Jugend

Studierenden­parlament beschließt Aufruf zum 8. März und solidarisiert sich mit Streiks bei CFM

Heute fand die erste Sitzung des 39. Studierendenparlaments (StuPa) an der Freien Universität Berlin statt. Auf unsere Anträge hin beschloss das StuPa Resolutionen zum 8. März und zur Solidarität mit dem aktuellen Streik der Charité Facility Management.

Studierenden­parlament beschließt Aufruf zum 8. März und solidarisiert sich mit Streiks bei CFM

Auf unseren Antrag hin beschloss das Stu­Pa ohne Gegen­stim­men, die Studieren­den­schaft der FU zu den Demon­stra­tio­nen zum inter­na­tionalen Frauenkampf­tag aufzu­rufen und das Prä­sid­i­um dazu aufzu­fordern, das Out­sourc­ing an der Hochschule sofor­tig zu been­den.

Außer­dem bracht­en wir eine Res­o­lu­tion zur Sol­i­dar­ität mit den Streiks bei der Char­ité Facil­i­ty Man­age­ment ein, die gegen das Out­sourc­ing und für bessere Löhne und Arbeits­be­din­gun­gen kämpfen.

Kommt mit uns mor­gen um 10 Uhr zum Char­ité Cam­pus Vir­chow Klinikum und unter­stützt die Arbeiter*innen in ihrem Kampf!

Solidarität mit dem CFM Streik und Beendigung des Outsourcings an der Charité

Das Stu­Pa sol­i­darisiert sich mit dem Arbeit­skampf der Beschäftigten der Charite Facil­i­ty Man­age­ment (CFM) und fordert das Prä­sid­i­um der FU auf, alles in sein­er Macht ste­hende zu tun, um das Out­sourc­ing am Uni­ver­sität­sklinikum Char­ité sofor­tig zu been­den.

Begrün­dung:

Die Beschäftigten der CFM, ein­er der vie­len 100%igen Tochter­fir­men der Char­ité, leis­ten seit Jahren einen Arbeit­skampf für eine Angle­ichung ihrer Löhne an die Stamm­belegschaft, die in vie­len Fällen für die gle­iche Arbeit erhe­blich viel mehr Lohn erhält und unter prekären Arbeits­be­din­gun­gen lei­den. 2400 Beschäftigte sind betrof­fen. Das Out­sourc­ing wurde einge­führt, um Lohnkosten zu sparen und die Belegschaften zu spal­ten.

FU und HU haben einen gemein­samen Ver­bund mit dem Uni­ver­sität­sklinikum Char­ité. Daher ist das Prä­sid­i­um der FU ist mitver­ant­wortlich für diese untrag­baren Zustände. Sie stützen ein Gesund­heitssys­tem, was Prof­ite vor die Gesund­heit der Men­schen stellt.

Die Beschäftigten der CFM machen klar, dass es ihnen nicht nur darum geht, bessere Arbeits­be­din­gun­gen und Löhne zu erkämpfen, son­dern dem Pflege­man­gel und generellem Zer­fall des Gesund­heitssys­tems ent­ge­gen­zuset­zen.

Für einen kämpferischen 8. März und gegen Outsourcing an der FU!

Zum 8. März, dem inter­na­tionalen Frauenkampf­tag, ruft das Stu­Pa alle Studieren­den und Beschäftigten der Freien Uni­ver­sität dazu auf, sich an Demon­stra­tio­nen zu beteili­gen.

Gle­ichzeit­ig wird das Prä­sid­i­um der FU aufge­fordert, alle out­ge­sourcten Bere­iche in die Stamm­belegschaft einzugliedern und die Verträge aller Beschäftigten zu ent­fris­ten.

Begrün­dung:

Zwar wurde der Tag vom Berlin­er Sen­at zum Feiertag erk­lärt, zu feiern gibt es jedoch nichts: Frauen und Queers sind genau­so wie Migrant*innen immer noch vor­rangig von prekären Beschäf­ti­gungsver­hält­nis­sen, Gewalt und Diskri­m­inierung betrof­fen.

Auch an der FU sind vor­rangig Frauen und Migrant*innen von Befris­tung, Werkverträ­gen und anderen prekären Arbeits­be­din­gun­gen betrof­fen, vor­rangig in Bere­ichen, die als “weib­lich” definiert wer­den. Gle­ich­es gilt für das Out­sourc­ing, was mas­siv betrieben wird, wie beispiel­sweise in der Reini­gung. Das Prä­sid­i­um der FU hat somit in Koop­er­a­tion mit der Berlin­er Stadtregierung die Ver­ant­wor­tung dafür, dass Frauen unter unzu­mut­baren Arbeits­be­din­gun­gen arbeit­en, während sie vom sozialen und poli­tis­chen All­t­ag an der Uni­ver­sität aus­geschlossen sind und ihre gew­erkschaftliche Organ­isierung an der Uni­ver­sität ver­hin­dert wird.

Als Studierende haben wir ein Inter­esse an ein­er Uni­ver­sität mit guten Arbeits­be­din­gun­gen, da sich somit die Lehre und unsere Stu­di­enbe­din­gun­gen verbessern. Es benötigt die bedin­gungslose Sol­i­dar­ität von uns Studieren­den, der größten Sta­tus­gruppe, um eine Uni ohne Sex­is­mus, Ras­sis­mus und Prekarisierung zu erkämpfen.

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