Deutschland

Polizeigewalt am 1. Mai in München: Schlagstock und Pfefferspray wegen Bengalos

Bei der revolutionären 1. Mai-Demo kam es zu massiver Polizeigewalt. Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen.

Polizeigewalt am 1. Mai in München: Schlagstock und Pfefferspray wegen Bengalos
Bild: Simon Zinnstein (KGK)

Direkt im Anschluss an die traditionelle Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) formierte sich am Marienplatz die revolutionäre 1. Mai-Demo. Die 700 Teilnehmer:innen demonstrierten gegen Krieg, Aufrüstung und Waffenlieferungen sowie gegen die steigenden Lebenshaltungskosten und Mieten.

Nachdem die Demonstration bis zur Zwischenkundgebung an der Silberhornstraße weitgehend friedlich verlaufen war, kam es dort zu massiver Polizeigewalt. Die Polizei nahm das Abbrennen von Pyrotechnik als Anlass, den Demonstrationszug mit Pfefferspray und Schlagstöcken anzugreifen. Immer wieder formierten sie sich neu und griffen die Jugendlichen an. Einer Demonstrantin wurden mit Schlagstöcken ins Gesicht und auf die Rippen geschlagen. Trotz einer bereits blutenden Nase, setzten Polizeikräfte weiter Pfefferspray gegen sie ein. Mehrere Demonstrierende musste über eine viertel Stunde von den Sanitäter:innen medizinisch versorgt werden.

Die Polizei nahm im Laufe des Tages mindestens fünf Personen fest. Auch während der Festnahmen ignorierten sie Schmerzensrufe der Festgenommenen. Nachdem die Demonstration über längere Zeit immer wieder aufgehalten wurde, konnte sie schließlich noch zum Ziel, dem linken Kultur- und Veranstaltungsraum Barrio Olga Benario, weiterlaufen, wo sie bei einem Straßenfest endete. Doch auch das Ende der Demonstration hielt die Polizei nicht davon ab, die Jugendlichen weiter zu drangsalieren. Sie wollten das Straßenfest nicht in Frieden lassen und fotografierten weiter in die Menge und bedrängten Teilnehmer:innen.

Einzelne Polizist:innen trugen keine Kennzeichnungsnummer. Diese Methode wird in der Regel genutzt, um Polizeigewalt zu verschleiern und die juristische Nachverfolgung zu erschweren.

Wir verurteilen die Polizeigewalt! Unsere Solidarität gehört den Festgenommenen und Verletzten!

Die nachfolgenden Bilder sind von Simon Zinnstein und Ayrin Giorgia.

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