Unsere Klasse

[VIDEO] Internationale Solidarität mit dem Streik der GDL!

Der Streik der Lokführer:innen der GDL geht weiter. Aus Frankreich senden Eisenbahner:innen solidarische Grüße, darunter Eisenbahner und Vorkandidat für die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr, Anasse Kazib. Sie begrüßen den legitimen Kampf und schlagen die Selbstorganisation der Gewerkschaftsbasis vor.

[VIDEO] Internationale Solidarität mit dem Streik der GDL!

Anasse, Fahrdienstleiter bei Paris

Liebe Freund:innen, liebe Kolleg:innen, ich heiße Anasse Kazib, ich bin Fahrdienstleiter für den Sektor Paris Nord und ich bin auch Gewerkschafter bei Sud Rail. Ich wollte euch ganz herzlich meine Solidarität für euren Kampf überbringen. Dieser Kampf für Respekt und Menschenwürde, für bessere Arbeitsbedingungen und gute Löhne ist richtig. Hier in Frankreich sagen die Bosse oft, sobald wir streiken, dass in Deutschland nicht gestreikt werde. Sie wollen die Arbeiter:innen unserer Länder spalten. Aber es gibt nur eine internationale Solidarität zwischen unserer Klasse, egal ob aus Frankreich oder Deutschland. Wir stehen ganz nah hinter euch, wir unterstützen euch, wir hoffen ganz herzlich, dass dieser Kampf siegreich wird. Aber wir hoffen auch, dass euer Kampf den Willen in Frankreich erwecken wird, und dass wir auch in Frankreich gegen sozialen Rückschritt und für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen kämpfen werden. Ich wünsche euch viel Mut und Kraft. Hoch die internationale Solidarität!

Frédéric, Eisenbahner in Toulouse

Guten Tag, ich bin Frédéric, Eisenbahner in Toulouse und aktiv bei Révolution Permanente. Ich solidarisiere mich mit den deutschen Genoss:innen der GDL in ihrem Streik gegen das Management der Deutschen Bahn.

Loli, Fahrdienstleiterin bei Paris

Hallo zusammen, ich heiße Laura, ich bin Eisenbahnerin im Sektor Le Bourget bei Paris. Ich möchte den Streik für bessere Löhne der deutschen Lokführer:innen unterstützen. Ich hoffe ganz herzlich, dass ihr gewinnen werdet. Hier in Frankreich sind wir auch daran gewöhnt, zu kämpfen und zu streiken, um unsere Arbeitsbedingungen zu schützen oder zu verbessern. Als Aktivistin von Révolution Permanente ist es immer unser Ziel, sobald ein Streik beginnt und die Arbeiter:innen kämpfen, sobald sie bessere Arbeitsbedingungen fordern, dass der Streik von der Basis selbst organisiert wird. 2018 während des Eisenbahnkampfes haben wir die „Intergare“-Initiative [bahnhofsübergreifende Vernetzung der Basis] angeregt, und während des Streiks gegen die Rentenreform haben wir uns mit den Arbeiter:innen der anderen Transportunternehmen in einer Koordinierung zusammen getan. Wir hoffen, dass ihr unserem Beispiel folgen könnt, weil Selbstorganisierung unsere einzige Waffe ist, gegen die Gewerkschaftsbürokratie und alle, die versuchen, hinter unserem Rücken zu verhandeln. Aber wir sind diejenigen, die das Geld verlieren und den Kampf Tag und Nacht führen. Wir wünschen euch ganz viel Mut und Kraft, gebt nicht auf!

Mathieu, Lokführer in Mulhouse

Guten Tag, ich heiße Mathieu Relin. Ich bin Lokführer hier in Mulhouse, ich wollte einfach den streikenden Lokführer:innen aus Deutschland meine Solidarität übermitteln. Euer Streik für bessere Löhne ist legitim im Vergleich zum Profit der Bosse. Ihr kämpft mit eurer Kraft und kollektiver Organisierung und Streik. Als Gewerkschafter bei Sud Rail und Lokführer möchte ich euch meine Unterstützung geben und hoffe, dass ihr diesen Kampf gewinnt.

Clement, TGV-Werkstattarbeiter

Guten Tag, Kolleg:innen! Ein kurzes Unterstützungsvideo an die deutschen Lokführer:innen in ihrem Streik für bessere Löhne. In Frankreich verfolgen wir das mit Interesse. Euer Kampf ist legitim! 2019 haben wir auch in den Instandhaltungwerkstätten für Schnellzüge für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Heute geht der Kampf für bessere Löhne weiter. Ich wollte euch ganz herzlich unsere völlige Solidarität ausdrücken. Ich wollte auch sagen, dass die Bosse der Transportunternehmen, die uns ausbeuten und uns gegeneinander ausspielen, sind der Feind. Eigentlich gibt es keine Konkurrenz zwischen Arbeiter:innen. Ganz im Gegenteil müssen wir solidarisch sein, weil die Bosse den Kuchen unter sich aufteilen wollen. Ich wünsche euch viel Kraft. Gebt nicht auf! Meine Kolleg:innen und ich sind gespannt, wie es weitergeht! Ich hoffe, dass wir in der Zukunft zusammen auf einer internationalen Ebene zusammen streiken können. Gebt nicht auf!

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