NoG20: Der Kampf gegen Prekarisierung und Sexismus in Spanien kommt nach Deutschland

06.07.2017, Lesezeit 2 Min.
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Die vergangenen Jahre waren im spanischen Staat von einer Reihe sozialer Kämpfe geprägt: gegen Entlassungen, niedrige Löhne, Outsourcing und Sexismus. Aktivist*innen dieser Bewegungen nehmen in Hamburg mit Klasse Gegen Klasse am Internationalistischen Block teil.

Eine der stärksten und eindrucksvollsten sozialen Bewegungen der letzten Jahre ist die wieder aufkommende Frauenbewegung. Der Women’s March gegen Trump, der Streik gegen Abtreibungsverbote in Polen, oder die #niunamenos-Bewegung, die sich gegen Gewalt an Frauen wendet.

Letztere ist besonders in Lateinamerika präsent. Aber auch im Spanischen Staat gingen im vergangenen Jahr immer wieder Hunderttausende gegen die Kette patriarchaler Gewalt auf die Straße. Diese Kette beginnt mit sexistischen Sprüchen auf der Straße und struktureller Diskriminierung von Frauen bei der Arbeit und endet mit Frauenmorden.

Zudem fanden zahlreiche Kämpfe statt von Arbeiter*innen, die gegen Entlassungen kämpfen, gegen die Ausgliederung und Flexibilisierung, gegen niedrige Löhne und Prekarisierung. Bei diesem Kampf nimmt die Jugend eine besondere Position ein, da sie stark von der Prekarisierung betroffen ist.

Dieser Protest kommt mit dem G20-Gipfel nun nach Deutschland. Eine Delegation von Aktivistinnen der sozialistischen Frauengruppierung Pan y Rosas („Brot und Rosen“) aus Madrid und Barcelona werden sich an der Großdemonstration am 8. Juli in Hamburg beteiligen. Im Anschluss werden sie von ihrer aktuellen Kampagne „Sus violencias, nuestra lucha“ („Ihre Gewalt, unser Kampf“) berichten, die sie gemeinsam mit den streikenden Hotelreinigerinnen „Las Kellys“ vorantreiben. Ihr Ziel ist es, die Wut auf die verschiedensten Arten machistischer Gewalt – von prekären Arbeitsbedingungen, die vor allem Frauen betreffen, bis hin zu körperlicher Gewalt und Mord an Frauen – in Kampf und Organisierung zu verwandeln.

Ihre Teilnahme an den #NoG20-Protesten ist Ausdruck ihres und unseres Anspruchs, uns international gegen dieses System aus Ausbeutung und Unterdrückung zu organisieren.

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