Jugend

Solidarität mit dem Schüler*innenstreik im Spanischen Staat

Am 26 Oktober wird im Spanischen Staat ein landesweiter Schüler*innenstreik stattfinden. Dieser wird von den größten Schüler*innengewerkschaften und -organisationen ausgerufen. Auch Lehrer*innen und Elternvereinigungen unterstützen den Streik.

Solidarität mit dem Schüler*innenstreik im Spanischen Staat

Der erste Streik­tag wird aus­gerufen, um gegen Kürzun­gen in der öffentlichen Bil­dung und gegen die „revál­i­das“, Abschlussprü­fun­gen, zu mobil­isieren. Diese, aus der Fran­co-Dik­tatur stam­menden Prü­fun­gen, ermöglichen es nur weni­gen Schüler*innen ihr Studi­um an der Uni­ver­sität zu begin­nen, während den meis­ten der Zugang unmöglich gemacht wird. Es ist ein weit­er­er Schritt zur Etablierung eines elitären und neolib­eralen Bil­dungssys­tems, das meist Jugendliche aus der Arbeiter*innenklasse von ihrem Recht auf Bil­dung abhält.

Es gibt seit Jahren Angriffe auf die öffentliche Bil­dung im Spanis­chen Staat. Die Bologna-Refor­men und eine 66-prozentige Erhöhung der Stu­di­enge­bühren waren hier­bei wichtige Werkzeuge für die herrschende Klasse. Diese Angriffe tre­f­fen jedoch nicht nur Schüler*innen und Studierende, son­dern auch wis­senschaftliche Mitarbeiter*innen, Professor*innen und Arbeiter*innen an der Uni­ver­sität. Ihre Arbeits­be­din­gun­gen wer­den immer prekär­er. Somit ist es im Spanis­chen Staat mit­tler­weile weit ver­bre­it­et, als Arbeiter*in in der öffentlichen Bil­dung einen monatlichen Lohn von unter 500 Euro zu erhal­ten.

Dieser erste Streik­tag kann ein wichtiger erster Schritt für einen Kampf gegen die Angriffe auf die öffentliche Bil­dung sein, die seit einem Jahrzehnt durchge­führt wer­den. Hier­bei ist es wichtig, auf die Ein­heit der Arbei­t­en­den und Studieren­den zu set­zen. Professor*innen, Schüler*innen und Arbeiter*innen, deren Recht auf Bil­dung immer mehr eingeschränkt wird.

In Deutsch­land ist die Jugend ein­er der kämpferischsten Sek­toren, der gegen den Ras­sis­mus auf der Straße und von der Regierung auf­ste­ht. Tausende bekämpfen den Recht­sruck, der auch bei Jugendlichen Unter­stützung find­et, die keine Per­spek­tive, son­dern ihre Zukun­ft in Ungle­ich­heit und Prekarisierung sehen. Hier­bei müssen wir aufzeigen, dass die poli­tis­che Rechte nicht nur frauen‑, LGBTI‑, und migrant*innenfeindlich ist, son­dern auch sys­tem­a­tisch Angriffe auf die Arbeiter*innenklasse durch­führt.

Deswe­gen begrüßen wir von der Rev­o­lu­tionär-kom­mu­nis­tis­chen Jugend den Streik am 26. Okto­ber im Spanis­chen Staat. Er stellt eine Möglichkeit dar, damit sich Jugendliche organ­isieren und für ihre Rechte kämpfen. Lasst uns, wie auch in Frankre­ich, Teil ein­er kämpferischen Jugend­be­we­gung sein! Dazu müssen wir die Verbindung zu anderen Aus­ge­beuteten und Unter­drück­ten, Arbeiter*innen, Frauen* und Migrant*innen, suchen. Nur mit einem inter­na­tion­al­is­tis­chem und klasse­nun­ab­hängi­gen Pro­gramm kön­nen wir dem Recht­sruck und der Prekarisierung, die die Jugend in Europa erfährt, ent­ge­gen­treten.

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