Deutschland

Psychoterror gegen G20-Protestcamp

Die ganze Nacht lang kreiste ein Polizei-Hubschrauber über dem Volkspark in Altona. Warum? Nur eine sehr teuere Schikane gegen Menschen, die am nächsten Morgen zur internationalen Großdemo gegen G20 wollten.

Psychoterror gegen G20-Protestcamp

Die ganze Nacht lang kreiste ein Hub­schrauber über dem Protest­camp im Volkspark in Altona. Ange­blich hat­ten sich Nazis in der Nähe aufge­hal­ten und Böller gewor­fen. Um 02:45 Uhr waren acht Polizei­wan­nen auf dem Park­platz vor dem Camp. In kürzester Zeit waren alle Aktivist*innen bere­it, das Camp im Falle ein­er Räu­mung zu ver­lassen. Aber dann zogen die Wan­nen wieder ab.

Ich habe zwis­chen­drin ver­sucht, mich eine Stunde lang hinzule­gen, aber ich hörte nur den Lärm des Hub­schraubers. Nie­mand kon­nte da richtig schlafen.

Um 06:00 Uhr waren es dann 40 Wan­nen. Alle Men­schen wur­den beim Ver­lassen des Camps kon­trol­liert. Per­son­alien wur­den aufgenom­men und Taschen durch­sucht. Und das alles, um von einem legal angemelde­ten Camp zu ein­er legal angemelde­ten Demo zu kom­men!

Was kostet so ein Ein­satz? Laut der Münch­n­er Polizei kostet ein Hub­schrauber-Ein­satz etwa 1.700 Euro pro Stunde. Das macht über 10.000 Euro für die gestrige Nacht – nur um uns mit Lärm zu belästi­gen und vom Schlafen abzuhal­ten. Seit Anfang der Woche tut die Ham­burg­er Polizei alles, um Gipfelgegner*innen vom Schlafen abzuhal­ten und so den Protest zu schwächen.

Aber wir haben uns nicht beein­druck­en lassen. Wir bilde­ten den Inter­na­tion­al­is­tis­chen Block auf der Großde­mo und haben laut­stark gegen Kap­i­tal­is­mus und G20 protestiert. Trotz der Schika­nen der Polizei.

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