Deutschland

[Videos] Zehntausende auf der Straße gegen faschistischen Terror

In 70 Städten gingen gestern bundesweit Zehntausende Menschen nach den Mordanschlägen von Hanau gegen faschistischen Terror auf die Straße. Wir waren in Berlin und München mit dabei und veröffentlichen hier die Reden, die wir gehalten haben.

[Videos] Zehntausende auf der Straße gegen faschistischen Terror

Bild: Mobil­isierung auf dem Her­man­nplatz in Berlin-Neukölln.

Nach dem faschis­tis­chen Anschlag von Hanau sind in 70 Städten bun­desweit Zehn­tausende gegen recht­en Ter­ror auf die Straße gegan­gen. Allein in Berlin waren es 5.000 Men­schen bei ein­er kraftvollen Demon­stra­tion durch Neukölln.

Über­all hallte die Wut und Trauer auf die recht­sex­treme und ras­sis­tis­che Tat wider, jedoch zeigten die Protestieren­den vielerorts vor allem ihren Willen zum Kampf und zur Sol­i­dar­ität. Vor allem wurde betont, dass die Attacke von Hanau in ein­er Kon­ti­nu­ität zu rechtem Ter­ror seit den 90er Jahren bis heute ste­ht – Licht­en­hagen, Hoy­er­swer­da, Mölln, Solin­gen, NSU, Halle, Dessau, Neukölln, Kas­sel, NSU 2.0, Hanau, und viele weit­ere –, und die von Polizei und Medi­en ver­bre­it­ete “Einzeltäter”-These scharf abgelehnt. Im Gegen­teil beton­ten viele Reden die ras­sis­tis­che Het­ze in den Medi­en, die nach dem Atten­tat zuerst von “Shisha-Mor­den” sprach und in den ver­gan­genen Jahren end­lose Zeilen über ange­bliche “Clan-Krim­i­nal­ität” pro­duziert hat, die Ver­ant­wor­tung der Regierung mit ihren ras­sis­tis­chen Poli­tiken und Geset­zen, sowie die recht­en Ver­strick­un­gen von Polizei, Geheim­di­en­sten und Armee. Genau wie der NSU: Hanau war kein Einzelfall!

In Berlin sprach unser Genosse Yunus Özgür über die Ver­ant­wor­tung der Regierung für den ras­sis­tis­chen Ter­ror und forderte dazu auf, den regieren­den Parteien nicht zu ver­trauen, son­dern auf gemein­same Mobil­isierun­gen und Streiks aller Arbeiter*innen zu set­zen, um geschlossen Ras­sis­mus und recht­en Ter­ror zu bekämpfen.

In München sprach unser Genosse Baran Ser­had vor 1.500 Men­schen, die sich zu der Gedenkkundge­bung für die Ermorde­ten des faschis­tis­chen Anschlags in Hanau ver­sam­melt hat­ten: “Wer sagt: nie wieder Faschis­mus, muss auch sagen: Geflüchtete willkom­men!”

Auch Rober­to von Organize:strike, Sophia von Brot und Rosen und Andrés von Klasse Gegen Klasse waren gestern mit 5.000 Men­schen in Berlin und Zehn­tausenden bun­desweit auf der Straße, um gegen den faschis­tis­chen Mor­dan­schlag von #Hanau zu demon­stri­eren. Im Video erk­lären sie, warum wir nicht auf den Staat ver­trauen kön­nen, den recht­en Ter­ror zurück­zu­drän­gen, und der einzige Ausweg in der Organ­isierung, Mobil­isierung und dem poli­tis­chen Streik liegt.

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