs­tungskonz­erne statt, weswe­gen anti-impe­ri­al­is­tis­ch­er Wider­stand gegen den deutschen Impe­ri­al­is­mus umso notwendi­ger ist. Genau deswe­gen muss der Wider­stand der kur­dis­chen Bevölkerung sol­i­darisch aufge­grif­f­en und unter­stützt wer­den.

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