Unsere Klasse

München: Gewerkschafter:innen an der Uni sammeln für die Streikkasse bei Riesa Nudeln

Bei einer Veranstaltung der GEW-Fachgruppe Hochschule und Forschung haben die Anwesenden nicht nur über die Solidarität mit den aktuellen Streiks gesprochen, sondern auch Geld für die Streikkasse der Beschäftigten bei Riesa Nudeln gesammelt.

München: Gewerkschafter:innen an der Uni sammeln für die Streikkasse bei Riesa Nudeln
Bild: KgK. Symbolbild: Studierende an der LMU

Wie wehren wir uns dagegen, dass Inflation und Energiekrise an den Hochschulen auf uns Studierende und Beschäftigte abgewälzt werden? Darüber diskutierte angesichts der drohenden Schließung von Universitäten unter dem Vorwand des Energiesparens und steigender Preise für Heizung, Strom und Mensaessen die Münchner Fachgruppe Hochschule und Forschung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW HuF) im Rahmen der Kritischen Einführungswoche. Unter dem Motto „Uni on Fire“ war der Sitzungsraum der Studierendenvertretung der LMU bis auf den letzten Platz gefüllt.

Im Eingangsreferat wie in der anschließenden Diskussion war völlig klar: Wenn wir uns als Studierende und Beschäftigte gegen die Auswirkungen der Inflation zur Wehr setzen, müssen wir uns mit den Beschäftigten zusammentun, die gerade in ihren Tarifauseinandersetzungen für einen Inflationsausgleich kämpfen. So hat die GEW HuF bereits vor gut einer Woche den Warnstreikauftakt der Kolleg:innen der IG Metall besucht und sich mit einem Grußwort an die Streikenden gewandt.

Auch die Diskussionsveranstaltung nahmen die aktiven Gewerkschaftskolleg:innen wahr, um praktische Solidarität zu üben. Im sächsischen Riesa sind die Kolleg:innen einer Nudelfabrik seit Wochen im Streik, um zwei Euro mehr Stundenlohn zu erkämpfen. Viele der Kolleg:innen verdienen nur knapp über dem Mindestlohn. Deshalb reicht das Streikgeld ihrer Gewerkschaft nicht bei allen aus, um diesen so harten wie wichtigen Kampf allein durchstehen zu können. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schafft mit einem Solidaritätsfonds Abhilfe, um Beschäftigte in Notlagen zu unterstützen und das Streikgeld aufzustocken.

60,80 Euro kamen zusammen, als der Hut auf der Veranstaltung der GEW HuF durch die Reihen ging. Der Landesverband Ost der NGG bedankte sich via Twitter prompt für diese „Solidarität, die uns viel bedeutet!“ Es ist nur ein kleines Beispiel der Solidarität – aber sicherlich eines, das Schule machen sollte.

Zahlungen bitte auf folgendes Solidaritätskonto:

Kontoinhaber: GEWERKSCHAFT NGG REGION DRESDEN-CHEMNITZ

Kreditinstitut: Ostsächsische Sparkasse Dresden

IBAN: DE85 8505 0300 3120 2148 40

BIC: OSDDDE81XXX

Für die Zahlungen bitte angeben: „Zahlung Soli-Fond“ (Nicht „Spende“ angeben, es kann keine Quittung ausgestellt werden).

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