Jugend

Workshops zur Kritischen Orientierungswoche an der FU

Das neue Semester steht vor der Tür. Zum Semesterstart organisierte das KORFU-Bündnis die Kritischen Orientierungswochen an der FU. Über zwei Wochen können Erstis und andere Studierende kritische Infoveranstaltungen und Workshops besuchen.
Auch die Revolutionär-kommunistische Jugend (RKJ) wird zwei Workshops anbieten. Zudem gibt es einen Workshop der Kolleg*inen vom Botanischen Garten

Workshops zur Kritischen Orientierungswoche an der FU

Wie man Journalist*in wird

Referent*innen: Wladek Flakin, Tabea Win­ter

Jed­er Kampf braucht Öffentlichkeit. Jour­nal­is­mus kann eine wichtige Hil­fe sein, wenn man Verän­derung will. Und es ist gar nicht so schw­er! In diesem Work­shop wird der freie Jour­nal­ist Wladek Flakin (schreibt für “junge Welt”, “neues Deutsch­land”, “Berlin­er Zeitung”) einige Tipps geben. Wir kön­nen gemein­sam Artikel schreiben und im Anschluss über die Möglichkeit­en für eine neue linke Zeitung an der FU disku­tieren.

Mo, 10. Okto­ber
12:00 – 14:00 Uhr
Rost- und Sil­ber­laube, KL 29/239 Übungsraum

Klassenkämpferischer Feminismus

Referent*innen: Aktivist*innen der Rev­o­lu­tionär-kom­mu­nis­tis­chen Jugend, und der sozial­is­tis­chen Frauen­gruppe „Brot und Rosen“

Das F‑Wort ist wieder in! In den let­zten Jahren sind immer mehr Frauen* auf die Straße gegan­gen: gegen den “Marsch fürs Leben”, beim Slut­walk, am 8. März.

Die fem­i­nis­tis­che Bewe­gung ist seit hun­dert Jahren mit der Arbeiter*innenbewegung eng ver­bun­den. Pro­le­tarische Feminist*innen wie Clara Zetkin argu­men­tierten, dass nur der Sturz des Kap­i­tal­is­mus die Frauen­be­freiung ermöglichen kann.

Also wie hän­gen Kap­i­tal­is­mus und Fraue­nun­ter­drück­ung zusam­men? Was bedeutet es, dass arbei­t­ende Frauen gle­ichzeit­ig aus­ge­beutet und unter­drückt wer­den? Wie sieht pro­le­tarisch­er Fem­i­nis­mus gestern und heute aus?

Mo, 17. Okto­ber
14:00 – 16:00 Uhr
Rost- und Sil­ber­laube, Raum: Couch Café im Men­safoy­er

Sozialer Kannibalismus an der FU Berlin – Aufstand der Mutigen

Ver­anstal­terin: Berlin­er Aktion gegen Arbeit­ge­berun­recht
Referent*innen: Betrieb­sräte des Botanis­chen Garten an der FU

Ja, per Grundge­setz genießen auch die Beschäftigten Grun­drechte und per­sön­liche Frei­heit­en! Der Schutz der Würde des Men­schen ist nach dem Papi­er des Grundge­set­zes höch­ster Auf­trag adressiert an staatliche Insti­tu­tio­nen. Worin beste­ht aber die Würde der Beschäftigten, d .h. der absoluten Mehrheit der in diesem Land leben­den Men­schen? Wie wird mit der Würde und weit­eren im Grundge­setz ver­ankerten Grun­drecht­en der Beschäftigten im sozialen und ökonomis­chen Leben tagtäglich in der Real­ität ver­fahren?

Die sys­tem­a­tis­che unaufhör­liche Jagd nach Höch­st­prof­iten und höch­sten Ren­diten ist der Aus­gangspunkt und einziges Ziel der pri­vat­en und öffentlichen Unternehmen. Nur daran wer­den der Sinn und der Erfolg ihrer unternehmerischen Aktiv­itäten gemessen. Bei der Durch­set­zung dieser Ziele wer­den sämtliche Grun­drechte der Beschäftigten im Betrieb und Arbeit­sleben willkür­lich und sys­tem­a­tisch eingeschränkt und mit Füßen getreten. Unternehmen und deren jew­eiliges Man­age­ment sehen in ihnen nichts anderes als Prof­it­be­hin­derung- und ver­min­derung. Die Jagd nach Höch­st­prof­iten und Höch­stren­diten wird mit der Jagd nach Prof­it­stör­ern und mit der mas­siv­en Unter­drück­ung von aufmüp­fi­gen Beschäftigten im Betrieb eng ver­flocht­en. Eine ganze Rei­he von Betriebsratsfresser*innen, Unionbusting-Jurist*innen sowie pro­fes­sionellen Gewerkschaftsbekämpfer*innen sind seit län­gerem auch in der BRD fes­ter Bestandteil der Per­son­alpoli­tik von so gut wie jedem pri­vat­en und öffentlichen Unternehmen. Diese hochdotierte, best­bezahlte Horde von Sozialkannibal*innen genießt hohes Anse­hen in Poli­tik und Wirtschaft.

Nach den Wahlen in Berlin wird mit großer Wahrschein­lichkeit eine neue Koali­tion die Führung der Lan­despoli­tik übernehmen. Auf allen Ebe­nen der Realpoli­tik in Berlin wird sich jedoch gar nichts ändern. Nur kon­se­quenter Wider­stand der Beschäftigten und Belegschaften wie der des Botanis­chen Gartens in Berlin ver­mag es sich dem seit Jahrzehn­ten exerzierten Sozialkan­ni­bal­is­mus in Berlin ent­ge­gen­zustellen und eine andere, den Inter­essen der arbei­t­en­den Men­schen entsprechende Poli­tik und Alter­na­tive durchzuset­zen.

Mit der Ver­anstal­tung wollen wir den bish­eri­gen Ver­lauf, die poli­tis­che Bedeu­tung und die Quelle der kämpferischen Kräfte der Belegschaft des Botanis­chen Gartens aufzeigen.

Mi, 19.Oktober
16:00 – 18:00 Uhr
Rost- und Silberlaube,´Raum JK 31/228

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