Brot und Rosen

Mexikanische Studis machen für den 8. März mobil

Letzten Donnerstag versammelten sich Dutzende Studierende für ein Fest im Hof der philosophischen Fakultät der UNAM, der größten Universität Mexikos. Sie mobilisierten zum Frauenkampftag mit Reden, Musik und Flyern.

Mexikanische Studis machen für den 8. März mobil

„In mehr als 40 Ländern wird am 8. März gestreikt“ erklärte Xara Almonte am Mikrofon. „Dieser internationale Streik der Frauen ist die Fortsetzung von Protesten in Argentinien, Polen, den USA und auch Mexiko.“

Im Hof der philosophischen Fakultät der Autonomen Nationalen Universität Mexikos (UNAM) kamen im Lauf des Nachmittags rund 100 Menschen zu einem Festival zusammen. Eingeladen hatten die antikapitalistische Jugendgruppierung und die sozialistische Frauenorganisation „Pan y Rosas“ (Brot und Rosen).

In Mexiko werden jeden Tag sieben Frauen ermordet. Aber das ist nicht die einzige Form von Gewalt gegen Frauen. Auch prekäre Arbeit ist Gewalt, wie es auf Mobilisierungsplakaten hieß. Auch die Einschränkung des Rechts auf Abtreibung ist Gewalt.

Die Universität ist hier keine Ausnahme. An der UNAM ist der Sexismus ebenfalls allgegenwärtig, von sexistischen Kommentaren der Professoren bis zu Übergriffen auf der Toilette.

Die Organisation „Pan y Rosas“, die das Fest veranstaltete, unterscheidet sich dadurch von anderen feministischen Gruppen in Mexiko, dass sie für gemeinsame Kämpfe mit Männern eintritt. In einem kleinen Workshop erklärte Joss Espinoza, wie sie mit männlichen Kollegen redet: „Ich weiß, dass du die Frauenunterdrückung nicht bis zum Ende verstehen kannst, weil du sie nicht selbst erlebst. Aber diese Unterdrückung betrifft dich auch. Und wir müssen gemeinsam gegen dieses System kämpfen.“

Das philosophisch-feministische Hiphop Trio La Otredad („Othering“) und verschiedene andere Musikgruppen traten im Laufe des Nachmittags auf. Genauso konnte man Selbstverteidigung mit pinken Boxhandschuhen üben. Und neben den politischen Reden gab es auch Diskussionsworkshops.

Auch am zweitgrößten Campus der UNAM, der FES Acatlán, mobilisierten Studierende am gleichen Tag ebenfalls mit einem politisch-kulturellen Festival.

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