Geschichte und Kultur

Was gibt uns Hoffnung?

In Zeiten von Krise, Krieg und Klimakatastrophe verfallen viele in Resignation. „Woher nehmt ihr die Hoffnung?“, wurde beim Sommercamp gefragt. Leni Engels antwortet.

Was gibt uns Hoffnung?
Revolutionäre Sommercamp 2023 / Foto: Simon Zamora Martin

Als ich vor zwei Jahren das erste Mal bei einem KGK Sommercamp dabei sein durfte, wusste ich vorher nicht, was mich erwartet. Meine größte Sorge war es, zu wenig Ahnung von Politik und Theorie zu haben, um mitreden zu können.
Diese Angst wurde mir sehr schnell genommen, weil ich von vielen wunderbaren Menschen, die heute auch hier sind aufgenommen und an der Hand genommen wurde.

Ich habe gelernt, was Politisierung heißt, weil ich es gefühlt habe. Ich war gerührt von dem Kampfgeist, den Geschichten von Kämpfen anderer Genoss:innen, den Mut und der Entschlossenheit der Menschen, die mich umgaben.
Gerührt auf einer Ebene, zu der ich zuvor nie einen Zugang hatte. Man könnte sagen, der sprichwörtliche Funke war es, der übergesprungen ist und in mir eine Flamme des Klassenbewusstseins entfacht hat.
Wie Daniel bei der Podiumsdiskussion richtig gesagt hat, reicht es nicht aus, dass wir uns alle lieb haben, um die Befreiung der Arbeiter:innenklasse zu erkämpfen. Doch es braucht Emotion, um zu kämpfen. Es braucht Liebe, um zu kämpfen.
Es braucht Liebe zur Klasse, um den Kampf überhaupt erst anzutreten.
Es braucht das Gefühl und das Bewusstsein der Verbundenheit, um gemeinsam in die richtige Richtung zu gehen. Und das ist ganz klar entgegen den profitorientierten Kapitalist:innen, die auf ihrem Weg zu ihren Profiten bereitwillig gegen alles menschliche gehen, menschenfeindliche Arbeitsbedingungen erschaffen, die Natur, die uns umgibt, zerstören, Kriege führen und wortwörtlich über Leichen gehen.

Wofür kämpfen wir, wenn nicht um das Menschsein selbst?
Wir kämpfen für eine Welt, in der das Menschsein lebenswert ist.
Wir kämpfen für Brot und Rosen.
Deshalb „Ja!“ — Es braucht Emotion und es braucht Zuversicht.
Mir gibt die Hoffnung selbst Hoffnung.
Weil es nicht meine ist,
sondern eine geteilte.

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