Deutschland

[Offenes Treffen] Solidarität mit dem Gorillas-Streik auch in München!

Die wilden Streiks der Beschäftigten des Lebensmittellieferdienstes Gorillas in Berlin haben längst auch Aufmerksamkeit in ganz Deutschland gefunden. KGK München lädt deshalb alle Interessierten zu einem Offenen Treffen ein, um zu diskutieren, welche Bedeutung der Streik bei Gorillas für alle Arbeiter:innen in Deutschland hat und wie wir konkret Solidarität leisten können.

[Offenes Treffen] Solidarität mit dem Gorillas-Streik auch in München!
Timeckert / Shutterstock.com

Seit Wochen wehren sich Gorillas-Rider in Berlin gegen die lange Probezeit, mangelhafte Ausrüstung, rassistische Entlassungen und Unregelmäßigkeiten bei der Auszahlung der Löhne. Immer wieder sind viele Rider in Berlin in den Streik getreten – selbstorganisiert und ohne offiziellen Streikaufruf einer Gewerkschaft. Das Management des Start-Ups bleibt seit Wochen stur und reagiert nicht auf die berechtigten Forderungen der Fahrer:innen. Dabei sind sie es, auf deren Rücken das Unternehmen während der Corona-Pandemie groß geworden ist.

Die Probleme der Beschäftigten sind aber nicht auf Berlin beschränkt. Auch in München haben uns Rider von der mangelhaften oder unvollständigen Ausrüstung und willkürlichen Entlassungen erzählt. Der Kampf der Gorillas-Beschäftigten in Berlin ist damit richtungsweisend, nicht nur für die Streikenden selbst, sondern für die Arbeitsbedingungen im gesamten Unternehmen.

Doch die Streiks sind nicht nur für die Beschäftigten bei den Lieferdiensten wichtig. Es gibt nämlich bisher nur wenig Widerstand dagegen, dass die Kosten der Krise und der Pandemie auf die arbeitende Mehrheit abgewälzt werden sollen. Parteien wie DIE LINKE konzentrieren sich auf den Wahlkampf und hoffen darauf, in die Regierung zu kommen, und die Führungen der Gewerkschaften beschränken sich auf routinemäßige Tarifrunden und kleine symbolische Mobilisierungen. Dagegen zeigen die Streikenden bei Gorillas, dass es möglich ist zu kämpfen – und zeigen damit auch für uns alle einen Weg gegen die Krise auf.

Weil sie aber ohne Unterstützung einer Gewerkschaft streiken, müssen sie ihren Streik auch selbst finanzieren – in Deutschland eine sehr ungewöhnliche Sache. Deshalb hat das Gorillas Workers Collective, in dem sich die Streikenden selbst organisieren, eine Streikkasse eingerichtet, mit der sie Spenden sammeln, um den Kampf fortsetzen zu können. Als Unterstützer:innen bietet das uns die Möglichkeit mitzuhelfen, dass dieser Kampf weitergehen und gewonnen werden kann. Aber letztlich helfen wir damit auch uns selbst: Ein Sieg der Gorillas-Kämpfer:innen wäre ein Leuchtturm für unsere ganze Klasse.

Du willst über eine Spende hinaus aktiv werden? Auf unserem Offenen Treffen wollen wir mit euch darüber diskutieren, wie der Kampf weitergehen kann, was wir daraus lernen können und nicht zuletzt, wie wir hier vor Ort unsere Solidarität ausdrücken können.

Offenes Treffen: Wann und Wo?

Montag, 26. Juni um 18:30 Uhr auf Zoom.

Für die Zugangsdaten kannst du uns über info@klassegegenklasse.org oder über unsere Social-Media-Kanäle anschreiben!

Für die Teilnahme ist kein Vorwissen oder Ähnliches nötig.

Spenden an
Name: fairsichern community e.V
IBAN: DE48430609677918887700
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: SPENDEKX6HV9

oder per Paypal: Wir stellen den Paypal-Account von Klasse Gegen Klasse zur Verfügung, um Spenden für Gorillas-Arbeiter:innen zu sammeln. Jeder Cent, der per Paypal gesendet wird, wird direkt an die Streikkasse weitergegeben.

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