Deutschland

Warum dürfen G20-Gegner*innen nicht Bus fahren?

Am Samstag sind 200.000 Menschen zur internationalen Großdemo gegen G20 gefahren. Aber einige durften nicht in einen öffentlichen Bus steigen. Die Polizei hat es ihnen verboten. Wir fragen an dieser Stelle den Hamburger Verkehrsverbund: Dürfen Demonstrant*innen auch mitfahren?

Warum dürfen G20-Gegner*innen nicht Bus fahren?

Zwis­chen dem Alton­aer Volkspark und dem Ham­burg­er Vokks­bahn­hof liegen weniger als zehn Kilo­me­ter. Das ist in weniger als 30 Minuten mit den öffentlichen Nahverkehrsmit­teln zu schaf­fen. Doch die Aktivist*innen, die vom Protest­camp hin zur inter­na­tionalen Großde­mo gegen den G20-Gipfel fahren woll­ten, mussten eine Odyssee auf sich nehmen. Fünf Stun­den braucht­en sie für den Weg. Nicht nur, weil die Polizei jede Per­son, die das Camp ver­lassen wollte, aufhielt und kon­trol­lierte.

Als sie an der Bushal­testelle Hell­grundweg standen, wur­den sie weit­er von bewaffneten Polizist*innen ver­fol­gt. Als ein Bus der Lin­ie 22 ankam, sagte ein Polizist zum Fahrer, die Demonstrant*innen soll­ten nicht ein­steigen. Nach­dem er von den Polizist*innen unter Druck geset­zt wurde, sagte der Bus­fahrer als Begrün­dung: “Sie sind bewaffnet”. Und die Bewaffnung? Einige Fah­nen­stan­gen und völ­lig legale Mate­ri­alien für Demon­stra­tio­nen.

Die Aktivist*innen mussten mehrere Kilo­me­ter laufen. Eine weit­ere Schikane der Ham­burg­er Polizei gegen Demonstrant*innen. Die Schuld tra­gen nicht die Kolleg*innen, die Bus fahren, und auch nicht das Verkehrsun­ternehmen, son­dern ganz klar die völ­lig enthemmten Polizist*innen. Wir fordern den HVV auf, sich vom diskri­m­inieren­den Ver­hal­ten der Polizei zu dis­tanzieren!

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