Deutschland

Luxemburg-Liebknecht-Demo!

Gemein­same Son­der­num­mer der Schü­lerIn­nen­zeitun­gen Red Brain und Banana Repub­lic

Luxemburg-Liebknecht-Demo!

// Gemein­same Son­der­num­mer der Schü­lerIn­nen­zeitun­gen Red Brain und Banana Repub­lic //

Das fün­fte Jahr der Krise begann vor ein paar Monat­en, noch immer gibt es keine Lösun­gen für die weltweite Mis­ere der Wirtschaft, Sozialleis­tun­gen wer­den gekürzt um Banken zu ret­ten, Arbeits­be­din­gun­gen ver­schlechtern sich, um Fir­men am leben zu hal­ten. Schöne Scheiße. Nichts zu machen — oder?

Eine ähn­liche Sit­u­a­tion gab es vor 94 Jahren schon mal, als nach dem ersten Weltkrieg die Wirtschaft am Boden war und sich die Gesellschaft im Umbruch befand.. Es war eine „Zeit von Krisen, Kriegen und Rev­o­lu­tio­nen“.

Auch in Deutsch­land wandten sich die Men­schen gegen die Regierung, die offen­bar nicht bere­it war etwas gegen das Elend zu tun. Über­all bilde­ten sich teil­weise selb­stver­wal­tete Grup­pen in Betrieben, auch Räte genan­nt, die mit dem Staat um die Macht rangen. Sie woll­ten selb­st über die Wirtschaft und die Zukun­ft ihrer Gesellschaft entschei­den. Rosa Lux­em­burg und Karl Liebknecht befan­den sich an der Spitze der Bewe­gung, die für die Revoution war.

Nach­dem die SPD der Finanzierung des Krieges auf Kosten der Arbeiter*innen zus­timmte und sie somit zu Mil­lio­nen in den Krieg schick­te, grün­de­ten Rosa und Karl den Spar­takus­bund, aus dem später die Kom­mu­nis­tis­che Partei Deutsch­lands her­vorg­ing. Kon­se­quent waren sie gegen den Ein­tritt Deutsch­lands in den Krieg (Liebknecht war der einzige Abge­ord­nete, der gegen die Kriegs­fi­nanzierung stimmte) und ver­ban­den den Kampf für dieses Ziel mit jen­em für Selb­stver­wal­tung und let­z­tendlich für die Rev­o­lu­tion, die diese auf die gesamte Gesellschaft ausweit­en sollte, indem sie die beste­hen­den Macht- und Eigen­tumsver­hält­nisse zer­bricht.

Die deutsche Rev­o­lu­tion von 1918 scheit­erte offen­sichtlich, son­st müssten wir diesen Text nicht schreiben. Die SPD gab die Selb­stver­wal­tung der Masse der Men­schen zugun­sten des Ver­suchs des Erhalts des Kaiser­re­ich­es auf, die Geschichte zwang sie jedoch in eine Repub­lik. Ein Jahr später wurde die Dop­pel­spitze der kom­mu­nis­tis­chen Bewe­gung der Zeit nach tele­fonis­ch­er Zus­tim­mung der SPD am Landwehrkanal in Berlin ermordet. Sie star­ben im Kampf für eine weltweite Rev­o­lu­tion für die Befreiung der Men­schheit von den Zwän­gen des Mark­tes und des Prof­ites.

Auch heute befind­et sich das Wirtschaftssys­tem in ein­er weltweit­en Krise, es gibt Auf­stände in der ara­bis­chen Welt gegen die Unter­drück­ung. Wir befind­en uns wieder in ein­er Zeit von Krisen, Kriegen und Rev­o­lu­tio­nen.

Deshalb sollte man ger­ade heute die Ideen von Rosa Lux­em­burg und Karl Liebknecht auf­greifen und ihnen gedenken, denn sie bieten uns eine Alter­na­tive für die beste­hen­den Prob­leme. Wir wollen dabei keines­falls einen Per­so­n­enkult um Rosa und Karl betreiben.

Wir hal­ten es für notwendig, dass man die Poli­tik der bei­den weit­er­führt, um nicht wieder den gle­ichen his­torischen Fehler bei der Lösung der Krise zu bege­hen. Wir müssen uns auch heute für die Selb­stver­wal­tung auf allen Ebe­nen ein­set­zen, in den Fab­riken, Bezirken und auch in der Schule. Unsere täglichen Kämpfe müssen wir mit dem Kampf gegen das kap­i­tal­is­tis­che Sys­tem, welch­es schon Rosa und Karl bekämpften, verbinden.

Also komm mit uns zum Gedenkmarsch für Rosa Lux­em­burg und Karl Liebknecht!

Sonntag, 13. Januar, 10 Uhr, Frankfurter Tor

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