Deutschland

NoG20: Der Kampf gegen Prekarisierung und Sexismus in Spanien kommt nach Deutschland

Die vergangenen Jahre waren im spanischen Staat von einer Reihe sozialer Kämpfe geprägt: gegen Entlassungen, niedrige Löhne, Outsourcing und Sexismus. Aktivist*innen dieser Bewegungen nehmen in Hamburg mit Klasse Gegen Klasse am Internationalistischen Block teil.

NoG20: Der Kampf gegen Prekarisierung und Sexismus in Spanien kommt nach Deutschland

Eine der stärk­sten und ein­drucksvoll­sten sozialen Bewe­gun­gen der let­zten Jahre ist die wieder aufk­om­mende Frauen­be­we­gung. Der Women’s March gegen Trump, der Streik gegen Abtrei­bungsver­bote in Polen, oder die #niu­na­menos-Bewe­gung, die sich gegen Gewalt an Frauen wen­det.

Let­ztere ist beson­ders in Lateinameri­ka präsent. Aber auch im Spanis­chen Staat gin­gen im ver­gan­genen Jahr immer wieder Hun­dert­tausende gegen die Kette patri­ar­chaler Gewalt auf die Straße. Diese Kette begin­nt mit sex­is­tis­chen Sprüchen auf der Straße und struk­tureller Diskri­m­inierung von Frauen bei der Arbeit und endet mit Frauen­mor­den.

Zudem fan­den zahlre­iche Kämpfe statt von Arbeiter*innen, die gegen Ent­las­sun­gen kämpfen, gegen die Aus­gliederung und Flex­i­bil­isierung, gegen niedrige Löhne und Prekarisierung. Bei diesem Kampf nimmt die Jugend eine beson­dere Posi­tion ein, da sie stark von der Prekarisierung betrof­fen ist.

Dieser Protest kommt mit dem G20-Gipfel nun nach Deutsch­land. Eine Del­e­ga­tion von Aktivistin­nen der sozial­is­tis­chen Frauen­grup­pierung Pan y Rosas (“Brot und Rosen”) aus Madrid und Barcelona wer­den sich an der Großdemon­stra­tion am 8. Juli in Ham­burg beteili­gen. Im Anschluss wer­den sie von ihrer aktuellen Kam­pagne “Sus vio­len­cias, nues­tra lucha” (“Ihre Gewalt, unser Kampf”) bericht­en, die sie gemein­sam mit den streik­enden Hotel­reinigerin­nen “Las Kellys” vorantreiben. Ihr Ziel ist es, die Wut auf die ver­schieden­sten Arten machis­tis­ch­er Gewalt – von prekären Arbeits­be­din­gun­gen, die vor allem Frauen betr­e­f­fen, bis hin zu kör­per­lich­er Gewalt und Mord an Frauen – in Kampf und Organ­isierung zu ver­wan­deln.

Ihre Teil­nahme an den #NoG20-Protesten ist Aus­druck ihres und unseres Anspruchs, uns inter­na­tion­al gegen dieses Sys­tem aus Aus­beu­tung und Unter­drück­ung zu organ­isieren.

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