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VSG: Zehnter Streiktag im Zeichen der Solidarität

Die Kolleg*innen aus den Service-Bereichen der Vivantes Kliniken sind heute den zehnten Tag im Streik. Mit ihrer Aktion am Neptunbrunnen machten sie darauf aufmerksam, dass ohne sie ganz Vivantes baden gehen würde.

VSG: Zehnter Streiktag im Zeichen der Solidarität

Auf dem Platz vor dem Roten Rathaus forderten die streik­enden Beschäftigten der Vivantes Ser­vice GmbH den Berlin­er Sen­at auf, endlich seine Koali­tionsver­sprechen einzulösen und alle Beschäftigten in den Tar­ifver­trag des öffentlichen Dien­stes zu holen.

Nach über ein­er Woche Streik häufen sich die Berichte von aus­fal­l­en­den OPs, vor allem auf­grund der bestreik­ten Ster­il­i­sa­tions-Bere­iche. Bere­its am Don­ner­stag waren am Klinikum Neukölln nur noch drei von elf OP-Sälen in Benutzung – und diese waren für Not­fälle reserviert. Trotz­dem kämpfen die Streik­enden weit­er­hin darum, neue Kolleg*innen in den Streik zu ziehen, die bish­er noch vor Ärg­er mit den Chefs oder Lohnein­bußen zurückschreck­en.

Mit dabei waren auch sol­i­darische Unterstützer*innen, unter anderem vom Berlin­er Bünd­nis für mehr Per­son­al im Kranken­haus, sowie Stu­den­tis­che Beschäftigte der TVS­tud-Kam­pagne.

Eben­falls zu Gast war Lukas S., ehe­ma­liger Betrieb­srat des Botanis­chen Garten. Er über­brachte Sol­i­dar­ität von weit­eren Kolleg*innen zusam­men mit Palmwedeln für die richtige Bades­tim­mung. In sein­er Rede brachte er den Grund für den VSG-Streik auf den Punkt: „Für den Lohn, den man Euch zumutet, würde sich Jens Spahn nicht mal den Weck­er stellen!“

Anschließend stat­teten die Streik­enden der #Berlin­bren­nt-Mah­nwache der Berlin­er Feuer­wehr einen Besuch ab. VSG-Kol­lege Thomas Gapa betonte in sein­er Ansprache das gemein­same Inter­esse von VSG und Feuer­wehr an besser­er Bezahlung und besseren Arbeits­be­din­gun­gen für Lan­des­beschäftigte.

Wenn mein Haus bren­nt, möchte ich nicht auf die Feuer­wehr warten bis es bere­its völ­lig niederge­bran­nt ist. Und falls ich schw­er ver­let­zt bin, möchte ich nicht 30 Minuten auf einen Kranken­wa­gen warten müssen. Wenn dann im Kranken­haus kein gut aus­ge­bildetes und aus­geruht­es Per­son­al für unsere Ver­sorgung gibt, dann ist das eben­falls brandge­fährlich. Wir wollen aber in ein­er sicheren Stadt leben – und dafür muss der Sen­at das nötige Geld freigeben!

Zum Abschluss sprach Sören Luxbach von der TVS­tud-Kam­pagne:

Die einzige Sprache, die die Bosse und die Regierung ver­ste­hen, ist der Druck von unten. Dafür organ­isieren wir uns an der Basis und demon­stri­eren gemein­sam. Lasst uns auch am 4. Mai zusam­men mit anderen prekär Beschäftigten in Berlin auf die Straße gehen!

Für den Aktion­stag am 4. Mai organ­isieren Beschäftigte aus ver­schiede­nen Lan­des­be­trieben, die sich im Gew­erkschaftlichen Aktion­sauss­chuss zusam­mengeschlossen haben, zusam­men mit TVS­tud mehrere Kundge­bun­gen und eine Demon­stra­tion, die sich an die Öffentlichkeit und den Sen­at richt­en.

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