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Streik der studentischen Beschäftigten: Das Semester endet mit einem Knall!

An der Humboldt-Universität (HU) in Berlin-Mitte war der Streik der studentischen Beschäftigten in der letzten Vorlesungswoche nicht zu übersehen und zu überhören. Die Streikenden fuhren dabei mit mehreren Aktionen auf und beendeten damit ihren insgesamt achten Streiktag seit Januar.

Streik der studentischen Beschäftigten: Das Semester endet mit einem Knall!

Ange­fan­gen mit ein­er Kundge­bung am Hegelplatz mit rund 200 Studieren­den bis zu ein­er spon­ta­nen Aktion am Grimm-Zen­trum mit ein­er anschließen­den Streikver­samm­lung: Am Fre­itag war alles dabei und die Streik­enden von TV-Stud been­de­ten tat­säch­lich das Semes­ter mit einem großen Knall. Während am Anfang die Streik­grup­pen der jew­eili­gen Uni­ver­sitäten in ihren Reden Bilanz zogen, gab es auch Sol­i­dar­ität von der Unter­bau-Kam­pagne der wis­senschaftlichen Beschäftigten an der Uni Frank­furt am Main. Fern­er gab es noch sol­i­darische Grußbotschaften von der Gew­erkschaft NGG, die einen erfol­gre­ichen Kampf in einem Berlin­er Hos­tel führte, einem gew­erkschaftlich organ­isierten Tax­i­fahrer, dem Vere­in Inte­gral sowie von Aimo Tügel, U‑Bahnfahrer der Berlin­er Verkehrs­ge­sellschaft (BVG).

 

Alle Botschaften wur­den begeis­tert aufgenom­men und es zeigt sich darin eine kämpferische Stim­mung unter den Streik­enden wie sie schon für die gesamte Kam­pagne über charak­ter­is­tisch ist. Zwei Deke­tive führten die Menge kurz­er­hand auf der Suche nach dem gestohle­nen Lohn zum Prä­sid­i­um der HU. Nach der Inspek­tion des Tatortes wur­den beina­he alle Türen des Haupt­ge­bäudes block­iert — die Streik­enden waren auf der Suche nach HU-Präsi­dentin Sabine Kun­st. Freilich verge­blich, denn eine der Ver­ant­wortlichen für 17 Jahre Lohn­still­stand war nir­gends anzutr­e­f­fen.

Das gesamte Haupt­ge­bäude wurde mit den Parolen des Arbeit­skampfes über­schrieben. Eine ansehn­liche Deko­ra­tion, bei der die Streik­enden auch ihre Kreativ­ität bewiesen. In ein­er spon­ta­nen Aktion zogen dann alle gemein­sam zum Grimm-Zen­trum und hiel­ten dort vor dem Ein­gang der Bib­lio­thek eine weit­ere Kundge­bung ab. Während im Rest des Jahres alle von uns viele Stun­den ver­brin­gen unter dem Lern­druck ver­brin­gen, musste die Menge im Foy­er der Bib­lio­thek bleiben. In dieser Sit­u­a­tion beton­ten die Streik­enden immer wieder auch die Sol­i­dar­ität zu den ler­nen­den Studieren­den in der Bib­lio­thek. Es ist schließlich das gle­iche Sys­tem, unter dem wir zu lei­den haben: Miese Lernbe­din­gun­gen auf der einen, prekäre Arbeits­be­din­gun­gen auf der anderen Seite.

Doch an diesem Tag kon­nte nichts den Kampfgeist der Streik­enden läh­men. In ein­er abschließen­den Streikver­samm­lung wur­den die Aktio­nen nochmals bilanziert und weit­ere Schritte für die kom­menden Monate über­legt. Eines ist sich­er: Auch über die vor­lesungs­freie Zeit wird TVS­tud aktiv bleiben!

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