Jugend

Solidarität mit der Tarifinitiative der studentischen Beschäftigten aus dem Studierendenparlament der FU

Am 2. Februar tagte das Studierendenparlament der Freien Universität Berlin. Eine wichtige politische Botschaft war die Unterstützung der Tarifinitiative für einen neuen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TVStud).

Solidarität mit der Tarifinitiative der studentischen Beschäftigten aus dem Studierendenparlament der FU

Neben ein­er Sol­i­dar­ität­serk­lärung mit den Besetzer*innen des Insti­tuts für Sozial­wis­senschaften der HU Berlin, ver­ab­schiedete das Studieren­den­par­la­ment der FU Berlin eine Res­o­lu­tion in Sol­i­dar­ität mit den stu­den­tis­chen Beschäftigten und ihrer Tar­ifini­tia­tive. Einge­bracht hat­te die Res­o­lu­tion die Liste “Gegen Ras­sis­mus, Sex­is­mus und Prekarisierung”.

Die stu­den­tis­chen Beschäftigten der Freien Uni­ver­sität Berlin bilden einen inte­gralen Teil der Belegschaft im Hochschul­bere­ich, nicht zulet­zt deshalb, weil sie nun­mehr in Bere­ichen der Ver­wal­tung, der Bib­lio­theken, der Lehrun­ter­stützung, der IT-Betreu­ung usw. einen wesentlichen Beitrag leis­ten. Zugle­ich befind­et sich aber der Tar­ifver­trag der stu­den­tis­chen Beschäftigten (TV Stud II) seit Jahren auf dem absteigen­den Ast. Noch bis zum Jahr 2001 war der TV Stud an die Lohnen­twick­lung des öffentlichen Dien­stes gekop­pelt, dann wurde diese Dynamisierung von­seit­en der Hochschulleitun­gen aufgekündigt. Das bedeutet, dass die let­zte Tar­ifer­höhung der stu­den­tis­chen Beschäftigten jet­zt mehr als 15 Jahre zurück­liegt. Zudem haben die Hochschulen im Jahr 2004 ein­seit­ig die Zahlung des Wei­h­nachts­geldes aus­ge­set­zt. Dies bedeutete eine weit­ere Schlechter­stel­lung der stu­den­tis­chen Beschäftigten, die bis heute andauert, während die meis­ten anderen Hochschulbeschäftigten (ent­lohnt nach TV‑L) seit 2011 wieder eine ver­di­ente Jahres­son­derzahlung erhal­ten. Angesichts der Preisen­twick­lun­gen der ver­gan­genen Jahre, die u.a. Studierende an den Berlin­er Hochschulen beson­ders betr­e­f­fen (bspw. Miet­preise, Kosten Semes­tertick­et), und der his­torischen Infla­tion seit 2001, kommt das Aus­bleiben ein­er Tar­ifer­höhung seit­dem ein­er wissentlichen Abw­er­tung der stu­den­tis­chen Arbeit­skraft gle­ich.

Im let­zten Jahr haben sich stu­den­tis­che Beschäftigte und sym­pa­thisierende Studierende aus allen größeren Berlin­er Hochschulen in ein­er gew­erkschaftlichen Ini­tia­tive (GEW und ver.di) für einen neuen TV Stud zusam­mengeschlossen. Die von der Ini­tia­tive gewählte Tar­ifkom­mis­sion hat in der Folge einen sub­stanziellen und gut begrün­de­ten Forderungskat­a­log erar­beit­et, diesen den Berlin­er Hochschulen vorgelegt und die Arbeitgeber*innen-Seite zu Tar­ifver­hand­lun­gen aufge­fordert.

Das Studieren­den­par­la­ment der Freien Uni­ver­sität Berlin unter­stützt die Forderun­gen der Tar­ifini­tia­tive der stu­den­tis­chen Beschäftigten und fordert das Prä­sid­i­um der Freien Uni­ver­sität Berlin auf, diese umzuset­zen. Das Studieren­den­par­la­ment erk­lärt sich außer­dem bere­it, gemein­sam mit den stu­den­tis­chen Beschäftigten der Freien Uni­ver­sität Berlin Protes­tak­tio­nen zu organ­isieren, sollte dies ein abschlägiger Ver­lauf der Tar­ifver­hand­lun­gen erforder­lich machen. Die stu­den­tis­chen Beschäftigten der Freien Uni­ver­sität genießen die uneingeschränk­te Sol­i­dar­ität des Studieren­den­par­la­ments.

Das Stu­Pa betont, dass eine Erhöhung des stu­den­tis­chen Tar­i­flohns nicht zuun­gun­sten der anderen prekär beschäftigten Beschäf­ti­gungs­grup­pen an der Uni­ver­sität gehen darf. Wir erk­lären uns sol­i­darisch mit den Kämpfen der Lehrbeauf­tragten und der über Zeitar­beits­fir­men bei der Uni­ver­sität Beschäftigten.

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